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Das Societaetstheater zeigt "Peter und der Wolf" als poetisches Theaterkonzert

Das Societaetstheater zeigt "Peter und der Wolf" als poetisches Theaterkonzert

Ein bisschen Phantasie gehört schon auch dazu, wenn man Sergei Prokofjews "Peter und der Wolf" als Theaterkonzert pantomimisch, mit allerlei Gegenständen, Erzähler und zwei Akkordeons neu in Szene setzt.

Dresden. Doch Phantasie war beim jungen und erwachsenen Publikum am Societaetstheater zum Nikolaustag reichlich vorhanden. Auch an der Bereitschaft, sich 45 Minuten lang einmal von guter, alter Theaterkunst verzaubern zu lassen, mangelte es nicht. Und so hatten das Akkordeon-Duo Elena und Ruslan Kratschkowski, Erzähler Thomas Stecher und der Pantomime und Tänzer Andrey Rubtsov zur vorweihnachtlichen Premiere ihrer "Peter und der Wolf"-Adaption am Ende doch leichtes Spiel.

Mit Metronom, Hasenmaske und einem Becher ungesüßten Tee stimmten sich die beiden Darsteller zunächst spielerisch vor Publikum auf die Aufführung ein - und weckten scheinbar nebenbei schon Lust auf eine Vorstellung, wie man sie früher auf Jahrmarkttheatern und bei ziehenden Gauklern zu sehen bekam. Im kuschelig warmen Gutmannsaal ist ein solches Spiel freilich komfortabler als in der kühlen Winterluft. Zudem kann man hier, haben die Musiker mit ihren Instrumenten erst einmal am Bühnenrand Platz genommen, einfach das Licht ausknipsen, um die einzelnen Figuren vorzustellen und dabei herrliche Illusionen zu erzeugen.

Stück für Stück ging es nun auf eine Reise durch Peters Welt. Mit allerlei Einfällen zauberten Thomas Stecher und Andrey Rubtsov die verschiedenen Figuren herbei - stets begleitet von den jeweiligen musikalischen Motiven zu Vogel, Ente, Wolf, Großvater, Peter und Co. In raschen Wechseln erzählten, zeigten, tanzten und musizierten sie die Geschichte, als wäre die Bühne ein großes Bilderbuch, dessen Seiten die Kinder nur durch bloße Neugier umzublättern brauchen. Elena und Ruslan Kratschkowski entlocken ihren Akkordeons dabei äußerst vielfältige Klangfarben, malten mit Tönen eine bunte Kulisse zu dem poetischen Spiel im Dämmerlicht. Die Kinder im Saal kommentierten das Gezeigte immer wieder mit hellem Lachen und es dauerte gar nicht lange, bis auch die Erwachsenen eintauchen konnten in diese Welt aus Illusion, Musik und Erzählung, ins Reich der Phantasie.

Die Ideen waren faszinierend, manchmal reichte ein weißes Püschel Wolle schon, um einen Vogel oder den Katzenschwanz zu beschreiben, ein drahtiger Bogen wurde zu Opas Krückstock und der Wolf war bald in einem Wirrwarr aus Bindfäden gefangen. Andrey Rubtsov hauchte so auch den simpelsten Requisiten mit allerlei Einfällen und mangels Licht märchenhaftes Leben ein. In Windeseile wechselten Szenen und Musik - ein großes Orchester würde in der intimen Atmosphäre dieser kleinen Bühne wohl sowieso nur stören. Die zwei Akkordeons sind zusammen wandlungsfähig genug. Ein bisschen abrupt endete der Spaß nach einer knappen Stunde. Genau richtig für die Kinder ab 6, mancher Erwachsene hätte sicher gern noch weiter geschaut.

nicole czerwinka

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