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Der Dresdner Kammersänger Rolf Tomaszewski ist tot

Beherzte Art des Theaterspielens Der Dresdner Kammersänger Rolf Tomaszewski ist tot

Er war auf der großen Bühne der Semperoper zu Hause, nutzte oft und gern die Nebenspielstätte "Kleine Szene" für das lustvolle Spiel mit den feinen Nuancen: Kammersänger Rolf Tomaszewski war seit Anfang der 1970er Jahre für über drei Jahrzehnte Mitglied des Ensembles der Dresdner Staatsoper.

Dresden. Er war auf der großen Bühne der Semperoper zu Hause, nutzte oft und gern die Nebenspielstätte "Kleine Szene" für das lustvolle Spiel mit den feinen Nuancen: Kammersänger Rolf Tomaszewski war seit Anfang der 1970er Jahre für über drei Jahrzehnte Mitglied des Ensembles der Dresdner Staatsoper. Wie erst jetzt bekannt wurde, ist er vor reichlich zwei Wochen - zwei Tage vor Weihnachten - im Alter von 75 Jahren verstorben.

Rolf Tomaszewski, am 18. März 1940 in Deutzen geboren, war ein Schüler des verdienstvollen Johannes Kemter und kam nach einem Engagement an den Landesbühnen Sachsen an die Staatsoper. Vor allem in den Inszenierungen von Harry Kupfer gelangen ihm herausragende Gestaltungen in den unterschiedlichsten Partien, so in Udo Zimmermanns "Der Schuhu und die fliegende Prinzessin" 1976, als König Arkel in Debussys "Pelleas et Mélisande" 1978 oder als Fiesco in Verdis "Simone Boccanegra" ab 1980. Treffliche Charakterstudien lieferte er in der Kleinen Szene in so unterschiedlichen Werken wie Michael Nymans Kammeroper "Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte" oder Oscar Straus' Operette "Die Lustigen Nibelungen". Zu Gastspielen und Neuproduktionen wurde Rolf Tomaszewski gern auch an die beiden Berliner Opernhäuser eingeladen.

"Rolf Tomaszewski war über viele Jahre ein wertvolles, unverzichtbares Mitglied des Solistensembles der Staatsoper Dresden", erinnert sich Rolf Wollrad, seinerzeit Operndirektor des Hauses. "Seine beherzte Art des Theaterspielens und sein kraftvoller Gesang fanden überall Bewunderung und Anerkennung."

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am 22. Januar, 13.15 Uhr auf dem Heidefriedhof statt.

syg

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