Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 2 ° Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Google+
Die 4. Biennale Tanzausbildung ist vom 15. bis 23. Februar erstmals in Dresden zu Gast

Die 4. Biennale Tanzausbildung ist vom 15. bis 23. Februar erstmals in Dresden zu Gast

Wo auch immer derzeit in Deutschland junge Tänzer auf ihren so herausfordernden künstlerischen Beruf vorbereitet werden, braucht es dafür viel Ermutigung und natürlich eine entsprechende professionelle Befähigung.

Voriger Artikel
Euphorie im Schuhkarton - Die Fans feiern Depeche Mode in der ausverkauften Messehalle Dresden
Nächster Artikel
13. Februar in Dresden: Gedenkkonzerte von Staatskapelle, Philharmonie und Kreuzchor

Jason Beechey

Quelle: Archiv

Und das verlangt eine Ausbildungsstruktur, die für solche Entwicklungen auch die erforderlichen Freiräume lässt. Was für Jason Beechey, seit bald acht Jahren Rektor der Palucca Hochschule für Tanz Dresden, eine grundsätzliche Frage ist. Somit hat er als künstlerischer Leiter der 4. Biennale Tanzausbildung - sie findet vom 15. bis 23. Februar erstmals in Dresden statt - auch dafür gesorgt, dass sich diese auf das Thema konzentriert: "Education-profession - a creative process". Gabriele Gorgas stellte ihm zu Anspruch und Programm des herausragenden Treffens einige Fragen.

Frage: Sie stellen dieser Biennale voran, Tanzausbildung und Beruf als gemeinsamen künstlerischen Prozess zu begreifen und suchen nach entsprechenden Lösungen auch an der Palucca Hochschule. Was treibt sie an, was bewegt Sie dazu?

Jason Beechey: Meine eigene Tanzausbildung war rein klassisch und ich habe im Verlauf einer fast 15jährigen Profikarriere immer wieder zu spüren bekommen, wie wenig ich auf die Fähigkeit zum Improvisieren vorbereitet war. Auch heute noch gibt es in der Ausbildung vielfach eine Trennlinie zwischen dem klassischen und dem zeitgenössischen Tanz. Und ebenso zwischen der Ausbildungswelt und der Berufswelt. Das ist nicht in meinem Sinne. Ich verstehe mich eher als eine Art Katalysator. Einer, der andere zusammenbringt, der Pädagogen, Choreografen, Studierenden die Arbeit miteinander auf unterschiedliche Weise ermöglicht. Damit schließlich jeder seine eigene Fantasie, Kreativität und Körperwahrnehmung voll entfalten kann.

Und wie findet sich dieser Anspruch im Programm der 4. Biennale Tanzausbildung?

Dieses Forum versteht sich vor allem als eine Art Austausch. Es ist kein Festival oder etwas ähnliches. In diesem Jahr arbeiten national wie auch international renommierte Kompanieleiter und Ballettchefs mit den Studierenden, nehmen sich Zeit für den künstlerischen Nachwuchs. Dazu gehören beispielsweise Sasha Waltz und Gäste, Marguerite Donlon, Jan Pusch oder Fréderik Flamand. Und auch The Forsythe Company. Es gibt Workshops, gemeinsames Training und ein zweitägiges Fachsymposium im Deutschen Hygiene-Museum, wo derzeit mit der Ausstellung "tanz! Wie wir uns und die Welt bewegen" sowie diversen Veranstaltungen weit mehr als nur ein spezielles Tanzpublikum angesprochen wird.

Wer nimmt an diesem Treffen in Dresden teil?

Zunächst sind es die zehn nationalen Ausbildungsstätten für Tanzausbildung mit Studierenden und Pädagogen, darunter Teilnehmer aus Essen, Frankfurt am Main, Köln, Berlin, Mannheim und Hamburg. Und natürlich Dresden. Zu dieser Biennale werden aber auch internationale Institutionen kommen. Zum ersten Mal. So erwarten wir in Dresden Studierende der Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten, der Codarts - Rotterdamse Dansacademie, von Canada's National Ballet School Toronto, der Vaganova Ballet Academy of Russian Ballet St. Petersburg und der Houston Ballet Academy. Eine starke internationale Präsenz und Relevanz, eine gute Vernetzung ist heute für jede Ausbildungsstätte unerlässlich, und die Absolventen nutzen jede Chance, um weltweit Engagements zu finden.

Wir sind in Dresden als einzige eigenständige Hochschule für Tanz in Deutschland mit unseren drei Grundsäulen - klassisch, zeitgenössisch, Improvisation - und der Ausbildung ab dem zehnten Lebensjahr auf besondere Weise privilegiert, nutzen einen Campus mit besten Möglichkeiten, arbeiten eng zusammen mit der Semperoper wie auch mit The Forsythe Company und Hellerau. Und das sind ebenso unsere Partner, wenn es um ein solches Projekt wie die Ausbildungsbiennale geht.

Wie öffentlich ist diese überhaupt? Was können sich Tanzinteressierte anschauen?

Die Dresdner und natürlich auch die Teilnehmer und Gäste der Ausbildungsbiennale finden im Rahmenprogramm viele Möglichkeiten, sich über den aktuellen Stand der Tanzausbildung in Deutschland und international zu informieren. Wir erwarten neben etwa 200 Teilnehmern mehr als 1000 Gäste. Es gibt zwölf Veranstaltungen, darunter auch die beiden Abende in der Semperoper am 17. und 18. Februar, wo sich die Ausbildungsstätten mit eigenen Beiträgen vorstellen. Wer will, der kann jeden Abend eine andere Veranstaltung besuchen und so das ganze Spektrum von Tanzstudierenden über professionelle Kompanien und Institutionen bis hin zur freien Szene auf der Bühne erleben.

Programm unter www.biennale-tanzausbildung.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.02.2014

Gabriele Gorgas

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur News

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr