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Daniel Bäz spielt im DNN-Benefizkonzert

Am dritten Advent Daniel Bäz spielt im DNN-Benefizkonzert

Zum 16. Mal stellt sich das Philharmonische Kammerorchester Dresden beim DNN-Benefizkonzert „Dresdner helfen Dresdnern“ in den Dienst der guten Sache. Es spielt am 11. Dezember um 20 Uhr in der Musikhochschule. Solist ist Daniel Bäz, Solo-Fagottist der Dresdner Philharmonie. Schauspieler Thomas Stecher liest Kästner-Texte.

Solofagottist Daniel Bäz ist Solist im DNN-Benefizkonzert.
 

Quelle: Marco Borggreve

Dresden.  Es klingt fast wie im Roman, wenn Daniel Bäz erzählt, wie er Solo-Fagottist der Dresdner Philharmonie wurde: Geboren 1982 in Dresden, lernte er als Kind zunächst Klavier und Geige, bevor ihm noch als Grundschüler in einer Probe erstmals der Klang des Fagotts auffiel. „Der Klangcharakter hat mich sofort angesprochen“, berichtet der junge Mann heute. Sein Vater ist Cellist in der Dresdner Philharmonie, die Mutter Cellolehrerin am Heinrich Schütz Konservatorium, auch sein Bruder spielt Cello, die Schwester Querflöte. Die Musikalität scheint Daniel Bäz also von Kindheit an in die Wiege gelegt. So ging er zunächst auf die Kreuzschule, bevor er – um Fagott zu lernen – mit zwölf Jahren schließlich auf das heutige Landesgymnasium für Musik wechselte.

„In dem Moment war eigentlich der Grundstein für den Musikerberuf gelegt“, sagt Daniel Bäz im Interview bei einer Tasse Kaffee. Der 34-Jährige kommt gerade von einer CD-Einspielung mit dem Orchester aus der Lukaskirche. Er wirkt bescheiden und ruhig. Das Instrument stellt er sorgsam neben sich ab und berichtet fast zurückhaltend, wie er nach dem Abitur an der Dresdner Hochschule für Musik bei Prof. Mario Hendel studierte, noch als Student sein Probejahr in der Philharmonie und nebenbei das Konzertexamen an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln absolvierte. Heute gehören sein früherer Professor und sein Vater zu seinen Kollegen in der Dresdner Philharmonie. „Das sieht nach außen hin natürlich wie ein Durchmarsch aus, aber es gab immer mal Zweifel auf dem Weg. Die Entscheidung, Musik zum Hauptberuf zu machen, fällt man an vielen Stellen immer wieder neu“, sagt Daniel Bäz.

Seine Eltern haben ihn nicht zur Musikerkarriere gedrängt, wollten ihm aber auch nicht davon abraten. Natürlich konnten sie ihm im Zweifel immer klar sagen, worauf es ankommt. Auch sein Lehrer Mario Hendel habe ihn von Anfang an gefördert und gut auf die Zeit nach Schule und Studium vorbereitet. „Man muss sich schon selbst sehr, sehr sicher sein, dass man das will“, berichtet Daniel Bäz. Die Stelle in der Dresdner Philharmonie war ein Glück. Es kommt eher selten vor, dass ein junger Musiker im Orchester der Heimatstadt spielen kann. Heute lebt er hier zusammen mit seiner Frau, die ebenfalls Musikerin ist, und der kleinen Tochter. Dass die Entscheidung für die Musik für Daniel Bäz die richtige war, spürt man sofort, als das Gespräch auf die Musik kommt.

16. DNN-Benefizkonzert für „Dresdner helfen Dresdnern“

Zum 16. Mal stellt sich das Philharmonische Kammerorchester Dresden unter Wolfgang Hentrich beim DNN-Benefizkonzert „Dresdner helfen Dresdnern“ in den Dienst der guten Sache. Es spielt am 11. Dezember um 20 Uhr in der Hochschule für Musik, gemeinsam mit Kreuzorganist Holger Gehring am Cembalo, Werke von Corelli, Tschaikowski und Vivaldi. Solist ist Daniel Bäz, Solo-Fagottist der Dresdner Philharmonie. Schauspieler Thomas Stecher steuert Kästner-Texte bei.

Karten unter Tel. 0800/2181-50 (gebührenfrei), an allen Reservix-Vorverkaufsstellen, an der Abendkasse und unter www.reservix.de.

Begeistert und tiefgründig philosophiert er über Musikwissenschaft, Theorie, Stilistik, verschiedene Spielweisen und die Bedeutung von Beethoven für die Entwicklung der Musik. Das Fagott sei zwar traditionell eher ein Orchesterinstrument, dennoch spiele er auch gern mal solistisch oder im Kammermusikensemble, zum Beispiel im Quintett oder im Klavierduo. „Für mich ist die Musik das ausdrucksstärkste Kommunikationsmittel“, sagt Daniel Bäz – und ist nun ganz in seinem Element. Es fällt ihm zweifelsohne leichter, über sein Instrument zu reden als über sich selbst. „Die Musik nimmt einen schon ziemlich in Anspruch, das ist nicht einfach nur ein Job, sondern eine Berufung, und der Selbstanspruch treibt einen immer weiter voran“, sagt er. Hobbys wie Fahrradfahren betreibe er dagegen eher so nebenbei, um fit zu bleiben.

Einen bestimmten Lieblingskomponisten habe er nicht. „Ich betrachte mir lieber Querverbindungen, ich suche nach dem Gehalt in der Musik, nach der Aussage einer Komposition. Schnelle Effekte sind nicht mein Ding. Je mehr etwas nachwirkt, desto wertvoller ist es für mich“, meint der Fagottist. Und dann berichtet er von Vivaldi, der zahllose Violinkonzerte und immerhin mehr als 30 Konzerte für Fagott geschrieben hat. „Das Fagott war damals in Italien als Soloinstrument noch in den Anfängen“, sagt er. Vivaldi gehörte zu den ersten, die das Fagott auch als Individuum im Konzert betrachteten. Im Rahmen des 16. DNN-Benefizkonzertes „Dresdner helfen Dresdnern“ wird Daniel Bäz als Solist zusammen mit dem Philharmonischen Kammerorchester Dresden unter der Leitung von Wolfgang Hentrich Vivaldis Concerto G-Dur für Fagott, Streicher und Basso continuo RV 493 aufführen. „Ich freue mich darauf, denn das Konzert hat viel zu bieten, ich kann viel gestalten, atmosphärisch arbeiten und nicht nur virtuos sein, sondern das Stück mit Inhalt füllen“, sagt er. Eine schöne Gelegenheit für ihn, das Fagott als Soloinstrument hörbar zu machen – und für das Publikum, den jungen Fagottisten im Zwiegespräch mit seinem Instrument kennenzulernen.

DNN-Benefizkonzert „Dresdner helfen Dresdnern“, am 11.12., 20 Uhr, Dresdner Hochschule für Musik Carl Maria von Weber

Von Nicole Czerwinka

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