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Die Dresdner Band St George hat sich auf dem neuen Album "Goldwerth" für die Eingängigkeit entschieden

Die Dresdner Band St George hat sich auf dem neuen Album "Goldwerth" für die Eingängigkeit entschieden

Wer gerade aufmerksam und neugierig durch die Straßen von Dresden läuft, entdeckt an zahlreichen Litfaßsäulen und Straßenlaternen knallrote Plakate mit der Aufschrift: St George.

Sie sind wieder da! Beziehungsweise waren sie gar nicht weit weg. Eifrig hat die Dresdner Band im Studio an ihrem zweiten Album getüftelt und heute Abend wird es endlich mit Trompeten und Fanfaren dem Publikum präsentiert.

Doch wer verbirgt sich eigentlich hinter St George? Im Bandtitel ist von Frontmann Georg die Rede. Das Projekt hat er vor etwa vier Jahren auf den Weg gebracht und sich damit in neue musikalische Gefilde getraut. Georg sang damals noch in der Band "NASH". Doch selbst diese harteingesessenen Rockmusiker konnten sich seinen melodischen Einflüssen nicht entziehen. Zu Recht, denn in Georgs Bauchgefühl schlummert Potenzial. Das erkannten auch seine NASH-Kollegen Martin und Volker und schlossen sich ihm im Jahr 2013 an. St George war damit endlich komplett.

In den folgen Monaten standen bereits die ersten Aufritte an: Volker an den Tasten, Martin an den Drumsticks und Georg mit seiner markanten Stimme am Mikrofon. Sie selbst beschreiben ihre Musik als eine Mischung aus Retro-Pop-Eighties und futuristischen Elektroklängen. Klingt ein bisschen schräg - ist es auch. Doch genau das will St George. "Unser gesamtes Konzept ist experimentell und ein wenig schräg, von unserem Sound über unser visuelles Auftreten bis hin zu den Musikvideos", erklärt Georg.

Ihren letzten Videodreh hatten sie genau vor einer Woche in einem alten verlassenen Funkgebäude - mit goldenen Kostümen, zahlreichen Requisiten und abstrakter Körperbemalung. Das entspricht genau dem ausgefallenen Konzept von St George. Diesmal hatten sie sogar prominente Unterstützung beim Dreh. Die Schauspielerin Amelie Kiefer bekannt aus "Die Welle" und "3 Zimmer/ Küche/ Bad" stand mit St George für die neuen Single "Monster" vor der Kamera. "Monster" ist einer von insgesamt zwölf neuen Songs, an denen die Band fast anderthalb Jahre gearbeitet hat. Das Warten hat sich gelohnt. Ihr zweites Album "Goldwerth" bleibt dem experimentellen Grundcharakter der Band zwar treu, doch ihre Musik ist eingängiger. "Unsere Songs sind poppiger geworden und folgen einer klareren Struktur", sagt Frontmann Georg. Als radiofreundlicher könnte man sie auch bezeichnen. "Mainstream", würden Hipster sagen. Doch was ist falsch daran, Musik zu produzieren, die viele Menschen gut finden? St George möchte kein musikalisches Nischenprodukt sein. Georg sagt: "Wir möchten interessante Popmusik machen durch originelle Texte und eine kreative Produktion."

Mit ihrem zweiten Album wollen St George richtig durchstarten. Als kämpferisch, fast kriegerisch lässt sich deshalb auch die Grundstimmung von "Goldwerth" beschreiben. Verzerrte Stimmen unterlegt mit chorhaften Gesängen wie etwa in der Singleauskopplung "Glow" unterstützen diese euphorische Atmosphäre. Es geht um das Herausfinden der eigenen Grenzen und der Konfrontation mit seinen Ängsten - um das Entdecken seines Selbstwertgefühls und letztlich die Frage: Was bist du dir eigentlich selbst wert? "Goldwerth"?

Wer darauf keine Antwort weiß, lässt sich am besten vom neuen Album inspirieren. Denn dafür wurde die Kunstfigur St George schließlich erfunden; um uns Mut zu machen, wir selbst zu sein, so Sänger Georg. Also lasst uns endlich den ersten Schritt wagen, zum Beispiel heute Abend auf die Tanzfläche!

Record Release Party, ab 20 Uhr in der Reithalle Straße E; Tickets im VVK: 11,15 Euro

www.stgeorgeofficial.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.03.2015

Lisa Kirsten

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