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Da tanzen sie wieder!

Da tanzen sie wieder!

Was wäre die kunterbunte, in Selbstausbeutung wie auch Selbstermutigung gewachsene und widerstandsfähig gewordene Dresdner Tanzszene ohne diese fast schon legendäre Tanzwoche Dresden, die vom 19. bis 29. April ihren nunmehr 22. Jahrgang absolviert.

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Gastiert am 27.4. im Societaetstheater: das temporaere theater berlin mit "F 63.9", einem Ballett nach "Phaedra".

Quelle: Ivan Kap

Und sich nach wie vor keine großen Sprünge leisten kann. Ein gestückelter Gesamtetat von 70 000 Euro mag in der Szene vielleicht großartig klingen, aber für ein Festival ist es halt nicht eben viel. Und reicht auch kaum für ein zu bezahlendes "Einmieten" bei langjährigen Partnern. Das klingt dann wie im bekannten Zählreim: die "Scheune" hat sich umstrukturiert, da waren es nur noch sieben...

Andererseits gibt es bei der Tanzwoche stets auch Orte, die neu oder weiter erkundet werden. So verwandeln beispielsweise die carrot dancers, und ganz speziell Nicole Meier, mit täglich wechselnden Performances (22.- 27.4.) das Schaufenster von "Schaulust" auf der Hauptstraße 31 bis 33 zur Spielstätte. Das sympathische Filmtheater Thalia und die Tanzwoche laden ein weiteres Mal zum Sonntagsbrunch (28. April) ein, diesmal mit einem spannenden Filmprogramm zu "Le Sacre du Printemps". Übrigens gibt es am Welttag des Tanzes (29.4.) auch eine Begegnung mit dem bekannten Tanzkritiker Hans-Joachim Schmidt, der im Projekttheater über Rudolf Nurejew (1938-1993) sprechen wird. Und wer bislang noch nie bei sicht/beton/ung von FriedrichstadtZentral gewesen ist, der hat die letzte Gelegenheit dazu in der achten Ausgabe, bevor die rührigen Friedrichstädter ihr Domizil verlassen müssen, um schließlich auf der anderen Elbseite in Pieschen etwas Neues aufzubauen.

Was nun im diesjährigen Jahrgang konkret Prolog oder Epilog ist, ob die Gala am 22. April im Kleinen Haus vom Staatsschauspiel Dresden tatsächlich nur Auftakt oder Höhepunkt der Tanzwoche wird, dürfte als Diskussionspunkt das Publikum vielleicht weniger interessieren. Dann schon eher, wer diesmal bei der Gala dabei sein und erklärtermaßen "immer feste tanzen" wird. Die Aufzählung der Mitwirkenden klingt, wie beim Pressegespräch mit den Veranstaltern zu erfahren ist, wahrhaft vielversprechend. Neben Tänzern aus Dresden und Radebeul sind ebenso Gäste aus Leipzig, Chemnitz, Görlitz, vom Theater Plauen-Zwickau sowie aus Berlin angekündigt, und erstmals gastieren das Ballett Rossa der Oper Halle wie auch Solisten vom Ballett Nordhausen. Zudem sind noch Überraschungsgäste zu erwarten. Da sollte man möglichst bald Karten bestellen - vielleicht ist ja das Kleine Haus nicht groß genug, um alle Neugierigen aufzunehmen.

Im 22. Jahrgang der Tanzwoche gibt es auch Uraufführungen zu benennen. Dazu gehört das neue Stück von Gundula Peuthert "Viva Valeska - Leichen spiele ich besonders gern", ein Tanz-Schauspiel für eine Tänzerin und eine Schauspielerin über die Tänzerin Valeska Gert. Und ebenso stellt Paul Julius aus Leipzig mit "Spacesbetween" eine neue Produktion vor. Mit "High Heels 5" kommt auch das in Dresden längst bekannte Cynthia Gonzales Dance Theatre Bern zum Festival, und viele werden sich speziell auf Veselé Skoky Prag freuen, eine Gruppe, die in Dresden offenbar schon Kultstatus besitzt.

@www.tanzwoche.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.04.2013

Gabriele Gorgas

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