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Das Weberhaus in Dresden-Hosterwitz ist ein kulturelles Kleinod - auch im Jahr 2015

Das Weberhaus in Dresden-Hosterwitz ist ein kulturelles Kleinod - auch im Jahr 2015

Ein Kleinod und Anziehungspunkt für Einheimische wie Touristen ist das Carl-Maria-von-Weber-Museum Dresden in Hosterwitz. Zu Lebzeiten Webers gehörte das Anwesen dem Winzer Gottfried Felsner, bei dem der "Freischütz"-Komponist jeweils für einige Monate seinen Sommersitz bezog und glückliche Zeiten verbrachte.

Die ehemaligen Wohnräume der Familie Weber und das angrenzende Gartenidyll bieten alljährlich den außergewöhnlichen Rahmen für Konzerte, Vorträge und Lesungen - und die von Museumsleiterin Dorothea Renz zusammengestellte Reihe erfreut sich anhaltender Beliebtheit: "Im letzten Jahr kamen 2200 Besucher zu 41 Veranstaltungen, eine Auslastung von über 100 Prozent", resümiert sie zufrieden. Mit einem ausverkauften Januar-Konzert startete denn auch die neue Saison im Weberhaus, zu deren "festen Größen" wieder eine Reihe von Lied-Recitals zählen.

Weber traditionsgemäß im Mittelpunkt mehrerer Veranstaltungen

So ist am 22. Februar unter dem Motto "Dämmrung will die Flügel spreiten-" die Mezzosopranistin Annekathrin Laabs, begleitet von der Pianistin Mirella Petrova, mit Liedern von Brahms, Schumann, Wolf und Mahler zu erleben. Zu "Lied-Gut" lädt auch die Liedklasse von Kammersänger Olaf Bär am 29. März ein (Klavier: Michael Schütze), bevor am 31. Mai die Sopranistin Romy Petrick - seit 2009/10 im Solistenensemble der Semperoper - gemeinsam mit Liana Bertók (Klavier) unter dem Titel "Dresdner Lieder" Werke von Naumann, Weber u.a. zu Gehör bringt.

Webers Schaffen steht traditionsgemäß im Mittelpunkt mehrerer Veranstaltungen, darunter im Programm "Ich träume für die Zukunft" mit Klaviermusik zu vier Händen des Duos d'Accord am 3. Mai oder bei "Weber, Webern und mehr -" mit dem Streichquartett der Staatsoperette Dresden am 1. November. Am 26. April wird zur CD- und Buchvorstellung "Der Freischütz" eingeladen. Präsentiert wird die Gesamtaufnahme der Oper mit dem London Symphony Orchestra und Solisten wie Franz Grundheber, Juliane Banse, René Pape u.a. unter Daniel Harding (Einführung: Matthias Herrmann und Jens Neubert).

Sonderausstellung widmet sich dem "Freischütz"-Thema

Dem "Freischütz"-Thema widmet sich auch eine der beiden Sonderausstellungen im Weberhaus. In der Reihe "Oper im Blick" werden ab Mitte Juni Fotos der Neuinszenierung der Semperoper von Matthias Creutziger gezeigt; im Rahmen der Museumssommernacht am 11. Juli kreiert der Komponist Günter Schwarze mit Klavierimprovisationen klingende Pendants zu diesen Fotos. Bereits ab 6. März ist die Ausstellung "Die blaue Blume" mit Radierungen von Wolfram Hänsch zum Thema "Frühromantik im Dresdner Raum" zu sehen.

Als weitere Höhepunkte empfiehlt die Museumsleiterin Begegnungen mit zwei Dresdner Jubilaren: Der Pianist Peter Rösel - er beging gerade seinen 70. Geburtstag - musiziert am 27. September gemeinsam mit seiner Tochter, der Sopranistin Gabriele Rösel, "Klassische Sonaten und romantische Lieder" von Mozart, Haydn, Schumann und Mendelssohn. Aus Anlass des 80. Geburtstags von Kammersänger Peter Schreier in diesem Jahr wird am 13. September die neu herausgegebene DVD mit dessen Interpretation von Schuberts "Winterreise" (am Klavier: Swjatoslaw Richter) vorgestellt - Peter Schreier im Gespräch mit Volker Karp. Der ehemalige Philharmoniker widmet sich dem Pianisten Swjatoslaw Richter anlässlich dessen 100. Geburtstags zudem in zwei Vorträgen mit historischen Film- und Tondokumenten: Am 22. März steht Richter als Solist im Mittelpunkt, während es am 4. Oktober um ihn als Klavierpartner von Oistrach, Rostropowitsch, Fischer-Dieskau und Schreier gehen wird.

Besonders beliebt sind die musikalisch-literarischen Programme. So bieten Claudia Pätzold (Klavier), Anna Katharina Muck und Thomas Stecher (Lesung) am 12. April und 27. Juni ein literarisches Konzert rund um die Liebesbeziehung von Clara und Robert Schumann. Annette Thiem (Violine), Christine Hesse (Klavier) und Ines Hommann (Texte) bringen am 18. Oktober die schönsten Sagen aus der Lausitz, begleitet mit Musik von Kocor, Wieniawski und Dvorák, näher. Zum Jahresausklang stehen am 6. Dezember "Zu Betlehem geboren" mit Jana Reiner (Sopran), Luise Haugk (Oboe) und Marlies Jacob (Klavier und Rezitation) sowie am 13. Dezember "Weihnachtswünsche" mit der Schauspielerin Steffi Böttger sowie Konstanze Hollitzer und Christian Hornef (Klavier) auf dem Programm.

Zu den wichtigsten Partnern zählt Dorothea Renz die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, die auch 2015 wieder zehn Veranstaltungen beisteuert, darunter "Studio Neue Musik" unter Christian Münch (19. April), Günter Schwarzes Kinderoper "Die Prinzessin auf der Erbse" beim "Weinfest in Webers Garten" (20. September) und ein "Kleines Weihnachtskonzert" mit Studierenden des Fachbereichs Gesang unter Hendrikje Wangemann (29. November). Die jüngste Generation ist traditionsgemäß mit den Eleven des Sächsischen Landesgymnasiums für Musik vertreten, die am 28. Juni im Rahmen des Elbhangfestes zu erleben sind. Dankbar erwähnt Renz das alljährlich vom Lionsclub "Carl Gustav Carus" Dresden veranstaltete Benefizkonzert zugunsten des Carl-Maria-von-Weber-Museums, das dieses Jahr am 6. Juni unter Leitung von Uwe Kroggel, stellvertetender Solocellist der Sächsischen Staatskapelle, stattfindet.

Für viele der Veranstaltungen sei es ratsam, sich Karten zu reservieren, denn oftmals übersteige die Nachfrage das Angebot von 45 Plätzen im Saal. Wie Renz sagt, schätzen die Besucher an der Reihe im Weberhaus vor allem das außergewöhnliche Ambiente, das kleine Format "von der Art des Hauskonzertes, die intime und auch nicht so förmliche Atmosphäre. Besonders in der wärmeren Jahreszeit kommen viele bereits weit vor Veranstaltungs- beginn und trinken hier im Garten Kaffee oder sitzen nach dem Konzert noch mit den Künstlern bei einem Glas Wein zusammen - ".

Erstes Lied-Recital der neuen Saison: 22. Februar, 15 Uhr: Annekathrin Laabs (Mezzo) und Mirella Petrova (Klavier). Eintritt: 10 / 8 Euro. Carl-Maria-von-Weber-Museum Dresden, Tel/Fax: 0351/2618234, geöffnet: Mi-So 13-18 Uhr

www.museen-dresden.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.02.2015

Silke Fraikin

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