Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Google+
"Die Lage hat sich zugespitzt" - Immer mehr Kreativen in Dresden fehlen die Räume

"Die Lage hat sich zugespitzt" - Immer mehr Kreativen in Dresden fehlen die Räume

Die Kunstszene Dresden ist bunt und vielfältig. Doch es fehlen die Räume für Künstler, Musiker und Freiraumprojekte. Die Galerie Adam Ziege musste schließen, der Freiraum Elbtal e.

Voriger Artikel
Das Heinrich Schütz Musikfest frischt sich weiter auf - Am Donnerstag beginnt der Vorverkauf für ausgewählte Konzerte
Nächster Artikel
Staunenswert, großartig: Die Oper "Der Löwe von Venedig" in Annaberg-Buchholz
Quelle: dpa

V. sein Gelände an der Elbe verlassen. Auch der Umsonstladen in der Neustadt befürchtet einen baldigen Umzug.

Die Raumnot der Künstler kann auch Peggy Stockhowe vom Kulturbüro Dresden bestätigen. „In der letzten Zeit häufen sich die Anfragen von Künstler, die zum Teil schon einen Finanzierungsplan ausgearbeitet haben, aber einfach keinen geeigneten Raum finden“, erzählt die Sozialarbeiterin. Große Ansprüche hätten die meisten Kreativen nicht an die Räume, nur bezahlbar müssten sie sein. „Die Schwierigkeit besteht darin, dass die Kommune kaum noch Räume hat und es für private Eigentümer nicht lukrativ ist, an Künstler zu vermieten“, erzählt Peggy Stockhowe gegenüber DNN-Online.

Das Kulturbüro würde sich wünschen, dass sich die Stadt mehr Gedanken über die Bedingungen für Kreative in Dresden macht. So könnte die Stadt Kulturhäuser erwerben, um diese dann Maler oder Musikern zu Verfügung zu stellen. Alternativen für freie Räume sieht Stochhowe im Gelände der Feuerwehr auf der Louisenstraße und dem Sachsenwerkgelände.

php04e90eed8e201304181003.jpg

Das Bandhaus auf der Gasanstaltstraße in Reick.

Zur Bildergalerie

Maik Roßmann von "Wir gestalten Dresden" glaubt nict daran, dass es eine geeignete Lösung wäre, wenn die Stadt Häuser für Kreative zur Verfügung stellen würde.  „Ich glaube nicht, dass es funktionieren würde, wenn die Stadt von oben Räume zur Nutzung vorgibt“, so Roßmann. Stattdessen könnte die Stadt in der Vermittlung zwischen Immbolienbesitzern und Kreativen helfen. Als Gründe für die fehlende Räume sieht der Geschäftsführer vom Branchenverband Wir gestalten Dresden unter anderen den Geburtenboom und den regen Zuwachs nach Dresden. „Dresden wächst in alle Richtungen“.

Die steigende Raumnot der Dresdner Künstler beobachtet aus Verena Andreas von der Kreativraumagentur. „Die Lage in Dresden hat sich in den letzten anderthalb Jahren zugespitzt. Es gab sehr viele Eigentümerwechsel und die Kommunikation mit Nicht-Dresdner Eigentümer gestaltet sich manchmal schwierig“, so Andreas. Eine ihrer Aufgaben sieht Verena Andreas auch in den vertrauensbildenden Gesprächen mit den Eigentümern der Immobiliene. Zum Teil müssten Vorurteile ausgeräumt werden. Manche Eigentümer hätten Angst, dass die Künstler ihre Mieten nicht pünktlich zahlen. Das Projekt "Kreativraumagentur" hat sich es sich zur Aufgabe gemacht, zwischen der Immobilienwirtschaft und den Kreativen zu vermitteln.

Julia Vollmer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur News

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr