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Die Premiere "2 Genies am Rande des Wahnsinns" vereint in der Dresdner Comödie zwei bekannte Namen

Die Premiere "2 Genies am Rande des Wahnsinns" vereint in der Dresdner Comödie zwei bekannte Namen

Alte Haudegen? Vielleicht eher erfahrene Theaterhasen. So lassen sich Heinz Behrens (80) und Heinz Rennhack (76) wohl am kürzesten charakterisieren. Die beiden noch aus DDR-Tagen bekannten Schauspieler geben sich demnächst als recht eigenwillige Gegner die Ehre auf der Bühne der Dresdner Comödie, als "2 Genies am Rande des Wahnsinns".

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Haben zusammen 156 Jahre auf dem Buckel und bleiben der Bühne immer noch verbunden: Heinz Behrens (l.) und Heinz Rennhack.

Quelle: Chris Gonz

Darin, das kann vorweggenommen werden, treffen sie als Komiker (Rennhack) und Ex-Staatsschauspieler (Behrens) - beide arbeitslos - auf einer Probebühne zusammen.

"Wir sind im Stück, wie es am Theater immer ist, sofort Freunde", gab Rennhack ironisch einen Vorgeschmack auf die Auseinandersetzungen, die sich beide auf der Bühne liefern werden. Regisseur Sebastian Wirnitzer, der mit Rennhack bereits ein Loriot-Programm in Eisenach und Meiningen erarbeitete, umschrieb das Stück etwas anders: "Wir schauen der alten Dame Theaterprobe unter den Rock." Worauf Rennhack wiederum wissen ließ, er sei katholisch und mit solchen Bildern nicht vertraut. Sprach's und lächelte.

Die Comödie dürfte damit erneut in erfolgreichen Fahrwassern unterwegs sein. Nach dem anhaltenden Erfolg der "Kalender Girls", die übrigens im Juni wieder auf dem Spielplan stehen, setzt das Theater auch mit Behrens und Rennhack auf bekannte Köpfe aus DDR-Tagen. Trotzdem relativierte Geschäftsführer Olaf Maatz: "Sie sind einfach die beste Besetzung für dieses Stück." Zwei Fliegen mit einer Klappe, lässt sich konstatieren.

Es ist jedenfalls das erste Mal, dass die beiden Schauspieler gemeinsam Theater machen. "Wir traten nur im Jahr 2000 einmal zusammen bei ei-ner Silvestersendung des MDR auf, haben dort gesungen, getanzt, gesketcht", erinnerte sich Behrens. "Außerdem kannten wir uns aus Berlin."

Beim Thema DDR, in der beide ihr Handwerk erlernten, zeigte sich Rennhack mit Blick auf Dresden kurz ungehalten. In keiner anderen Stadt sei es so, dass er nach kurzer Zeit zu hören bekomme, früher in der DDR sei vieles besser gewesen. "Es ist zum Kotzen." Doch das Aufbrausen währt nur kurz. "Ich wollte zeigen, dass ich mich noch erregen kann", fügte Rennhack, schon wieder lächelnd, hinzu.

Für das Stück aus der Feder der Zwillingsbrüder Ingo und Ralph Woesner (die selbst schon mit ihrer eigenen "Herricht und Preil"-Variante in der Comödie gastierten) laufen die Proben seit dem 15. April. Die dort geführten Auseinandersetzungen seien mittlerweile nicht mehr so heftig wie früher, räumte Rennhack ein. "Wir teilen uns die Kräfte jetzt besser ein", versicherte er mit Blick auf das Alter.

Für die Bühne, die vor kurzem die endgültige Absage des Stadion-Spektakels "Elf Mann im Abseits" verkünden musste (DNN berichteten), ist die professionelle Arbeit mit den beiden "Theater-Rentnern" jedenfalls Balsam. Das Stück "2 Genies am Rande des Wahnsinns" soll zum bisher guten Jahr 2013 beitragen. Für 2012 ließ Maatz auf Anfrage noch wissen, dass insgesamt rund 120000 Karten verkauft worden seien. Damit sei er sehr zufrieden, auch wenn nicht alle Inszenierungen den gewünschten Erfolg gehabt hätten. "Wir liegen auch mal daneben, 'Cat Ballou' war sicher kein Meisterwerk", meinte Maatz.

Last but not least ließ der Theaterchef durchblicken, dass die Comödie in diesem Jahr erstmals keine Sommerpause machen werde. Am 7. August steht dafür die Premiere der Boulevard-Komödie "Landeier oder Bauern suchen Frauen" auf dem Programm.

i"2 Genies am Rande des Wahnsinns", öffentliche Generalprobe 15. Mai, Vorpremiere 16. Mai, Premiere 17. Mai

www.comoedie-dresden.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.05.2013

Torsten Klaus

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