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"Die Atmosphäre war einfach grandios" - DNN-Gespräch mit Kruzianer Lucas Opitz über die Japan-Tournee, seinen ersten Auftritt, Hobbys und Terminstress

"Die Atmosphäre war einfach grandios" - DNN-Gespräch mit Kruzianer Lucas Opitz über die Japan-Tournee, seinen ersten Auftritt, Hobbys und Terminstress

Frage: Sie gehörten zu den 36 Kruzianern, die mit dem Chor auf Japantournee waren. Lucas Opitz: Beeindruckt war ich, wie riesig alles in Japan ist, wie groß die Häuser sind und vor allem, wie viele Menschen dort leben.

Frage : Sie gehörten zu den 36 Kruzianern, die mit dem Chor auf Japantournee waren. Was hat Sie fasziniert dort?

Lucas Opitz: Beeindruckt war ich, wie riesig alles in Japan ist, wie groß die Häuser sind und vor allem, wie viele Menschen dort leben. Das ist schon gewaltig. Einmal sind wir nachts mit dem Flugzeug über Tokio geflogen. Die vielen Lichter über der Stadt zu sehen, das war schon gigantisch. Die Japaner sind nette Leute, immer freundlich und hilfsbereit. Aufgefallen ist mir, dass sie sehr schnell sind. Sie laufen von A nach B, ohne nach links und rechts zu schauen.

Wo in Japan sind Sie aufgetreten?

Vor allem in Tokio, aber auch in Nagoya und Osaka. Wir haben zum Beispiel in der berühmten Tokio Opera City Hall ein Konzert gegeben. Später sind wir in den Norden nach Sapporo geflogen, mit dem Zug nach Hakodate auf die Insel Hokkaido gefahren und dann zurück nach Tokio geflogen. Von dort aus ging es in das vom Tsunami betroffene Gebiet Miyagi. Dieses letzte Konzert in der Nakaniida Bach Hall haben wir den Menschen gewidmet, die in dem zerstörten Gebiet leben. Miyagi liegt ungefähr 100 Kilometer von Fukushima entfernt. In den 14 Tagen vom 26. November bis 10. Dezember haben wir insgesamt neun Konzerte gegeben.

Heute Abend tritt der Kreuzchor mit dem Weihnachtsoratorium in der Kreuzkirche auf. Was steht für Sie noch alles an in diesem Jahr?

Wir treten an diesem Wochenende noch viermal mit dem Weihnachtsoratorium in der Kreuzkirche auf. Nächste Woche stehen außerdem zwei Weihnachtsliederabende an. Dann kommen die beiden Christvespern und die Christmette am 24. und 25. Dezember. Nicht zu vergessen die ganzen Proben vor den Konzerten.

Und Schule ist doch jetzt auch noch, oder?

Genau. Für uns Kruzianer fallen aber jetzt Stunden aus, weil wir noch zur Probe müssen. Das Dilemma ist, dass sehr viel Stoff nachzuholen bleibt. Damit können wir aber nicht bis zu den Ferien warten. Wir müssen uns also in der wenigen Freizeit, die uns bleibt, hinsetzen und lernen.

Haben Sie schon einmal überlegt, mit dem Singen aufzuhören, weil es zu stressig ist?

Ich hab' mich schon gefragt, ob ich das überhaupt noch will. Ich habe ja noch eine ganze Reihe Hobbys. Ich spiele Volleyball, gehe viermal pro Woche tanzen - einmal Gesellschaftstanz und dann noch Showtanz. Und eigentlich will ich gern noch Turniertanz machen. Dazu habe ich jetzt leider keine Zeit. Und dann spiele ich ja auch noch Klavier, Geige und Gitarre. Aber ich glaube schon, dass ich Kruzianer bleiben möchte.

Sind Sie musikalisch "vorbelastet"? Was machen Ihre Eltern?

Nicht unbedingt. Meine Mutter ist Schneiderin an der Staatsoperette, mein Vater ist Diplomingenieur.

Wie wird man Kruzianer?

Es gibt beim Kreuzchor eine "Nachwuchslehrerin", die sich in den Grundschulen nach Talenten umschaut. Ich habe ihr in der 1. Klasse vorgesungen. Ab der 3. Klasse war ich dann ein richtiger Kruzianer, habe in der 4. und 5. Klasse auch im Alumnat gewohnt, obwohl ich in Tolkewitz zu Hause bin. Das war Pflicht.

Können Sie sich noch an Ihren ersten Auftritt erinnern?

Das weiß ich sogar noch ziemlich genau. Ich durfte zum ersten Mal mit dem gesamten Chor und dem Orchester das Weihnachtsoratorium singen. Die Kreuzkirche war voll und ich war total begeistert. Beim allerersten Stück "Jauchzet, frohlocket" fängt die Pauke an, und ich fand die Atmosphäre so grandios, dass ich die ganze Zeit auf den Pauker geguckt habe.

Es gibt Kürzungspläne, der Kreuzchor soll sparen. Können Sie sich vorstellen, noch öfter aufzutreten?

Das fände ich nicht gut. Wir sind wirklich sehr beschäftigt. Man sollte bedenken, dass auch die Schule nicht zu kurz kommen darf. Wir müssen ja am Gymnasium bestehen, um im Kreuzchor bleiben zu können. Das Elterngeld zu erhöhen, kann auch nicht der richtige Weg sein.

Wissen Sie schon, was Sie später einmal werden möchten?

Ja, wir nehmen ja auch oft CDs auf, und ich bin begeistert davon. Wenn ich das Abi geschafft habe, würde ich gern nach Berlin gehen und Tonmeister studieren. Später möchte ich dann mein eigenes Tonstudio haben.

Was ist Ihr Lebensmotto?

Ganz einfach: Das Leben muss Spaß machen und es muss vor allem auch weitergehen, wenn die Sache mit dem Kreuzchor vorbei ist. Deshalb versuche ich mir mit meinen Hobbys möglichst viele Türen offenzuhalten.

Gespräch: Katrin Richter

Lucas Opitz ist Kruzianer und geht in die zehnte Klasse. Im Kreuzchor singt er, seit er neun ist. Am Dienstag ist der 16-Jährige zurückgekehrt von der zweiwöchigen Tournee des Chors durch Japan. Und gestern Abend hat er mit im Weihnachtsoratorium in der Kreuzkirche gesungen. DNN fragten Lucas Opitz, wie es ihm gefallen hat in Japan, wie er zum Kreuzchor gekommen ist und ob ihm bei dem enormen Pensum an Proben und Auftritten überhaupt noch Zeit bleibt für Hobbys.

Freitag, 14. Dezember, 19 Uhr, Kreuzkirche, Weihnachtsoratorium

Sonnabend, 15. Dezember, 17 Uhr, Kreuzkirche, Weihnachtsoratorium

Sonntag, 16. Dezember, 17 Uhr, Kreuzkirche, Weihnachtsoratorium

Montag, 17. Dezember, 10.30 Uhr, Weihnachtsoratorium (Schulkonzert)

Freitag, 21. Dezember, 19 Uhr, Kreuzkirche, Weihnachtsliederabend

Sonnabend, 22. Dezember, 17 Uhr, Kreuzkirche, Weihnachtsliederabend

Montag, 24. Dezember, 14.15 Uhr und 16.30 Uhr, Kreuzkirche, Christvesper

Dienstag, 25. Dezember, 6 Uhr, Kreuzkirche, Christmette

Montag, 31. Dezember, 16 Uhr, Kreuzchorvesper

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.12.2012

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