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Das Institut Français beteiligt sich an Veranstaltungen in Erinnerung an den Ersten Weltkrieg

Das Institut Français beteiligt sich an Veranstaltungen in Erinnerung an den Ersten Weltkrieg

In Frankreich haben längst die Feierlichkeiten anlässlich 100. Jahrestages des Ersten Weltkriegs begonnen. In Deutschland zeigt sich ein aufkeimendes Interesses an den Ereignissen von 1914-1918. So startete die TU Dresden im April eine Vortragsreihe, an der sich auch das örtliche Institut français beteiligt.

Am heutigen Mittwoch ist der Referent Daniel Meyer um 18.30 Uhr im Hörsaalzentrum, Hörsaal 3, zu Gast. Eingeladen vom französischen Kulturinstitut spricht er über die Situation im Elsass um 1914.

Das Institut français Dresden zählt zu einem Netzwerk aus bundesweit elf französischen Kulturinstituten, ebenso vielen deutsch-französischen Kulturzentren sowie drei Kulturantennen der französischen Botschaft. Obwohl es sich im Zuge einer Umstrukturierung wieder verstärkt auf Französischkurse konzentriert, beteiligt sich das Institut weiterhin an einzelnen Veranstaltungen. "Seit dem vergangenen Frühjahr herrscht eine andere Philosophie. Wir müssen uns mit Hilfe der Sprachkurse teilweise selbst finanzieren", erklärt Institutsleiter Michel Gribenski.

Das Dresdner Institut zählt 400 Kursteilnehmer, wobei das Interesse am Sprachunterricht steigt. Zudem verfügt es über eine eigene Mediathek. Trotz des reduzierten Teams werden weiter Veranstaltungen organisiert - derzeit thematisch zum Ersten Weltkrieg. Die Projekte entsprechen dem Wunsch des französischen Präsidenten François Hollande, sollen Ausdruck "unseres Engagements für eine friedliche europäische Einigung" sein. Zu der Vortragsreihe im Hörsaalzentrum der TU sind drei französische Referenten eingeladen: Daniel Meyer (August 1914 im Elsass. Deutsch - Französische Polarisierungen, am 28. Mai), Isabelle Krzywkowski (Der Krieg im Medium avantgardistischer Lyrik - Apollinaire, Stramm, Marinetti, am 4. Juni), sowie Stéphane Audoin-Rouzeau (Félix Vallotton - "C'est la guerre", am 18. Juni). Letzterer ist Vorsitzender des Forschungszentrums "Historial de la Grande Guerre" im nordfranzösischen Péronne. Als renommierter Historiker hat er einen erneuerten historiografischen Blick auf diese Zeit geprägt, und diente gleichzeitig als Vorlage für eine der Figuren des Romans "Die schöne Diva von Saint-Jacques". Dessen Verfasserin ist die Krimiautorin Fred Vargas, Stéphane Audoin-Rouzeaus Schwester. Mit dem Ziel, das Institut français innerhalb der Ideendebatte zu positionieren, möchte Michel Gribenski eine Konferenz mit dem französischen Historiker und Wahlberliner Étienne François organisieren. Diese wird im Rahmen der Ausstellungen des Militärhistorischen Museums rund um den Ersten Weltkrieg stattfinden und ist für den 11. November angesetzt, also anlässlich der Feierlichkeiten zum Waffenstillstand von 1918. Ebenfalls im Herbst startet in Dresden eine Reihe von Lesungen der Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft. Im Bereich der Literatur plant das Institut français außerdem gemeinsame Projekte mit dem Romain-Rolland-Gymnasium und dem Kreuzgymnasium.

*Die Redakteurin der Marseiller Zeitung "La Provence" arbeitete drei Wochen im Rahmen eines Journalistenaustauschs des Goethe-Instituts bei den Dresdner Neuesten Nachrichten

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.05.2014

Gwenola Gabellec*

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