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Das Orchesterwerk "UnRuhe" des 14 Jahre jungen Komponisten Maximilian Otto wird heute in Dresden uraufgeführt

Das Orchesterwerk "UnRuhe" des 14 Jahre jungen Komponisten Maximilian Otto wird heute in Dresden uraufgeführt

Nein, aufgeregt sei er nicht. Bedenken, dass etwas schief gehen könnte, hat er eigentlich auch nicht. Die letzten Proben verliefen gut. Maximilian Otto ist die Ruhe selbst.

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Der 14-jährige Schüler Maximilian Otto am Flügel. Hier entstehen maßgeblich die Ideen für seine Kompositionen.

Quelle: Dietrich Flechtner

Bewundernswert, denn der Komponist steht kurz vor der Uraufführung seines Orchesterwerkes "UnRuhe". Es ist das erste Auftragswerk für großes Orchester, das das Landesgymnasium für Musik Carl Maria von Weber an einen ihrer Schüler vergibt. Eigentlich ein Grund mehr, kurz vor dem großen Tag aufgeregt zu sein - besonders, wenn man wie Maximilian Otto erst 14 Jahre alt ist.

Trotz seiner Jugend weiß der Schüler, wovon er spricht. Mehrere Preise und Auszeichnungen - sei es beim Bundeswettbewerb für Komposition oder beim Wettbewerb "Klassik für Kinder" in Leipzig - belegen sein Können. Auch beim Kompositionswettbewerb der Berliner Philharmoniker erhielt er 2011 Jahr eine Auszeichnung für sein Streichquartett Nr. 1 e-Moll op. 20.

Seine Familie hat Maximilians Talent früh erkannt. Seit sieben Jahren spielt er Klavier und erhielt in der 3. Klasse eine Begabten-Förderung durch das Heinrich-Schütz-Konservatorium. Dort wurde er an das Komponieren herangeführt - und hat darin seine Leidenschaft entdeckt. Sein erstes Stück entstand 2009. Mittlerweile hat der Achtklässler an die dreißig Kompositionen geschrieben. "Anfangs habe ich für Klavier komponiert, später kamen dann Stücke für Kammerorchester oder Streichquartette dazu", beschreibt er seine kompositorische Entwicklung. Mit "UnRuhe" entstand sein erstes Werk für großes Orchester. Und sein erstes richtiges Auftragswerk.

Prof. Marlies Jacob, die künstlerische Direktorin des Landesgymnasiums, legt großes Vertrauen in Maximilian. "Wir hatten noch nie einen so jungen Schüler, der solche Beispiele sei-nes Könnens vorweisen kann", betont sie. "So eine Begabung ist ziemlich selten. Ich bin sehr glücklich darüber, dass es heute noch solche Genies gibt."

Strukturiertes Vorgehen prägt den Kompositionsprozess. Der theoretische Aufbau des Stücks und die Instrumentierung stehen bereits vor dem Ausnotieren fest. Mindestens genau so wichtig sind für Maximilian aber "Kreativität und die eigene Freiheit". Auch wenn die Harmonielehre eine wichtige Grundlage ist, so sollte "die Komposition unabhängig von den theoretischen Regeln" sein. Nicht verwunderlich, dass er sich in seiner Stilbildung an den Komponisten des frühen 20. Jahrhunderts orientiert. Schostakowitsch, Prokofjew und Mahler nennt er als seine Vorbilder. Sein Ziel ist es aber, in Richtung der Neuen Musik zu gehen.

Trotz seines Talentes will sich Maximilian Otto noch nicht für eine berufliche Laufbahn festlegen. "Für die nächsten Jahre ist das Komponieren mein Hauptziel", sagt er. Aber er spiele auch mit dem Gedanken, später ein Dirigenten-Studium aufzunehmen. "Auf jeden Fall etwas mit Musik. Das steht fest." Aufführungen heute, 18 Uhr, und Sonnabend, 17 Uhr, im Konzertsaal der Hochschule für Musik, Wettiner Platz 13.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.02.2013

Annette Thoma

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