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Das Festival "Drüben auf dem Hügel" ruft vom 18. bis 20. Juli in die Oberlausitz

Das Festival "Drüben auf dem Hügel" ruft vom 18. bis 20. Juli in die Oberlausitz

Es ist Sommer, und alles, was bisher in der Stadt viel Spaß gemacht hat, macht ab jetzt noch mehr Spaß im Freien. Festivals übersommern die Klubferien auf Feldern, am Waldrand und in der Nähe von Seen und Teichen.

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Quelle: Festivallogo

Da Sachsen davon einiges zu bieten hat, tummeln sich sehr viele Festivals im Juli und August in seinen Grünzonen. Sie heißen "Back To Future" (Glaubitz), "Rock auf dem Berg" (Pobershau), "Holla die Wald- fee" (Holmersdorf), "Festival L*abore" (Hauptmannsgrün) oder "Nacht Digital" (Olganitz) und das sind bei weitem noch nicht alle musikalischen Zusammenrottungen mitten im Nichts. Denn Natur in Kombination mit Musik fetzt.

Zu diesem Ergebnis kamen auch Stephan Leonhardt und Sebastian Ludwig vom Verein misch masch sounds e.V. vor drei Jahren. Seitdem organisieren sie ein kleines Festival namens "Drüben auf dem Hügel". Auf der Suche nach einem Wochenendferienlager für 500 Personen tingelten sie durchs Bundesland. Im ersten Jahr fand das Festival im Freibad Niederbobritzsch statt, 2013 auf dem Gelände des Freibad Hagenwerder, wo das Moxxom-Festival seine Zelte gerade abgebaut hat und nun schon wieder etwas anderes aufgebaut wird. Sie suchten etwas weiter südlich entlang der polnischen Grenze und fanden schließlich Schlegel, einen Ortsteil von Zittau mit weniger als 1000 Einwohnern, mitten im Naherholungsgebiet Schlegler Teiche. Das perfekte Nichts zum Feiern. "Das ist genau das Gelände das wir haben wollten. Mit einem großen See, an dem man zelten kann, und einer Bühne, die ein bisschen im Wald drin ist. Ich hoffe, dort können wir bleiben", sagt Leonhardt.

Gemeinsam mit acht Leuten im Kern-Team und ungefähr 30 helfenden Händen organisiert er das Festival, das mit dem "Huchs" als Wappentier - einer Mischung aus Fuchs und Hund - aufs Land zieht und gestresste Besucher zur Tiefenentspannung bringen soll. "Der Großteil des Publikums kommt aus der Stadt, da muss gar nicht so viel drum herum organisiert werden. Man kann schwimmen gehen, Volleyball oder Tischtennis spielen. Die erste Band beginnt erst 16.30 Uhr." Das minimalistische Konzept scheint zu funktionieren, denn die 500 Karten sind wieder alle verkauft, was auch am moderaten Preis von 29 Euro liegen könnte. Und am Line-Up natürlich. "Wir hatten dieses Jahr Lust auf schrammelige Gitarren." 14 Bands spielen irgendwas zwischen Garagensound, Singer/Songwriter, Folk, Psychedelic und Lo-Fi-Rock. Sie kommen aus ganz Deutschland, heißen ClickClickDecker, The Burning Hell, Chackamuck oder Snøffeltøffs. Aus Polen kommen Eric Shoves Them In His Pockets, aus England I Am In Love und aus den Niederlanden Mozes And The Firstborn. Einige reisen auch wieder aus Dresden an, nämlich The Naked Hands, Ogrom Circus und No King.No Crown. Freitagabend beginnt das Festival mit einer Überraschungsband.

Nahezu nichts Elektronisches steht auf dem "DrüHü"-Programm - ein Resultat aus den persönlichen Vorlieben der Macher. Dafür kommt das DJ-Team Disaster!Disaster! mit seinem Indie-Tronic-Britpop-Tanzkoffer. Auch Freunde haben Leonhardt und Co eingeladen, ihre eigenen Platten mitzubringen. Der Gedanke des Selbermachens ist Festivalgrundlage - von der Deko bis zum Sound. Zudem wird es einen deutsch-polnischen Workshop für Jugendliche und eine Klangwerkstatt geben. Wieder bekommen sie Unterstützung vom Dresdner Klub Ostpol, dessen Personal die Bar schmeißt. Die Jungs von Dynamite Booking halfen beim Buchen der Bands und übernehmen die Bühnenbetreuung.

Misch masch sounds veranstalten seit 2010 Konzerte in Dresden, mittlerweile rund 25 im Jahr. Häufig im Ostpol, früher in der Blauen Fabrik, jetzt auch mal im T-Shirt-Druckladen Nikkifaktur. "Gemütliche Konzerte, kleine und große Kunst und manchmal einfach nur eine gute Party" ist der Vereinsslogan. Den haben sie nun offensichtlich erfolgreich ausgewildert.

"Drüben auf dem Hügel", 18.-20. Juli in Schlegel bei Zittau

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.07.2014

Juliane Hanka

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