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Die Singakademie Dresden präsentiert ihr Konzertprogramm 2015 und ein neues Logo

Die Singakademie Dresden präsentiert ihr Konzertprogramm 2015 und ein neues Logo

Legenden bestimmen das Konzertjahr 2015 der Singakademie Dresden. Auch wenn der Laienchor als einer der ältesten dieser Art in Deutschland beinahe selbst als eine solche gelten kann, ist das natürlich inhaltlich gemeint und auch weiterhin unter dem erklärten Credo der vergangenen Jahre, neben traditionellem Chorrepertoire viel selten zu Hörendes und Zeitgenössisches zu präsentieren.

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Die Dresdner Singakademie bei einem Auftritt im englischen Coventry 2013.

Quelle: Thomas Büttner

Und so will sich das von Ekkehard Klemm geleitete Ensemble auf die Spur erzählter Legenden begeben, will legendäre Kompositionen auf seine Weise interpretieren oder legendären Persönlichkeiten die Ehre erweisen.

Nachdem die Saison mit einem Passionskonzert am 8. März unter anderem mit der ersten Passionsvertonung eines protestantischen Kantors (Johann Walter) eröffnet wurde, nimmt das nächste Projekt am kommenden Sonnabend den Leitfaden gleich in mehrfacher Weise auf. Anlässlich des im Januar gefeierten 80. Geburtstages des als einer der führenden Avantgardisten geltenden Komponisten Georg Katzer führt die Dresdner gemeinsam mit der Berliner Singakademie und dem Konzerthausorchester Berlin sowie in Kooperation mit dem Festspielhaus Hellerau "Medea in Korinth" auf (Details siehe Kasten). Basierend auf Texten von Christa und Gerhard Wolf, hat die aus der Antike überlieferte Geschichte einer Geflohenen traurige Aktualität. Katzers Oratorische Szenen für Sprecher, Soli, Chor und Orchester erklingen zwei Tage vor der Dresdner Aufführung bereits im Konzerthaus Berlin; dort dirigiert der Leiter der Berliner Singakademie Achim Zimmermann, der bereits die Uraufführung des Werkes 2002 leitete.

Ein für Dresden legendärer Musiker steht in zwei Projekten im Mittelpunkt: Rudolf Mauersberger. Drei Mal erklingt des ehemaligen Kreuzkantors heute nur noch selten in Gänze zu hörende "Geistliche Sommermusik" - am 4. Juli in der Kirche Mauersberg, am 5. Juli in der Dresdner Annenkirche sowie am 4. Oktober in der Kirche Loschwitz im Rahmen der Feierlichkeiten 700 Jahre Loschwitz. Ausschnitte stehen bereits am 6. Juni in einer Vesper in der Kreuzkirche - hier neben weiteren Werken - auf dem Programm.

Literarisch geprägten Legenden widmet sich das in Kooperation mit der Dresdner Musikhochschule veranstaltete Projekt "Musik Geschichten", das am 15. November im dortigen Konzertsaal Hugo Wolfs "Feuerreiter" und "Elfenlied", Hans Werner Henzes "Moralitäten" und - zumindest im abendlichen der beiden Konzerte - Robert Schumanns "Vom Pagen und der Königstochter" präsentiert.

Nach großem Aufgebot in den "Adventssternen" der letzten Jahre greift Ekkehard Klemm dort in diesem Jahr zu A-cappella-Musik: Erklingen werden Vertonungen des "Magnificats", des biblischen Lobgesangs der Maria. Der Bogen reicht von Eccard und Schütz bis zu Pärt und Rautavaara. Legendäre Werke der Musikgeschichte sind "Carmina burana" von Carl Orff und Beethovens 9. Sinfonie - die freilich stehen sowieso jedes Jahr auf dem Plan, auch 2015.

Die unter dem Dach der Singakademie neben Großem Chor und Kammerchor etablierten zwei weiteren Ensembles tragen natürlich das ihre zur Saison bei: Der von Claudia Sebastian-Bertsch geleitete Kinderchor feiert mit einem Festkonzert am 9. Mai in der Dreikönigskirche sowie einer Konzertreise nach Ungarn im Oktober sein 30-jähriges Bestehen und bringt außerdem im Dezember Saint-Saëns Weihnachtsoratorium zu Gehör - dies gemeinsam mit dem Seniorenchor unter Karl Hänsel, der es zudem bei mehreren Auftritten mit Madrigalen und Liedern "Tierisch, Tierisch" zugehen lässt und für Oktober Dvoráks "Messe in D" vorbereitet.

Damit rundet sich das Konzertjahr eines Chores, der sich laut seinem Leiter inzwischen selbstbewusst als ein Stück immaterielles Kulturerbe betrachtet. Die "Chormusik in deutschen Amateurchören" wurde bekanntlich auf die entsprechende nationale Liste aufgenommen, Mitte März nahm Ekkehard Klemm als amtierender Präsident des Verbandes Deutscher Konzertchöre die entsprechenden Urkunden entgegen.

Damit es nicht zu viel des Legendären wird und der Blick der insgesamt rund 250 Sängerinnen und Sänger ins Hier und Heute auch optisch seinen Ausdruck findet, hat die Singakademie nach mehr als einem Jahrzehnt ihr Logo geändert. Wer mit der Geschichte des Chores ein wenig vertraut ist, findet im aufgeschlagenen Notenbuch und der freilich nicht auf den ersten Blick als solche zu entziffernden stilisierten Neume die beiden Vorgänger-Logos wieder; variierende neue Farbtöne und eine moderne Schrift sollen für frischen Anstrich sorgen.

www.singakademie-dresden.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.04.2015

Sybille Graf

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