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Das Projekt "Linie 08" nimmt am Wochenende im Festspielhaus Hellerau erneut Kurs auf

Das Projekt "Linie 08" nimmt am Wochenende im Festspielhaus Hellerau erneut Kurs auf

Sie startet wieder, die "Linie 08", quasi als mobile Einrichtung von TanzNetzDresden. Und das mit insgesamt 20 Aufführungsabenden von Januar bis Dezember 2012 im Nancy Spero Saal, ein ganz besonderer Raum im Festspielhaus Hellerau.

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"Kopfkino" von Irene Schröder und Wolfgang Kurtz bietet schattige Imaginationen.

Quelle: Wolfgang Kurtz

Gastgeber und Kooperationspartner ist erneut Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste Dresden, das bereits im vergangenen Jahr ein entsprechendes Pilotprojekt unterstützte. Nun geht es weiter voran auf dieser Strecke - allein das ist schon die gute Nachricht. Denn eine so bewegte Kunst wie Tanz, speziell auch Tänzer und Performer selbst, können Stillstand wohl kaum vertragen.

Am Sonnabend und Sonntag gibt es die ersten beiden Abende, und dazu sind Irene Schröder und Wolfgang Kurtz mit "Kopfkino" sowie Nicole Meier/Carrot Dancers mit "Memory" angekündigt. Am 11. und 12. Februar geht es weiter mit "wror" von Miriam Welk, mit Rebekka E. Böhme in "Même" sowie Sarah E. Lewis/Robin Young in "Some Years Previously". Es folgen am 10. und 11. März Aufführungen mit Annette Lopez Leal/José Biondi/Christoph Bochdansky sowie mit Ka Dietze/Josefine Schönbrodt/Jo Siamon Salich, am 5. und 6. Mai Jana Ressel/tanzLOOPS, Teresa Hackel und Martina Morasso sowie am 7. und 8. Juli Cindy Hammer, Liron Noa Dinovitz und Nicole Meier. Weiter sind im November/Dezember Abende unter anderen mit Produktionen/Projekten von Hector Solari, Johanna Roggan, Anna Til, Marita Matzk, Katja Erfurth, Mareike Franz und Winfried Haas zu erleben.

Zu den guten Nachrichten gehört auch, dass sich TanzNetzDresden - das sind etwa 100 professionelle, aus der Region stammende oder mit ihr durch Studium und Arbeit verbundene Tanzschaffende - mit der aus dem Kulturbüro Dresden hervorgegangenen Projektschmiede als Träger zusammengeschlossen hat. Das ist eine gemeinnützige GmbH, die mit Tobias Heinemann dazu beiträgt, dass sich nun so manche Hürde besser handhaben, überwinden lässt, zum Beispiel auch in der Organisation und Projektförderung. Erfreulich ist zudem, trotz berechtigter Hoffnungen auf möglicherweise nachfolgende Schritte, dass sowohl die Landeshauptstadt Dresden wie ebenso der Freistaat Sachsen das "Linie 08"-Projekt finanziell so unterstützt, dass es machbar bleibt. Man sollte ja nicht gleich auf Wunder hoffen - wann jemals sind Tänzer in der freien Szene üppig versorgt gewesen?

Was die Tanzplattform Deutschland 2012 betrifft, so werden wir sie vom 23. bis 26. Februar erstmals mit dem Europäischen Zentrum der Künste Dresden als Koveranstalter erleben. Ein sehr markantes Treffen, gestartet 1994 und veranstaltet im Abstand von je zwei Jahren an wechselnden Orten. Für den Jahrgang 2012 konnten zusätzlich zur Auswahl der Jury auch die Koveranstalter in Hellerau ihre Entscheidungen treffen. Dafür haben sie den Blick weit schweifen lassen, sind an Tanzgrößen, die in Dresden und vor Ort ihre Wirkungsstätten haben, nicht vorbeigekommen. Doch auch der freien Tanzszene in der gastgebenden Region - und das geschieht nicht zum ersten Mal bei der Tanzplattform Deutschland - hätte zumindest im Einzelfall Raum und Gelegenheit gegeben werden können, sich vorzustellen.

TanzNetzDresden blieb da nur die Chance, mit einer Präsentation auf sich aufmerksam zu machen. Und diese - sie ist während des Treffens im Ecksaal Ost vom Festspielhaus zu finden - nennen sie bezeichnenderweise Tanz / Platz / Form. Dazu gehört auch eine Videoarbeit von Barbara Lubich zu Tänzern und Choreografen des Dresdner Netzwerkes, ein Magazin sowie eine DVD, die Einblicke in die choreografischen, tänzerischen und dramaturgischen Arbeiten gibt. Am 26. Februar, Beginn 10.30 Uhr, findet in diesem Raum ein Gespräch statt, in dem es um die Situation der regionalen Tanzszenen gehen soll. Dazu sind Teilnehmer und Besucher der Tanzplattform herzlich eingeladen.

Übrigens muss man gewiss nicht alten TIF-Zeiten hinterher heulen, wenn es um den Fortbestand, die Gegenwart und Zukunft der freien Tanzszene in Dresden geht. Aber das einstige Theater in der Fabrik und zeitweise auch das Societaetstheater sowie das Projekttheater beispielsweise haben mit ihren jeweiligen Möglichkeiten, ihrer Ermutigung die Erfahrung mitgeprägt, dass es zwingend gute und verlässliche Partner in der Region, in Ausbildungs- und Aufführungsstätten braucht. Denn ohne Akzeptanz, ohne eine wahrhaft interessierte, inhaltliche wie praktische Zusammenarbeit geht es einfach nicht voran. Keine Frage - Ideen bringen die freien Tänzer und Performer jede Menge ein, und die hiesige Tanzszene, wie sie sich weit noch im "Umkreis" von Dresden bewegt, ist mit professionellen Qualitäten bestens durchwachsen. Aber gute Partner lassen sich halt nicht so einfach kneten und backen. Sie finden zueinander, und das braucht oft geraume Zeit.

Auftaktveranstaltung "Linie 08": Sonnabend 21 Uhr, Sonntag 20 Uhr: Irene Schröder/Wolfgang Kurtz: "Kopfkino" und Nicole Meier/Carrot Dancers "Memory"

Tickets für 6 Euro unter www.dresdenticket.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.01.2012

Gabriele Gorgas

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