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Die Schülertanzprojekte der Dresdner Musikfestspiele haben Lust auf mehr geweckt

Die Schülertanzprojekte der Dresdner Musikfestspiele haben Lust auf mehr geweckt

Zwei große Tanzprojekte mit Schülern haben die Dresdner Musikfestspiele in den Jahren 2010 und 2012 erfolgreich auf den Weg gebracht, unterstützt von der "Community Dance Worldwide" mit Royston Maldoom und Stefan Eder.

Generalprobe für "Let's dance" im vergangenen Mai mit dem Curtis Symphony Orchestra unter Robert Spano in der neuen Messe in Dresden.

Quelle: Archiv/Oliver Killig

Die "Let's dance!"-Ereignisse zu Musik von Igor Strawinsky und Béla Bartók vermochten es, bei allen direkt wie indirekt Beteiligten deutlich Spuren zu hinterlassen, und nun fand sich im Kulturrathaus die Gesellschaft "Freunde der Dresdner Musikfestspiele e.V." in anregender, erweiterter Runde zu einer Art Nachlese zusammen. Quasi, um sich auszutauschen über das Woher und Wohin, um von Hintergründen zu erfahren und Eindrücken sowie über Hoffnungen zu sprechen. Denn darin sind sich alle offenbar einig: Die Projekte haben in vielfältiger Weise den Wunsch geweckt, dass sie so oder ähnlich fortgeführt werden. Und es ist schon bemerkenswert, wenn einer aus dem großartigen "Feuervogel"-Ensemble - 120 Schüler waren 2010 daran beteiligt - heute noch davon spricht, sein schrecklichster Eindruck nach fünf Wochen Proben und überwältigender Aufführung sei es gewesen, dass alles schon wieder vorbei sein sollte. Flüchtig sind diese Erlebnisse keinesfalls. Und auch Pädagogen, Eltern, Vereine viel Kraft und Zeit in die Projekte investiert. Dass die Kinder und Jugendlichen jeweils hart zu arbeiten hatten, lernen mussten, auf andere zu achten, sich zuzuordnen und zu disziplinieren, das brauchte eine gewisse Zeit des Begreifens. Und bewirkte auch einen besonderen Zugang zu jener Musik, die ihnen sonst weniger vertraut ist. Von all dem erzählen an diesem Abend ebenso die beredten Filmaufnahmen, mit Beispielen der Ermutigung wie auch markanten Szenen, die von Enttäuschungen sprechen. Über Tanzprojekte als inspirierende Erfahrung weiß der britische Tänzer und Choreograf Royston Maldoom in der Begegnung einiges zu berichten. Ausführlich beschreibt er seinen künstlerischen Weg hin zu dieser weltweiten Tanzgemeinschaft, spricht von der steten Hoffnung, dass die einmal gelegte Saat aufgehen und in Nachfolgeprojekten "ertragreich" sein würde. Ein Impuls, der zudem mit diversen anderen Wurzeln auch in Dresden deutlich zu spüren ist. Beispielsweise in den "Kids on stage"-Treffen im Festspielhaus Hellerau. Oder in dem speziellen, von "Let´s dance!" inspirierten Tanzprojekt "Dance it" an der Dinglinger- sowie Makarenko-Förderschule in Dresden, das vom Verein Aufwind Kinder- und Jugendfonds Dresden unterstützt wurde. Hier arbeiteten für ein dreiviertel Jahr zwei Diplom-Tanzpädagoginnen, Absolventinnen der Palucca Hochschule für Tanz, mit insgesamt 50 Schülern im Alter von 8 bis 14 Jahren, vermittelten in jeweils zwei Stunden pro Woche auch Grundkenntnisse in Modern Dance, Jazzdance, Hip-Hop und Ballett. Als Höhepunkt gab es eine Aufführung in der Staatsoperette Dresden, wo jeder zeigen konnte, was in ihm steckt. Dass es in Dresden-Hellerau schon vor rund 100 Jahren eine bemerkenswerte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hinsichtlich der Bewegungssprache und dem Entdecken künstlerischer Fähigkeiten gegeben hat, darüber äußerte sich in ihren Ausführungen Christine Straumer, Professorin an der Dresdner Musikhochschule im Studiengang Rhythmik. Bereits seit vielen Jahren belebt sie mit internationalen Rhythmiker-Treffen in Hellerau den Gründungsgedanken der berühmten Bildungsanstalt von Emile Jaques-Dalcroze. Er hatte auch Kurse speziell für Kinder eingerichtet. Der Unterricht des Schweizer Musikers, Komponisten und Musikpädagogen zielte vor allem auf ein verinnerlichtes musikalisches Empfinden. Er lehrte Rhythmik als einen Weg zu den Künsten hin.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.01.2013

Gabriele Gorgas

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