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Die Sächsische Staatskapelle hat ein neues Konzertzimmer

Die Sächsische Staatskapelle hat ein neues Konzertzimmer

Für die Sächsische Staatskapelle Dresden geht heute ein großer Wunsch in Erfüllung: Sie feiert mit dem heutigen Sonderkonzert unter Christian Thielemann nicht nur 100 Jahre Uraufführung von Richard Strauss' "Alpensinfonie", sondern weiht an diesem Abend auch das neue Konzertzimmer ein.

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Nahtlose Ästhetik und eine viel bessere Akustik als zuvor: Das neue Konzertzimmer der Staatskapelle Dresden wird heute Abend im Konzert eingeweiht.

Quelle: Matthias Creutziger

Dresden. Warum dieses Zimmer um Klassen besser ist als das alte, erklärt Jan Seeger, der Technische Direktor der Staatsoper, im Kurz-Interview mit Nicole Czerwinka.

Frage: Warum war denn das alte Konzertzimmer nicht mehr tauglich?

Jan Seeger: Das Zimmer stammte aus dem Jahr 1992. Es wurde in diesen 23 Jahren viele hundert Male, wenn nicht sogar mehr als tausend Mal, auf- und abgebaut und war einfach abgenutzt. Zudem gab es auch akustische Mängel, die sich besonders auf die Klarheit des Klanges der Bläser und Schlaginstrumente ausgewirkt hat. Und auch optisch war das Zimmer nicht mehr zeitgemäß, denn es war - etwa wenn wir DVDs aufnehmen - für die Aufnahmen mit heutigen HD-Kameras nicht tauglich.

Was ist jetzt optisch und akustisch besser als zuvor?

Wenn man das alte mit dem neuen Konzertzimmer vergleicht, ist es ein bisschen wie der Vergleich eines Trabants mit einem Mercedes. Die optische Gestaltung ist nach Skizzen erfolgt, die Gottfried Semper für das erste Opernhaus 1841 angefertigt hat. Sie wurden meines Wissens nach bislang nie verwirklicht. Wir haben jetzt ein homogenes Bild, der Übergang von Bühne zu Saal ist nahtlos, das Konzertzimmer greift Architekturdetails des Zuschauerraums auf. Akustisch ist es viel brillanter als das alte. Wir haben dazu über einen langen Zeitraum immer wieder Akustikproben in Abstimmung mit Herrn Thielemann und der Kapelle gemacht.

Das klingt nach einem großen Aufwand...

Es war ein sehr großer Aufwand. Der Prozess hat sich über drei Jahre hingezogen, wir haben zunächst maßstäbliche Modelle gebaut, mussten Farbtöne recherchieren, die gestalterischen Details festlegen. Zudem war es wichtig, dass sich das Konzertzimmer schnell auf- und abbauen lässt, damit der Opernbetrieb nicht behindert wird. Es wurde in Italien von zwei führenden Firmen in diesem Fach realisiert, einem Hersteller in Padua und einem Dekorationsbauer aus Mailand. Das Ganze hat rund 1,3 Millionen Euro gekostet, die uns der Freistaat zur Verfügung gestellt hat. Aber es ist der Staatskapelle angemessen.

Konzert heute, 20 Uhr, Semperoper Dresden

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