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Das 32. Internationale Pantomimefestival in Dresden setzt vor allem auf junge Künstler

Das 32. Internationale Pantomimefestival in Dresden setzt vor allem auf junge Künstler

Natürlich nicht ganz, schließlich haben wir fast November, und der Winter hat sich in den vergangenen Tagen angekündigt. Dennoch ist das Stichwort "Neu" beim diesjährigen 32. Internationalen Pantomimefestival genau das richtige.

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Die Gruppe Mime Fatal hat sich erst im Jahr 2012 gegründet. Am 8. November gastieren sie in Dresden.

Quelle: PR

Alles neu macht der Mai. Denn nicht nur eine neue Spielstätte erwartet die Gäste (der organisierende Verein und Gastgeber Mimenstudio Dresden musste aus dem Boulevardtheater ausziehen und ist seit September im August das Starke Theater zu finden), sondern vor allem frisch gegründete Ensembles sowie noch unbekannte, junge Künstler werden in diesem Jahr auf die Bühne treten. "Es ist in Dresden schwer, die Leute für Unbekanntes zu begeistern. Doch wir wollen das Risiko wagen und den Künstlern die Chance geben, sich in Dresden zu beweisen", erklärte Ralf Herzog, künstlerischer Leiter des Festivals, das vom 6. bis 9. November in der Elbestadt stattfindet.

Doch damit hat sich das Stichwort "Neues" noch nicht erschöpft, denn grundsätzlich sei das Mimenstudio Dresden auf der Suche nach der neuen Pantomime. Verschiedene Tanzstile und Musik könnten dabei eine Rolle spielen. Zudem werde laut Herzog überlegt, ein pantomimisches Kinderprogramm aufzunehmen. Kein Wunder also, dass das diesjährige Motto des Festivals "Hey Du Zukunft - junge Pantomime in Dresden" lautet. "Das Motto drückt genau das Ansinnen aus, das wir mit dem Festival seit Jahren verfolgen", so Ralf Herzog. "Unser Genre der Pantomime hat nur dann eine Zukunft, wenn wir Akteure es weiterentwickeln und junge Menschen dafür begeistern. Daher ist der jährliche Blick über den Tellerrand ein Lebenselixier."

Für diese neue und junge Pantomime steht beispielhaft die Gruppe Mime Fatal aus unserem Nachbarland, der Tschechischen Republik. Live begleitet von Beatboxsound und durchmischt mit Choreografien asiatischer Kampfkunst, spricht das Programm "Push the Button" (8. November, 20 Uhr, August das Starke Theater) nach Angaben von Mitorganisator Jan Romberg, der die diesjährigen Künstler in "der ganzen Welt" entdeckt hat, vor allem junges und jung gebliebenes Publikum an. "Und damit sind wir bei einer weiteren Neuheit angekommen. Wir haben in diesem Jahr vor allem auf größere Ensembles statt auf Einzelkünstler gesetzt, denn insbesondere Gruppen bringen mehr Lebendigkeit mit", erklärt Romberg, der mit seinem Partner Eric Wilcox als das Pantomime-Duo Mind Movement Research ebenfalls zu sehen sein wird (Kinderstück "Pronk", 9. November, 10 Uhr, August das Starke Theater).

Neben der Gruppe Mime Fatal reist für das internationale Pantomimefestival zudem das OPS-Theater aus Dresdens Partnerstadt St. Petersburg an und beleuchtet mit dem Stück "Verwirrt in Syrakus" (7. November, 20 Uhr, Vitzthum-Gymnasium) ein uraltes Thema: Zwei Frauen streiten sich um einen Mann. Dabei ist jedes Mittel recht - mal werden große Gefühle gezeigt, mal werden Armeen aufgefahren, es wird verführt, gemordet, Höllenfeuer, Mückenplagen und Fluten heraufbeschworen. In einer zweiten Geschichte geht es um einen bedauernswerten Zentaur, der leider sein Hinterteil vermisst - ein grotesk-amüsanter Abend, wie Romberg verspricht.

Den Eröffnungsabend übernehmen aber am 6. November, 20 Uhr, in der frisch bezogenen Spielstätte - nicht alles ist neu! - traditionell die Gastgeber. Das Mimenstudio Dresden unter Leitung von Ralf Herzog hat sich trotz des Umzuges noch die Zeit genommen, um ein neues Stück zu erarbeiten: die jüngst zur Premiere gebrachte "Kleinbürgerhochzeit" nach Bertolt Brecht (DNN berichteten).

Begleitend zu den Vorstellungen finden wie immer auch fachliche Workshops statt. Sie dienen dem Austausch der Teilnehmer mit dem Ziel, neue Facetten der Pantomime für sich zu entdecken und das Genre voranzubringen. Zu den Workshops können sich all jene anmelden (Tel. 0351/32371528), die sich mit Schauspiel oder Tanz beschäftigen oder für den bewussten Einsatz von Körpersprache interessieren - ob beruflich oder in der Freizeit. Die Kurse, die täglich von 10 bis 15 Uhr, stattfinden (nur am 9. November von 11.15 Uhr bis 13.30 Uhr) kosten 45 Euro.

Karten für 18 Euro bzw. ermäßigt 12 Euro gibt es über www.reservix.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen und können unter Tel. 0351/32371528 bestellt werden.

Das komplette Programm im Internet unter www.pantomimefestival-dresden.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.10.2014

Nadine Steinmann

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