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Die "Stiftung Kunst und Musik für Dresden" will Zeitgenössisches von überregionaler Bedeutung fördern

Die "Stiftung Kunst und Musik für Dresden" will Zeitgenössisches von überregionaler Bedeutung fördern

Dresden verfügt über eine weitere Möglichkeit, Geld aus Privathand für die Kulturförderung zu nutzen: die "Stiftung Kunst und Musik für Dresden", die gestern offiziell anerkannt worden ist; mit der Stiftungsurkunde, die ihr Dietrich Gökelmann übergab.

Er ist Präsident der Landesdirektion Dresden, jenes Gremiums, das die Rechtmäßigkeit aller Stiftungen bestätigt.

Drei Bereiche möchte die Stiftung fördern, wie Martina de Maizière erläuterte, die zum Vorstand gewählt worden war: zeitgenössische bildende Kunst, Musik und kulturelle Bildung. Dabei strebt sie einen Gegenakzent zur allzu starken Orientierung auf die Vergangenheit in Dresden an. Ihr Blick sei auf die Zukunft gerichtet, betonte de Maizière. "Wir möchten die zeitgenössische Kunst in der Öffentlichkeit mehr zum Vorschein bringen." So könnten beispielsweise talentierte Studenten der Hochschule für Bildende Künste durch Stipendien gefördert und an die Stadt gebunden werden.

Schwerpunkt auf neuere Entwicklungen will die Stiftung auch in der Musik legen. "Auf diesem Gebiet haben wir viele gute Institutionen hier." Die möchte die Stiftung zugleich in Verbindung miteinander bringen. "Wir verstehen uns auch als Plattform für die Vernetzung zeitgenössischer Kunstströmungen", so de Maizière.

Diese Verbindungen sollen möglichst weit über die Stadtgrenzen hinausreichen, wie Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) unterstrich. In die gesamte Bundesrepublik und ins Ausland. "Wir wollen die internationale Wahrnehmung der Kunststadt Dresden stärken. Und wir möchten hochrangige Künstler und internationale Kunstströmungen nach Dresden holen." Nutzen will die Stiftung dazu die guten Verbindungen der sechs Stiftungsratsmitglieder. Deswegen sei das Gremium bewusst hochkarätig und international besetzt worden, so Orosz.

Neben der OB gehören dazu beispielsweise Martin Roth, bis 2011 Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, seither Direktor des Londoner Victoria and Albert Museum, Hans-Ulrich Seidt, im Auswärtigen Amt für Kultur und Kommunikation zuständig, Catherine von Fürstenberg-Dussmann, die der Dussmann-Stiftung vorsteht, Nina Baronin von Maltzahn, die zur Familie des aus Dresden stammenden US-amerikanischen Bankiers Henry H. Arnhold gehört. Mit Thomas Hesse vom Medienkonzern Bertelsmann sitzt ein weiterer Vertreter der Wirtschaft im Stiftungsrat. Vor allem von dort, aus der Wirtschaft, erhofft sich die Stiftung Unterstützung, wie OB Orosz erläuterte.

Natürlich aber auch von Dresdnern. Die ermuntert die OB, sich beispielsweise im Kuratorium der Stiftung zu engagieren. Acht sichere Interessenten gebe es bereits. "Wir hoffen auf eine zweistellige Zahl an Mitgliedern."

Vertreten sein sollen im Kuratorium jedoch auch Personen aus ganz Deutschland und dem Ausland. Die Mitarbeit läuft ehrenamtlich. Zudem wird jeder um einen Jahresbeitrag von 2500 Euro gebeten. Engagieren könne man sich außerdem durch Zustiftungen oder Spenden.

Die ersten vielleicht 20 000 Euro aus Zinserträgen könnte die Stiftung möglicherweise schon 2014 vergeben, sagte Martina de Maizière. Anträge dafür dürfen nicht gestellt werden. Die Stiftung spreche selbst Projekte, Künstler und Institutionen an. Oder initiiere Projekte.

Eigenständig und aktiv wolle sie agieren, betonte Martina de Maizière.

Das Stiftungskapital beträgt Orosz' Angaben zufolge reichlich eine Million Euro. 500 000 Euro davon stammen von der Commerzbank, die der Stadt das Geld bei Übernahme der Dresdner Bank für einen gemeinnützigen Zweck überlassen hatte. Eine weitere größere, nicht näher bezifferte Summe steuerte die Ostsächsische Sparkasse Dresden bei. Die stellt auch den Stiftungssitz samt einer Mitarbeiterin zur Verfügung.

Der Dresdner Stadtrat hatte die Gründung der Stiftung bürgerlichen Rechts im Oktober 2012 beschlossen. Gegründet hatte sie sich auf einer konstituierenden Sitzung im März in Berlin.

@www.kunst-musik-dresden.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.04.2013

Tomas Gärtner

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