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„Der kleine Prinz“ als erfrischende Inszenierung mit Tänzern und Musikern vom Heinrich Schütz Konservatorium Dresden e.V.

Ist der Hase ein Fuchs? „Der kleine Prinz“ als erfrischende Inszenierung mit Tänzern und Musikern vom Heinrich Schütz Konservatorium Dresden e.V.

Zum Fachbereich Tanz des Heinrich-Schütz-Konservatoriums Dresden e.V. (HSKD) gehören derzeit etwa 750 Kinder und Jugendliche. Sie begeistern mit ihren Aufführungen, auch mit ihrer jüngsten: dem „Kleinen Prinzen“ nach dem Buch von Antoine de Saint-Exupéry.

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Alison Schönwald als der kleine Prinz und Jessi Schönwald in der Rolle vom Fuchs, der vielleicht auch ein Hase sein könnte.

Quelle: Gabriele Gorgas

Dresden. Manchmal fragt man sich, ob auch alle in der Stadt, die dafür mit Verantwortung tragen, tatsächlich wissen, wie außergewöhnlich wichtig und bemerkenswert der Fachbereich Tanz des Heinrich-Schütz-Konservatoriums Dresden e.V. (HSKD) ist. Zu diesem gehören derzeit etwa 750 Kinder und Jugendliche, und vielfach sind auch Geschwister dabei oder gar die Kinder von „Ehemaligen“. Das ist quasi ein geschützter Bereich für die Künste, ein kostbares Biotop, wo etwas heranwachsen und gedeihen kann.

Daran muss man einfach denken inmitten einer quirligen Besucherschar von Eltern, Großeltern, Geschwistern (auch im Kleinkindalter) und Freunden, die am Pfingstwochenende gleich zwei Aufführungen der neuen Inszenierung des Fachbereichs zur Auswahl hatten, und das im freundlichen Entgegenkommen nunmehr im Boulevardtheater Dresden. Schwer zu sagen, welche „Seite“ dabei wohl stärker aufgeregt gewesen ist – die über 50 Mitwirkenden auf der Bühne oder die absolut Anteil nehmenden Zuschauer im Saal. Nicht zu übersehen war, dass erstere (offenbar auch gut gelenkt im Hintergrund) allein schon im Ablauf bald wie Profis auf der Bühne agierten. Und der junge Cellist Rafael Knappe als Musikschüler des HSKD reagierte wunderbar souverän im Zusammenspiel mit den Tänzern. Alle Hochachtung!

Nicht minder verdienen diese auch jene, die die Aufführung von gut einer Stunde nach dem Buch von Antoine de Saint-Exupéry „Der kleine Prinz“ über alle Stationen und Abenteuer seiner Reise in Szene gesetzt haben: Brit Becker-Krüger, Nora Schott, Petra Steinert und Darina Umanskaja. Da ist so viel Spielfreude dabei, sind die Choreografien den jungen Tänzern quasi auf den Leib geschrieben. Und es lässt sich auch erahnen, was so alles an Tanztechniken in der Ausbildung gewichtet wird.

Die Darsteller erzählen die Geschichten nachvollziehbar in jeweiligen Gruppierungen sowie als Solisten, treten entsprechend kostümiert auf als Affenbrotbäume, Zahlen, Laternen und Untertanen. Zudem fällt auf, wie überhaupt jegliches in dieser Produktion (Konzeption Brit Becker-Krüger, Produktionsleitung Petra Steinert) besondere Sorgfalt und Engagement erfährt. Beginnend mit dem Licht, für das Ted Meier verantwortlich zeichnet, bis hin zu Sprache (im Einspiel: Thomas Stecher) oder zur musikalischen Leitung von Almuth Schulz. Das ist rundum ein wahrhaft gutes Team.

Auffällig sind ebenso die verrückten Kostüme dieser Inszenierung, entworfen von Anna Brotánková und Elise Richter, Studierende an der HfBK Dresden im Fachbereich Kostümgestaltung. Da wundert sich auch das Mädchen neben mir, die offenbar Expertin in Sachen „kleiner Prinz“ ist, wieso da eine Art von Hase auftaucht, der aber Worte vom Fuchs spricht. Das sind halt künstlerische Freiheiten, und so ein wenig Irritation schadet ja auch nicht wirklich, sondern regt eher das Nachdenken an.

Dass der kleine Prinz mit Alison Schönwald bei dieser Premiere bestens besetzt ist, war nicht zu übersehen. Sie spielt und tanzt die Rolle mit jener Natürlichkeit und Freude, die dieser Gestalt zu eigen ist. Und zudem kommt mit dem Fuchs auch noch ihre Schwester Jessi Schönwald mit ins Spiel. Was letztlich auch die These bestätigt, dass die Schütz-Tänzer nun wirklich und wahrhaftig eine große Familie sind.

 „Der kleine Prinz“, wieder am 18. Juni, Beginn 15 und 18 Uhr, dann in einer komplett anderen Besetzung bei „kids on stage“ im Festspielhaus Hellerau 

Von Gabriele Gorgas

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