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Das Dresdner Erich-Kästner-Museum hat seinen Bestand um wertvolle Bücher erweitert

Das Dresdner Erich-Kästner-Museum hat seinen Bestand um wertvolle Bücher erweitert

Die Wunschliste von Angelika Törpsch vom Dresdner Erich-Kästner-Museum ist lang. Ganz oben steht Kästners erstes Bilderbuch "Arthur mit dem langen Arm", illustriert von Walter Trier.

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Winfried Ripp, Geschäftsführer der Bürgerstiftung, und Museumsmitarbeiterin Angelika Törpsch mit wertvollen Ausgaben von Kästner-Werken.

Quelle: Tomas Gärtner

1931 ist es in einem Berliner Verlag erschienen und seither nie wieder aufgelegt worden. "Eine Rarität", sagt sie.

Nun besitzt das Museum ein Exemplar. Das muss zwar erst mal in Behandlung bei einem Buchrestaurator. Aber Besucher des Museums im Erdgeschoss der Villa Augustin am Albertplatz können es sich schon ansehen. Dort ist es zusammen mit weiteren ausgewählten Erstausgaben und besonderen Editionen von Werken Erich Kästners in einer Vitrine zu sehen.

33 Bücher hat das Museum jetzt bei Antiquaren erwerben können. Darunter "Herz auf Taille" von 1928, eine Sammlung von Kästners Leipziger Gedichten, sein erstes Buch. Etwas Besonderes ist auch die Erstausgabe des "Fliegenden Klassenzimmers". Die erschien 1933, als die Nationalsozialisten die Bücher des Autors bereits öffentlich verbrannt und verboten hatten.

Dabei ist ebenfalls der vollständige Satz einer Münchner Zeitschrift mit Kästners Kabarett-Texten. Dazu "Emil und die Detektive" aus der unmittelbaren Nachkriegszeit, gedruckt als Zeitschrift, ein limitierter Sonderdruck des Gedichtzyklus "Die 13 Monate" und die erste DDR-Ausgabe des "Doppelten Lottchen". Auch seine Sammlung internationaler Ausgaben von "Emil und die Detektive" kann das Museum ergänzen - um eine schwedische und eine französische.

2000 Euro hat das Museum dafür ausgeben können. Bekommen hat es dieses Geld von der Bürgerstiftung Dresden. Aus einem speziellen Erich-Kästner-Fonds, wie Geschäftsführer Winfried Ripp erläutert. Spende einer inzwischen verstorbenen Rechtsanwältin aus Solingen mit Vorliebe für Dresden und die Literatur.

Seit Gründung des Dresdner Kästner-Museums-Vereins 1999, dem 100. Geburtstag des Schriftstellers, hat die Bürgerstiftung Geld aus Privathand in das Projekt geleitet. Ein Mikro-Museum, das klein beginnt, mit einem Schrank, Modul um Modul wächst und mit einer Internetseite gekoppelt ist - diese Idee des aus Irland stammenden Architekten Ruairi O'Brien, heute Vorstandsvorsitzender des Vereins, hat Ripp damals überzeugt. "Wir wollen nicht Feuerwerke unterstützen, von denen nur Rauch bleibt", betont er. Das Museum sei auf Dauer angelegt. "Sein Fundament besteht aus Spenden tausender Dresdner."

"Nun können wir es inhaltlich voranbringen", sagt O'Brien. "Der Aufbau soll nicht zum Stillstand kommen."

Die Museumsräume im Erdgeschoss sind erstmals seit 15 Jahren saniert und ein wenig umgestaltet worden, wie Andrea O'Brien vom Vorstand sagt. Zuletzt hatte sich das Museum nach außen erweitert, mit seinem "Erich Kästner Viertel". Ein Netz von elf Händlern in der Dresdner Neustadt mit Geschäftsräumen in Gebäuden, die in Kästners Erinnerungen "Als ich ein kleiner Junge war" vorkommen. Besucher können dort mit ihren Computertelefonen (Smartphones) einen QR-Code scannen, so ein Feld mit schwarzen und weißen Kästchen. Dann zeigt ihnen ihr Display Informationen über das Gebäude und ausgewählte Textpassagen Kästners.

Erich-Kästner-Museum, Villa Augustin, Albertplatz / Antonstr. 1, geöffnet So-Fr 10-18 Uhr, Donnerstag nur Gruppen und Schulklassen

nächste Veranstaltung: 29. Juli, 19 Uhr, Gedichtzyklus "Die 13 Monate", vertont von Manfred Schmitz, mit Uta Hauthal (Gesang) und Derek Henderson (Klavier)

www.erich-kaestner-museum.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.07.2015

Tomas Gärtner

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