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Das erste Reverberation Festival in Dresden steht an

Eine gute Mischung Das erste Reverberation Festival in Dresden steht an

Eigentlich sollte es schon 2014 losgehen. Hat nicht geklappt, die Behörden sagten zu irgendwas Nein. Jetzt, ein Jahr später, wird der Auftakt nachgeholt: Das erste Reverberation Festival in Dresden, Festival for Psychedelic Music, Art & Recreation.

Dresden. Eigentlich sollte es schon 2014 losgehen. Hat nicht geklappt, die Behörden sagten zu irgendwas Nein. Jetzt, ein Jahr später, wird der Auftakt nachgeholt: Das erste Reverberation Festival in Dresden, Festival for Psychedelic Music, Art & Recreation. Freitag und Sonnabend gibt es elf Konzerte und zwei Aftershows im Ost-Pol und der Scheune.

Der Freitag gehört dabei dem Ost-Pol. Mit Bengäl aus Frankreich und dem Duo Odd Couple aus Berlin. Ja, Duo. Selbst die so oft ausufernden Songs des Psychedelic lassen sich zu zweit hinkriegen. Das haben die Dresdner Naked Hands mit ihrem Stone-Blues-Projekt auch schon gezeigt. Odd Couple befinden sich in diesem Fahrwasser. Das 2015-er Album - "It's A Pressure To Meet You!" lässt sich gut hören. Ein, zwei Schwungholer - und im dritten Song "Nightcrawler" finden sie das, was sie machen wollen, und halten es. Als Auftakt für den Freitagabend geeignet. Bengäl aus Frankreich ebenfalls. Auch sie brauchen drei Songs auf dem Album, um zu Potte zu kommen. Allerdings hat die Scheibe nur fünf. "Holy Night" kommt recht smoothed daher. Das Ineinanderschieben einzelner Songteile steht ihnen gut. Alles in allem ein angemessener Auftakt.

Den Sonnabend in der Scheune beginnen The Wands aus Dänemark. Die Einzigen des Abends, die ihren Namen noch im klassischen Jefferson-Airplane-Buchstaben-Look schreiben. Und das ist Programm: Auf ihrer aktuellen Platte "The Dawn" spielen sie soliden Sixties-Psychedelic, lassen die Gitarren kreisen und alles irgendwie geruhsam gen Himmel steigen. Die Berliner Gurr folgen mit schmutzigem Garage, der Dauerzucken verursacht. Mit sowohl weiblichem Gesang als auch in der Restbesetzung: Frauen. Musikalisch geht's zur Sache.

Etwas anders die Berliner Suns of Thyme. Sie brauchen auf ihrem Debüt etwas, um zum Zug zu kommen. Kriegen auch die Kurve nicht so, wie die Musik es verlangt. Verlieren sich etwas in ambienthaften Klangfeldern. Die Norweger Mayflower Madame hingegen geben sich erfolgreich dunkel. Großflächige Songs, in denen die Stimme schon fast verweht. Material gibt es nicht viel von ihnen. Was es gibt, ist großschaumiger, dunkler Psychedelic.

Cosmic Combo aus Dresden folgen mit schön straightem Doors-Revival mit Rauscheffekt. Flower Strangers mit angenehm kreativen und komplexeren Sounds. Die Tourette Boys sind die stonigsten des Abends und für eine Dresdner Band in diesem Bereich können sie sich gut hören lassen. Es dröhnt und groovt bluesig durch die Songs. Um diese Uhrzeit angebracht. Die letzen, Carnivore Club aus Berlin, gehen es ruhiger an. Fast schon Pop-Psychedelic, wenn man das so nennen darf. Durchdacht, atmosphärisch, entspannt. Ein gut gemischtes Programm, die Vielfalt scheint Priorität zu haben vor sonst genre-typischer Eindimensionalität.

Reverberation Festival Dresden 16./17.10., Eintritt: Festivalpass im Vorverkauf: 17 Euro, Tagesticket: Ost-Pol 16.10. 8 Euro, Scheune 17.10. 22 Euro, Beginn: Ost-Pol 22 Uhr, Scheune 20 Uhr reverberationfest.de

von Robert Kaak

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