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Der Dresdner Zwinger-Orangen-Sommer fällt dieses Jahr aus

Der Dresdner Zwinger-Orangen-Sommer fällt dieses Jahr aus

Kostenfreie künstlerische Veranstaltungen, blühende Orangenbäume in Kübeln sowie hochwertige Gastronomie - dieses Konzept für einen "Zwinger-Orangen-Sommer" stellt sich Christian Striefler, Chef des Staatsbetriebes Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen, vor.

Noch im Mai war Schlösserland-Chef Striefler zuversichtlich, den Orangen-Sommer ab Juni als neue Attraktion in und für Dresden präsentieren zu können. Doch jetzt musste Striefler die Unternehmung für dieses Jahr abblasen.

Der Stadt Dresden liegt zwar seit Mitte Mai ein Bauantrag der PAN GmbH als Veranstalter vor. Nachforderungen seitens des Denkmalschutzes seien vom Antragsteller PAN GmbH jedoch bis heute nicht eingereicht worden, teilte Stadtsprecher Kai Schulz auf DNN-Anfrage mit. Wie Schulz erläutert, muss sich der städtische Denkmalschutz im Einvernehmen mit der Landesdenkmalpflege entscheiden.

Die Hürden sind hoch. "Der Zwinger stellt ein Hauptwerk der europäischen Barockarchitektur dar: Maßnahmen auch der vorgesehenen Art bedürfen der rücksichtsvollen und maßvollen Einordnung in diesen Kontext; Eingriffe in Oberflächen oder Neugestaltungen im Bereich der Grünanlagen sind nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Vielschichtigkeit des Ensembles denkmalpflegerisch differenziert abzuwägen", heißt das im Expertenjargon. Sobald die Unterlagen vorliegen, werden die Denkmalbehörden des Freistaats und der Landeshauptstadt zu einer abschließenden Auffassung gelangen.

Für die PAN GmbH, die sonst die "Filmnächte am Elbufer" und das Fußball-Public-Viewing ausrichten, ist der Zwinger Neuland. Auf DNN-Anfrage war der zuständige PAN-Verantwortliche nicht zu erreichen. "Die gründliche Abstimmung zum Vertrag mit der PAN hat sich solange hingezogen, dass eine würdige Durchführung der Veranstaltung in diesem Jahr nicht mehr sinnvoll gewesen wäre", erklärte hingegen der neue Schlösserland-Sprecher Uli Kretzschmar gegenüber DNN. "So brauchen beispielsweise die Orangenbäume, die aus dem Mittelmeerraum stammen, eine entsprechende Zeit für die Akklimatisierung. Wir haben jetzt genügend Zeit, um den Zwinger-Orangen-Sommer für das kommende Jahr gut vorzubereiten", versprüht Kretzschmar Optimismus. Der "Zwinger-Orangen-Sommer" soll zusätzliche Einnahmen in den Schlösserland-Haushalt spülen. Zuvor gilt es, in Vorleistung zu treten, denn für Anschaffung und Pflege der Bäume rechnet der Staatsbetrieb mit 83 400 Euro. Die Pflegekosten der Folgejahre belaufen sich auf 57 000 Euro. Ralf Redemund

www.schloesserland-sachsen.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.07.2012

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