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Das Rhythmik Institut Hellerau startet 2014 mit einer eigenen Reihe

Das Rhythmik Institut Hellerau startet 2014 mit einer eigenen Reihe

Dass die Rhythmik in Hellerau zu Hause ist, muss man reichlich 100 Jahre nach dem Beginnen der "Bildungsanstalt Jaques-Dalcroze" im neuerbauten Tessenow-Gebäude wohl nicht mehr erklären.

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Entdeckungen mit Anke Vetter und ihrer Gruppe der Behindertenwerkstatt "Lebenshilfe" aus Bischofswerda.

Quelle: Gabriele Gorgas

Und für Kulturinteressierte aus aller Welt gilt das Festspielhaus nach wie vor als eine Ikone der Moderne. Auch in Hinblick auf die Art und Weise, mit der einst der Schweizer Musikpädagoge Emile Jaques-Dalcroze und seine Mitarbeiter an diesem Ort neue Ideen zum Umgang mit Musik und Bewegung realisiert haben. Ein markantes Beispiel, das stets inspirierend bleiben wird. Und mit dem sich in Erinnerung und Aufbruch auch die 12. Internationale Rhythmikwerkstatt DALCROZE 2013 befasste, die in diesem Jahr für vier Tage an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden stattfand.

Hinterfragt wird mit dem thematischen Ansatz "Von den Anfängen der Rhythmik um 1900 zu musikpädagogischen Konzepten der Gegenwart", wie es gelingt, die Bewegung nachhaltig in die gegenwärtige musikpädagogische Praxis einzubeziehen. Doch dabei gibt es, wie diverse Diskussionen zeigten, speziell auch in Deutschland erhebliche Defizite. Allein schon dahingehend, was das Berufsbild Rhythmiker anbetrifft, die Beschäftigung an Schulen, notwendige Räumlichkeiten, Materialien, die Akzeptanz und Gleichstellung mit Lehramtsinhabern. Aufschlussreich waren ebenso kenntnisreiche Beiträge beispielsweise zum Orff-Schulwerk, zur Nachfolge der Schule Hellerau-Laxenburg in Wien oder zur musikpädagogischen Praxis in China. Und Referenten wie Teilnehmer äußerten eindringlich, dass sich die jeweilige Ausbildung und Praxis nicht allein nur auf das Erbe einzelner Persönlichkeiten beschränken dürfe. Doch derartiges wird wohl eh nur in wenigen Ausnahmen praktiziert.

Eine deutlich gute Nachricht ist, dass es künftig im Festspielhaus die Veranstaltungsreihe "LA boratorium LA rhythmique" geben wird, die sich speziell mit dem Thema Musik und Bewegung/Rhythmik befasst. Die vom Rhythmik Institut Hellerau inspirierte Reihe wird in Zusammenarbeit mit HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden dazu beitragen, dass die Rhythmik verstärkt wieder eine Heimstatt an jenem Ort findet, wo sie einst mit Emile Jaques-Dalcroze und nachfolgenden Einrichtungen starke Impulse auslöste. Um ein solches Neubeleben und Weiterentwickeln hat sich das Rhythmik Institut Hellerau, insbesondere mit Christine Straumer, seit gut 13 Jahren sehr verdient gemacht. Und will sich in Hinblick auf den Ansatz der Rhythmik im reformpädagogischen Kontext beispielsweise auch noch stärker in den Bereich der Therapie einbringen.

Als Auftakt der Reihe gibt es am 5. Februar 2014 die Öffentliche Präsentation von Studierenden der Musikhochschule Dresden im Zweitfach Rhythmik, was zugleich auch als Prüfung bewertet wird. Am 12. März folgt eine weitere, noch nicht benannte Veranstaltung, und am 14. Mai findet erneut ein Worldrhythmikcafé statt. Dieses lädt im Rahmen des von der EU geförderten Projektes European Voices for Active Ageing Dresdner Bürger, die das Alter von 60 Jahren überschritten haben, zu einer Begegnung ein, bei der sich Bewegung, Musik und Dialog miteinander verbinden.

Im Herbst folgt vom 4. bis 6. September die Internationale Rhythmikwerkstatt DALCROZE 2014 und am 6. November sind im Festspielhaus szenische Projekte in Zusammenarbeit mit behinderten Menschen zu erleben. Wie ungemein inspirierend diese sein können, das war auch bei der diesjährigen Rhythmikwerkstatt zu erfahren, als sich am Sonnabend im neuen Konzertsaal der Musikhochschule die von Anke Vetter sensibel geleitete Gruppe der "Lebenshilfe"-Behindertenwerkstatt aus Bischofswerda vorstellte.

www.rhythmik-hellerau.net

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.10.2013

Gabriele Gorgas

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