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DNN-Benefizkonzert sammelt für "Dresdner helfen Dresdnern"

DNN-Benefizkonzert sammelt für "Dresdner helfen Dresdnern"

Seit 1995 rufen die DNN unter dem Motto "Dresdner helfen Dresdnern" zur vorweihnachtlichen Spendenaktion auf. In den vergangenen Jahren haben die Leser jeweils weit über 100 000 Euro gespendet.

In diesem Jahr sind bislang mehr als 50 000 Euro eingegangen. Das Geld ist für Menschen gedacht, die auf die Hilfe anderer angewiesen sind: kranke Kinder, Obdachlose sowie Kinder und Jugendliche in komplizierten Lebenslagen.

Am 15. Dezember, 20 Uhr, gibt es auch in diesem Jahr wieder das traditionelle festliche Benefizkonzert des Philharmonischen Kammerorchesters Dresden, veranstaltet von den Dresdner Neuesten Nachrichten in Kooperation mit der Hochschule für Musik Dresden. Im Konzertsaal der Hochschule, Wettiner Platz/Schützengasse, erklingen Werke von Benjamin Britten, Lars-Erik Larsson und Arcangelo Corelli, Solist ist der Bassist Benedikt Hübner/Dresdner Philharmonie, am Cembalo Prof. Ludger Rémy. Die Leitung hat Wolfgang Hentrich. Von den beiden Schauspielerinnen Ursula Geyer-Hopfe und Christine Hoppe werden Texte gelesen.

Seit mehr als 22 Jahren am Staatsschauspiel engagiert, ist Christine Hoppe vom Dauerbrenner-Effekt her wohl auf dem besten Weg, in die Fußstapfen ihrer Kollegin Ursula Geyer-Hopfe zu treten. Selbst wenn dieser Weg noch ein weiter ist. Vor kurzem ist Christine Hoppe 45 Jahre alt geworden, das darf erwähnt werden, ohne dabei uncharmant zu wirken.

Sie studierte von 1985 bis 1989 an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin, bekam anschließend ihr erstes Engagement am Theater Chemnitz, wo sie zwei Spielzeiten absolvierte. Danach folgte die Rückkehr nach Dresden und ein seither andauerndes festes Engagement, wie es an deutschen Theaterbühnen immer weniger zu finden ist. 2006 gab's hier auch den Erich-Ponto-Preis für sie. Überfällig, wie einige meinten. Dass es dazu kam, war auch der Umwidmung der Auszeichnung zu danken, die ursprünglich der Förderung des darstellerischen Nachwuchses galt.

Christine Hoppe, mittlerweile zweifache Mutter, ist schon in jungen Jahren quasi am Theater groß geworden. Wichtigster Grund dafür war zweifellos ihr Vater Rolf Hoppe, der das Dresdner Staatsschauspiel ab 1962 für mehr als zwanzig Jahre zu seiner künstlerischen Wirkungsstätte machte.

In der aktuellen Dresdner Inszenierung von Dürrenmatts "Der Besuch der alten Dame" (eine Kooperation mit dem Maxim Gorki Theater Berlin) spielt sie "Clara, eine schöne Frau", wie es ausdrücklich vom Autoren verlangt wird. Doch Christine Hoppe zeigt immer wesentlich mehr als nur das Reizende oder Aufreizende. In ihrer Prinzessin Eboli in Roger Vontobels Lesart von Schillers "Don Carlos" findet sich das beispielhaft: Zerrissenheit, Verzweiflung, Seelenpein, Kampf mit sich selbst.

Ihre jüngste Rolle ist übrigens die der Claudia, Mutter von Emilia Galotti im gleichnamigen Stück. An ihrer Seite: Tom Quaas. Zusammen ergibt das auch ein Kapitel Dresdner Schauspielgeschichte. Mindestens.

Ich bin erstaunt, was ich alles ge- macht habe." Dieser Satz war alles andere als Attitüde, er kam spontan von Herzen. Es war Ursula Geyer-Hopfes Antwort auf die lange Liste ihrer schauspielerischen Meriten, verlesen vom Kulturbürgermeister Ralf Lunau, als er sie im Januar 2013 als Dresdner Kunstpreisträgerin vorstellte.

Diese Szene charakterisiert Ursula Geyer-Hopfe ganz gut. Sie hat sich nie in den Vordergrund gespielt, nur selten ganz vorn an der Rampe gestanden, und trotzdem hat sich ihre darstellerische Qualität bei vielen Theaterbesuchern tief eingeprägt.

Sie darf durchaus als Grande Dame der hiesigen Schauspielerinnen-Gilde bezeichnet werden. Der Name Ursula Geyer-Hopfe verknüpft sich in Dresden vor allem mit dem Theater Junge Generation, dem sie nicht nur über 36 Jahre im Ensemble verbunden war, sondern wo sie auch Ehrenmitglied ist. Doch damit nicht genug: Im zarten Alter von 71 wechselte die Mimin 1995 ans Staatsschauspiel und blieb bis 2007 Ensemblemitglied.

89 ist sie mittlerweile, und nicht nur deshalb wesentlich jünger wirkend, weil ihr Geburtstag auf den 29. Februar fällt. Ihre bislang letzten Auftritte hatte sie als Omi mit Zöpfen in Franz Wittenbrinks Singspiel "Die Lobbyisten". Dort sang sie tatsächlich "Haben sie schon mal im Dunkeln geküsst?"

Aufgewachsen ist sie in Freiberg, hatte dort auch die ersten Bühnenauftritte - bereits als Vierjährige, wie kolportiert wird. Ihr erstes Bühnenengagement erhielt sie ebenfalls in Freiberg, kurz nach dem Krieg. Zwickau und Dresden sind ihre Stationen als Schauspielerin, den Gang ans Berliner Ensemble Anfang der fünfziger Jahre tritt sie nicht an.

Dieter Görne hatte sie damals ins Ensemble des Staatsschauspiels gelotst, Holk Freytag behielt sie. Unter Wilfried Schulz spielte sie immer noch besagte Gastrollen.

Karten zu Euro 15/erm. 10 (ausschlie§lich für Kinder bis 14 Jahre) über www.reservix.de, an den Reservix-Vorverkaufskassen und an der Abendkasse. Kein Kombiticket.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.12.2013

Torsten Klaus

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