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DNN-Kunstauktion: 9788 Euro für den guten Zweck

DNN-Kunstauktion: 9788 Euro für den guten Zweck

"Öffnen Sie nicht nur ihr Herz, sondern auch ihr Portemonnaie. Es ist schließlich für den guten Zweck." Mit diesen Worten begrüßte Joachim Hoof, Vorstandsvorsitzender der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, die Gäste der 18. DNN-Kunstauktion.

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Um Irene Hofmanns "Abendsterne" entbrannte ein wahrer Bieterkampf. Am Ende versteigerte Gisbert Porstmann das Werk für 2200 Euro.

Quelle: Dietrich Flechtner

Sie fand am Dienstagabend wie gewohnt im Sparkassenhaus am Güntzplatz statt. Hoofs Hinweis war dabei durchaus von sozialer Natur. Denn traditionell gehen auch in diesem Jahr die Einnahmen zu einem guten Teil an die DNN-Weihnachtsaktion "Dresdner helfen Dresdnern". DNN-Chefredakteur Dirk Birgel schlug dabei in die selbe Kerbe wie der Sparkassenchef: "Lassen Sie sich heute Abend ruhig zur Unvernunft verleiten. Selbst wenn sie ihr Budget überschreiten, Herr Hoof hat sicher einen guten Kredit für sie."

Unvernünftig waren die rund 100 Gäste der Auktion zu Beginn allerdings (noch) nicht. Der Start war eher verhalten, was bei Versteigerungen aber nicht gerade ungewöhnlich ist. Auktionator Gisbert Porstmann, Chef der Museen der Stadt Dresden, erwies sich als gesprächiger Mann mit dem Hammer und betonte von Anfang an immer wieder "Da geht noch mehr!" Die Aufwärmphase im Publikum war allerdings urplötzlich vorbei, als Max Uhligs "Jugendlicher Kopf" von den beiden Auktions-Assistentinnen in den Saal getragen wurde. Porstmann zeigte sich einzig überrascht vom niedrigen Einstiegspreis von 400 Euro. "Ist das überhaupt richtig?" fragte er in die Runde. Auf entsprechende Gebote musste er nicht warten. Gleich mehrere Bieter lieferten sich einen Kampf um das Diptychon aus Druck und dazugehöriger geätzter Kupferplatte. Porstmann ließ den Hammer schließlich bei 1200 Euro fallen. Der Weg zu einem erfolgreichen Auktionsabend schien damit geebnet.

Bereits kurz danach konnte die höchste Summe des Abends erzielt werden. Dafür sorgte Irene Hofmanns "Abendsterne". Das Ölbild, das erst in diesem Jahr entstanden war, zeigt eine Straßenszene in der abendlichen Dämmerung. Autoscheinwerfer erstrahlen dabei wie Sterne am Abendhimmel. Obwohl der Einstiegspreis mit 1600 Euro eher hoch angesetzt war, ließen sich die Bieter nicht abschrecken, im Gegenteil. Für immerhin 2200 Euro wechselte das Werk den Besitzer. Ebenfalls gute Erlöse erzielten Hans-Peter Adamskis "Pferdefrau" (1700 Euro), Martin Mannigs "Go away" (1300 Euro) und Guido Reddersens "Goldener Raum 5" (1100 Euro). Für einen glatten Tausender konnte Porstmann auch Christian Serys "Rotas" - ein Industriegummi-Unikat aus dem Jahr 2000 - versteigern.

Doch nicht nur am oberen Ende der Preisskala waren Erfolge zu verzeichnen. Ein Digitaldruck Jürgen Schieferdeckers war bereits für 100 Euro zu bekommen, Farbholz- und Linolschnitte von Stephanie Marx für 300 und 160 Euro, Cosima Tribukeits "Blub" - eine Zeichnung auf Druck - für 220 Euro, die Serigrafie "ABC" von Bernd Hahn für 200 Euro. Überraschungen boten Namen wie Julia Gaisbacher, deren vierteilige Edition "Diamonds are forever" 850 Euro erzielen konnte (Einstiegspreis 480 Euro), oder auch Tobias Köbschs Ölbild "Arrival 03" mit 420 Euro (110 Euro). Prozentual gesehen war aber - zum wiederholten Mal - Christiane Latendorf die "Siegerin" des Abends. Ihre Scherenschnitte wurden jeweils schon für 10 Euro aufgerufen und erhielten schließlich für 100 und 190 Euro den Zuschlag.

Insgesamt wechselten am Dienstagabend 75 Kunstwerke den Besitzer. Der Gesamterlös lag bei 34 860 Euro. 9788 Euro kommen dabei direkt der DNN-Weihnachtsaktion "Dresdner helfen Dresdnern" zu Gute. Das Gros der Einnahmen geht an die Künstler selbst, die ihre Werke deutlich unter Galeriepreisen zur Verfügung stellen. Dem "Freundeskreis Städtische Galerie - Atelierbegegnungen e.V.", mit dem seit Jahren eine enge Zusammenarbeit rund um die Auktion besteht, bleiben 4894 Euro.

Doch nicht nur im Saal selbst konnte geboten werden. Gisbert Porstmann lagen für sieben Werke auch schriftliche Gebote vor, allerdings konnte keines gegen die kunstbegeisterten Interessenten im Saal bestehen. Die Lektion: lieber persönlich dabei sein, wenn die DNN auch im nächsten Jahr in der Vorweihnachtszeit zur 19. Kunstauktion lädt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.11.2013

Nadine Steinmann, Torsten Klaus

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