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Das Mike Seeber Trio auf den Spuren des Blues - Am 27. Dezember spielt es in Dresden im Blue Note

Das Mike Seeber Trio auf den Spuren des Blues - Am 27. Dezember spielt es in Dresden im Blue Note

"Das Gewitter am deutschen Blueshimmel" - so werden Mike Seeber aus der Nähe von Aschersleben und die beiden Dresdner Philipp Rösch und Tobias Ridder, die zusammen das Mike Seeber Trio bilden, derzeit von ihren Fans genannt.

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Das Mike Seeber Trio: Philipp Rösch, Mike Seeber und Tobias Ridder (v.l.)

Quelle: PR

"Die Bezeichnung kommt daher, dass wir sehr druckvoll und energiegeladen spielen. Wir reißen die Zuschauer von ihren Plätzen und begeistern sie", erklärt Frontsänger Mike Seeber. Mit ihrer Musik wollen Seeber (Gitarre, Gesang), Rösch (Bass) und Ridder (Drums) vor allem die "Ostblues-Geschichte" pflegen, covern daher vor allem Jürgen Kerth, Hansi Biebl sowie Songs der Jonathan Blues Band und Engerling. Aber auch eigene Titel rücken immer mehr in den Fokus des Mike Seeber Trios.

Ihre Musik ebnete den Dreien in diesem Jahr auch den Weg zum großen Erfolg. Ohne jegliche Bewerbung war das Mike Seeber Trio für die German Blues Challenge im September nominiert. "Ich erhielt von einem der Veranstalter einen Anruf, bei dem mir gesagt wurde, dass wir zu den zehn besten und interessantesten Blues-Bands in Deutschland gehören". Über ein öffentliches Online-Voting schafften es die drei Musiker sogar bis zum Finale in Eutin, bei dem noch fünf Bands antraten. Dabei hatte jede Gruppe 30 Minuten Zeit, die Jury, bestehend aus Musikproduzenten und Journalisten, von sich zu überzeugen. "Am schwierigsten war es, die Zeit einzuhalten. Wer länger als 30 Minuten spielte, bekam Strafpunkte", erklärt Seeber. Doch das Trio konnten seine Zeit einhalten, gewann sogar völlig überraschend den Wettbewerb. Denn "Am Anfang ließ man uns wissen, dass wir mit deutschen Songs unsere Gewinnchancen minimieren, die Jury und das Publikum seien schließlich international", erinnert sich der 37-jährige Frontsänger. Dennoch spielte das Mike Seeber Trio die Hälfte der Zeit deutsche Titel, denn ihr Ziel war es nicht zu gewinnen, sondern sich selbst, so wie sie sind, zu präsentieren.

Genau diese Einstellung aber führte am Ende zum Erfolg, denn die Zuschauer in Eutin waren nach Angaben des Trio einfach nur begeistert, sangen schon beim ersten Song lautstark mit. "Unser PR-Berater meinte anschließend, unser Auftritt war genauso mitreißend, wie die Beatles damals in Hamburg spielten", erzählt Seeber.

Mit ihrem Sieg bei der German Blues Challenge haben sich die drei Musiker sowohl für die europäische als auch für die internationale Blues Challenge qualifiziert. Diese findet vom 21. bis 25. Januar in Memphis (USA) statt. "Das ist schon eine Hausnummer, Memphis ist schließlich die Blues-Stadt überhaupt", freut sich Mike Seeber. Insgesamt sind über 200 Teilnehmer bei der internationalen Blues Challenge dabei, das Mike Seeber Trio will Deutschland nach besten Möglichkeiten vertreten. "Wir bereiten uns schon seit geraumer Zeit darauf vor, denn neben der Musik gibt es noch andere Dinge zu organisieren", sagt der Gitarrist und Sänger. "So gilt bei dem Wettbewerb beispielsweise Anzugspflicht, was ja eher untypisch für Blues ist." "Jeans sind generell verboten", fügt Philipp Rösch hinzu.

Doch nicht nur die Reise nach Memphis ist ein Ergebnis aus ihrer erfolgreichen Performance. Mittlerweile ist eine Konzertagentur auf die Jungs aufmerksam geworden. Demnächst wird sogar eine Promotion-CD erscheinen. "Unsere Musik fängt an professionell zu werden. Deswegen haben Tobias und ich uns auch dazu entschieden, ab dem kommenden Jahr von der Musik zu leben", berichtet Seeber. Gitarrist Philipp Rösch will vorerst weiter arbeiten. "Ich begleite derzeit einen behinderten Jungen zur Schule und helfe ihm auch bei vielen weiteren Alltäglichen Dingen", so der 24-Jährige. Später will er noch studieren.

Kennengelernt hat sich das Trio eher zufällig. "Ich habe Philipp vor Jahren auf einem Festival getroffen. Damals spielten er und ich noch in anderen Bands, haben uns aber gut unterhalten", so Mike Seeber. Als sich 2011 schließlich seine vorherige Band - die Texas Mike Band - auflöste, kamen die beiden Musiker wieder zusammen. "Philipp brachte dann noch Tobias als Schlagzeuger mit", so Mike. "Es hat einfach sofort gepasst. Die Bandkonstellation war eigentlich das, was ich schon immer gesucht habe", erinnert sich Ridder. Mehr als eine Probe brauchten die Musiker auch nicht, denn nur wenige Tage später standen sie in Berlin gemeinsam auf der Bühne. "Klar musst du dein Instrument beherrschen, aber es geht auch darum, dass man sich auf seine Kollegen einlässt", beschreibt es Mike Seeber. Diese angesprochene Harmonie war bei dem Trio von Anfang an da, und deswegen fiel es ihnen auch nicht schwer, die Gäste bei ihrem ersten Auftritt von Anfang an zu begeistern. "Wir haben nur positive Rückmeldungen bekommen. Das hat sich anscheinend auch schnell rumgesprochen", so der Sänger.

Ein anderer und entscheidender Punkt ist natürlich die Liebe zum Blues. Mike Seeber verliebte sich bereits mit vier Jahren in diese Musikrichtung, hörte immer wieder die Schallplatten seines Vaters, der ebenfalls leidenschaftlicher Gitarrist ist. Auch Philipp Rösch mag schon seit seiner Kindheit den Blues. Nur Tobias Ridder ist erst mit 16 Jahren zur Musik gekommen, war aber sofort absoluter Blues-Fan. Wenn er nun mit den beiden Jungs probt, kann er seine "ganze Seele in die Songs stecken."

Wer sich von der Einzigartigkeit des Mike Seeber Trios überzeugen will, hat am 27. Dezember im Blue Note die Gelegenheit dazu. Zum ersten Mal seit ihrer Gründung im vergangenen Jahr sind die Musiker in Dresden zu Gast. "Das ist natürlich vor allem für Tobi und mich eine ganz tolle Sache, weil wir als Dresdner noch nie in unserer Heimatstadt gespielt haben", erklärt Rösch.

Mike Seeber Trio, 27. Dezember, 21 Uhr, Blue Note

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.12.2013

Nadine Steinmann

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