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Die Ostrale endet und hat erstmals die 20.000-Besucher-Marke geknackt

Vage Zukunft Die Ostrale endet und hat erstmals die 20.000-Besucher-Marke geknackt

Bis zum Sonntag kann sie noch besucht werden: die Ostrale 2015. Dresdens große jährliche Ausstellung für zeitgenössische Kunst wird nach DNN-Informationen erstmals mehr als 20 000 Besucher verzeichnen, gut 4000 Schüler haben die Schau gesehen.

Dresden. Bis zum Sonntag kann sie noch besucht werden: die Ostrale 2015. Dresdens große jährliche Ausstellung für zeitgenössische Kunst wird nach DNN-Informationen erstmals mehr als 20 000 Besucher verzeichnen, gut 4000 Schüler haben die Schau gesehen. Doch wie sieht die Zukunft aus, vor allem was das Gelände der Ostrale angeht? Eine kurze Bestandsaufnahme.

Zuallererst steht eine Kontaktaufnahme an. Die Initiatoren der Ostrale werden sich in naher Zukunft mit der Dresdner Gesellschaft für Immobilienwirtschaft (DGI) treffen, die Eigentümerin der Immobilie ist. Mit der DGI soll der bestehende Mietvertrag verlängert werden. Sollte es nicht dazu kommen, „ist zum 31. Dezember für uns definitiv Schluss“, wie es Bernd Kugelberg, seit Jahren einer der engsten Unterstützer der Ostrale, unmissverständlich formuliert. Auch deshalb, weil es laut seiner Aussage „keine alternative Immobilie“ für die Ostrale gebe.

Sollte der Vertrag verlängert werden, stehen wieder andere Probleme an. Ein mögliches Szenario: Die Ostrale-Macher werden nicht Eigentümer der Immobilie, sondern bekommen eine Möglichkeit der langfristigen Nutzung, als Erbpächter zum Beispiel. Dabei aber bleibt es dann auch, sprich: Es kommt kein Geld von der Stadt mehr noch dazu.

Diese Chance sieht auch Kugelberg. „Wenn 2016 die Frage auf uns zukommt, die Immobilie unter solchen Bedingungen zu übernehmen, steht dann natürlich die Frage im Raum: Trauen wir uns das zu?“ Denn um die bitter notwendige Sanierung voranzutreiben, „brauchen wir etwa drei Millionen Euro“, sagt Kugelberg. Das heißt bei fehlendem Geld der öffentlichen Hand: ein Mäzen, ein Großinvestor muss her – oder zumindest einer, der beim Thema Geld den berühmten ersten Schritt macht, in der Hoffnung, dass andere folgen mögen. Doch selbst für den Fall, dass solche Faktoren zusammenkämen, warnt Kugelberg. „Wenn wir dann die Erwartungshaltung wecken, dass das schon irgendwie gehen wird, wäre das tödlich.“ Sollte von Seiten der Ostrale alles versucht werden und trotzdem im Ergebnis das Scheitern stehen, „sollte man keine Häme ausschütten“.

Ein anderer eventuell gangbarer Weg in Sachen Geld würde über die Fördermittel für den Städtebau gehen. Doch da brauche es einen Planungsvorlauf von mindestens zwei Jahren, wie Kugelberg einschätzt.

Die Flinte ins Korn werfen aber will er nicht. Im November soll es einen Gesprächstermin mit dem neuen Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) und der neuen Kulturbürgermeistern Annekatrin Klepsch (Linke) geben. Bislang habe man mit Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) ebenso wie mit den Fraktionen und Parteien gesprochen. Er habe schon den Eindruck, dass sich die Beteiligten um ein Resultat bemühen, sagt Kugelberg. „So oder so: Es gibt nur eine langfristige Lösung oder keine.“

Torsten Klaus

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