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Das Gruseln lernen: Kinderstück beim Pantomimefestival in Dresden

Das Gruseln lernen: Kinderstück beim Pantomimefestival in Dresden

Von Anfang an gab es bei jedem Dresdner Pantomimefestival immer auch Stücke, die der Aufgabe nachgingen, die Begeisterung für das "Spiel der Gestik und der Mimik" in die jeweils nachwachsende Generation zu transportieren.

In diesem, dem Jubiläumsjahr des Festivals war es das Duo Gabriele Post und Tim Schreiber, das ein mit Mitteln der Pantomime erzähltes Grimm'sches Märchen präsentierte. Die beiden nannten ihr Stück vom Original etwas abweichend "Von einer, die auszog, das Fürchten zu lernen" und siedelten es in Dresden und dort - nomen est omen - u.a. auch im Ortsteil Trachenberge an.

Das Theaterhaus Rudi war zur Aufführung bis auf den letzten Platz gefüllt. Trimoli (Gabriele Post) wünscht sich nichts sehnlicher, als dass es ihr "-doch nur endlich einmal gruselte!" Ihr Chef (Tim Schreiber) aber - sie tritt im Zirkus als Assistentin des berühmten Messerwerfers Zack auf - hat ob ihres seltsamen Wunsches die Nase gestrichen voll und nimmt sich vor, ihr das echte Gruseln beizubringen, aber eben auf seine Weise. Allerdings ist Zack selbst nicht gerade einer der mutigsten in der Männerwelt, erschrickt z.B. über ganz banale Dinge weitaus intensiver als Trimoli. Alle naselang rutscht ihm nun während der Abenteuer das Herz in die Hose, während Trimoli mit brachialer Ausdauer den Gefahren trotzt bzw. nur darüber lachen kann, was so alles um sie herum geschieht. Zack kann anstellen, was er will, sie gruselt sich einfach nicht. Er lässt heimlich eine Ratte los, schickt ihr einen grusligen Wolf über den Weg und lässt im zu überquerenden Fluss zu guter Letzt einen Hai auftauchen, dessen Flossen angeblich giftig sind. Doch es nützt alles nichts, Trimoli bleibt cool, dafür aber schüttelt's Zack umso mehr. Bis sie urplötzlich in einer Geisterbahn verschwindet ..., mehr aber soll nicht verraten werden. Denn wie sich am Ende alles löst, dass w(s)ollen viele Kinder selbst noch sehen.

Gabriele Post, 1977 in Dresden geboren, absolvierte ein Schauspielstudium in Berlin und arbeitet seit 2005 freischaffend. Tim Schreiber, Dresdner des Jahrgangs 1978, absolvierte in seiner Heimatstadt und in Berlin eine Ausbildung zum Pantomimen und ist in dieser Kunst seit 2003 freischaffend tätig. Beide ergänzen sich in ihrer Komik auf ganz wunderbare und zugleich auf äußerst komische Weise. Das jedenfalls empfanden auch die restlos begeisterten Kinder im Publikum.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.11.2012

W. Zimmermann

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