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Die Comödie Dresden begeht ihr 20-Jähriges

Die Comödie Dresden begeht ihr 20-Jähriges

"In 20 Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die du nicht getan hast, als über die Dinge, die du getan hast. Also löse die Knoten, laufe aus dem sicheren Hafen. Erfasse die Passatwinde mit deinen Segeln. Erforsche. Träume", sagte einmal Mark Twain.

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Intendant Christian Kühn und Geschäftsführer Olaf Maatz.

Quelle: Chris Gonz

Dresden. "In 20 Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die du nicht getan hast, als über die Dinge, die du getan hast. Also löse die Knoten, laufe aus dem sicheren Hafen. Erfasse die Passatwinde mit deinen Segeln. Erforsche. Träume", sagte einmal Mark Twain, der geistige Vater von Tom Sawyer und Huckleberry Finn. Ob Jürgen Wölfer ähnlich dachte, als er am 6. September 1996 im World Trade Center mit der Komödie Sachsens größtes Privattheater eröffnete? Und auch der Wechsel der Geschäftsführung 2011 änderte nichts daran, dass man weiter Theater spielt, um nicht enttäuscht zu sein, dass man dieses oder jenes im Leben nicht gemacht hat.

Aus der Komödie wurde 2011 die Comödie, wobei der Name an die Schreibweise von Dresdens erstem Comödienhaus anno 1667 anknüpfte. Und ob nun von Passatwinden erfasst oder nicht, an Zuspruch von Dresdnern und Touristen für das Haus mangelt es nicht. In der Spielzeit 2014 konnte man sich über 100 000 Besucher freuen, diese Marke wurde nun bereits im vergangenen September geknackt, wie Comödien-Geschäftsführer Olaf Maatz gestern mitteilte. Man rechnet mit einer Steigerung der Zahlen um 30 Prozent, hofft Ende des Jahres um die 130 000 Besucher vermelden zu können. Und da seien die rund 14 000 Jugendlichen, die alljährlich in der Comödie ihre Jugendweihe erleben, nicht mal mitgezählt. Die Auslastung liegt bei 60 bis 70 Prozent, nicht schlecht für ein Haus mit einem über 640 Plätze bietenden Saal. Die größten Publikumserfolge: die beiden Inszenierungen "Die Feuerzangenbowle" mit Volker Zack und "Opa ist die beste Oma" mit dem zur Freude seiner vielen Fans der Bühne einfach nicht Adieu sagen wollenden Herbert Köfer in den jeweiligen Hauptrollen.

Zum Erfolg trug auch das erste SommerOpenAir bei, das von Anfang Juli bis Mitte August im Innenhof des benachbarten Hotels Elbflorenz zu erleben war. Rund 4500 Dresdner und Touristen amüsierten sich in dem zu achtzig Prozent ausgelasteten Sommerspaß "Wir sind dann mal kurz weg". Das schrie nach Fortsetzung - und die wird es geben (ab 1. Juli) mit der Uraufführung der von Christian Kühn, dem künstlerischen Leiter der Comödie, verfassten Stück "Scharfe Brise. Die Rettungsschwimmer vom Tittisee".

Sonst was Neues im Westen (der Altstadt)? "Wir haben das Marketing verbessert!!", lässt Maatz wissen. Und zum Geburtstag gönnt man sich auch eine neue Homepage, "jugendlich-moderner, frischer". Im Sommer 2016 wird man auch das Foyer umgestalten, aufhübschen. Der Teppich hat nach 20 Jahren definitiv seine Schuldigkeit getan und kommt raus, alles andere an Veränderungen ist noch in der Findungsphase.

Unter den sieben Neuproduktionen, die in der Spielzeit 2016 eben nicht auf einem Streich, sondern sukzessive gestemmt werden, befinden sich Uraufführungen - mit dem sich an (unfreiwillige) Langzeit-Singles wie Ehe-Insassen wendenden Werk "Höchste Zeit", mit Teil Zwo des Erfolgsstückes "Heiße Zeiten" sowie "Der Nanny" erneut einem Kinoerfolg als Bühnenadaption. Da sollen eigentlich alle auf ihre Kosten kommen, außer diejenigen natürlich, die es zum Lachen partout in den Keller zieht. Gestartet wird der Premieren-Reigen der kommenden Spielzeit am 20. Februar 2016 mit der Comedy-Revue "Ganz großes Kino". Christian Kühn, der in "Restlos ausverkauft!" schon mal in 44 Rollen schlüpfte, wird an der schönen Seite von Dorothea Maria Kriegl binnen zwei Stunden unvergessliche Momente legendärer Kinoklassiker beschwören, wobei die umtriebige wie gefeierte Band The Firebirds bei dieser Achterbahnfahrt der Gefühle den Soundtrack beisteuert. Gespannt darf man auch sein auf die Uraufführung der Komödie "Herz trifft Macher". Diese beruht auf dem Roman "Anleitung zum Entlieben" von Conni Lubek. Stets mit von der Partie: "Curd Rock", eine im Internet mittlerweile zum Kult anvancierte Stoffpuppe, die die Geschichte aus ihrer Sicht kommentiert. Kühn, der Regie führen wird, ist sich sicher, dass diese "Liebeskummerkomödie" ein Renner werden wird.

Nächste Premiere an der Comödie ist am 4. Dezember, wofür Kühn nach den Kultbüchern von Gerhard Holtz-Baumert "Alfons Zitterbacke" in Szene zu setzt. Fabian Becker spielt den eigentlich ganz normalen, aber doch immer wieder ins Fettnäpfchen tretenden und von Unglücken aller Art heimgesuchten Alfons - Becker bringe "die Optik für einen zehnjährigen Lausejungen mit", versichert Maatz. Die Musik hat Andreas Goldmann komponiert. Er zeichnete schon für diverse Bühnenmusiken und Musicals verantwortlich, etwa für "Die Weihnachtsgans Auguste", "Spuk unterm Riesenrad" und "Willie, der Weihnachtsstollen". Der Vollständigkeit halber: Im Programm gibt es auch zehn Wiederaufnahmen, ob nun "Machos auf Eis" oder "Zwei Genies am Randes des Wahnsinns" mit Rennhack und Heinz Behrens.

christian ruf

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