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"Creative Entrepreneurship" will der Kreativität in Dresden das Wirtschaften beibringen

"Creative Entrepreneurship" will der Kreativität in Dresden das Wirtschaften beibringen

Myrto Pertsinidi stammt aus Thessaloniki. Die junge Griechin hat schon einige internationale Projekte für den Dresdner Verein Jugend- & Kulturprojekte durchgeführt.

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Vereinschef Stefan Kiehne und Myrto Pertsinidi von "Wir gestalten Dresden".

Quelle: Amac Garbe

Vergangenes Jahr widmeten sich unter ihrer Regie junge Architekten, Historiker, Filmemacher und Fotografen aus vielen Ländern dem seit Jahren verfallenden Barockschloss Übigau. Die Teilnehmer hielten einen zehntägigen Workshop ab, um Ideen zur Wiederbelebung des Schlosses zu entwickeln. "CaptureCulture" - übersetzt sowas wie Kultur erhalten - hieß das Projekt. Das aktuelle Vereinsvorhaben nennt sich "Creative Entrepreneurship" und auch hierfür reisen die Teilnehmer wieder von weit her an. Bei der "Internationalen Tagung der Kreativwirtschaft", die ab heute bis 12. April im Hotel Cityherberge in Dresden stattfindet, lernen zwanzig Kreative aus sechs europäischen Ländern, darunter Spanien, Bulgarien und Polen, wie man aus einer guten Idee ein wirtschaftlich lebensfähiges Unternehmen macht.

Myrto Pertsinidi ist erneut die Projektleiterin. "Wir wollen Kreative ganz Europas miteinander in Kontakt bringen und den Austausch von Qualitätsstandards fördern, damit junge Unternehmer ihr eigenes Kreativunternehmen gründen und nachhaltig gestalten können." Sie findet, dass die nachwachsende Generation motiviert und gut ausgebildet werden sollte, damit sie nicht mit unnötig verzerrten Erwartungen durchstartet. "Wir bieten deshalb nicht nur theoretische Bausteine wie Vorträge über die Erstellung eines kulturellen Businessplans, den Aufbau eines internationalen Netzwerks und Fallstudien verschiedener Kreativbranchen in unterschiedlichen Gesellschaften und Städten an, sondern auch Besuche bei Dresdner Kreativunternehmen, die den Schritt in die freie Wirtschaft bereits erfolgreich gegangen sind."

Ein Glücksseminar für den Erfolg

Als Praxisbeispiele dabei sind das Crowdfunding-Portal Startnext, aber auch das Musikhaus Volume11, die Ballroom Studios GbR, Bottle Crop, ein Unternehmen, das Salat in Flaschen züchtet und die Nikkifaktur, die T-Shirts kunstvoll bedruckt. Es gibt sogar ein Glücksseminar, in dem die Psychologin Saskia Rudolph eine positive Herangehensweise an die Unternehmensgründung lehrt.

Der aktuelle Workshop ist eine Kooperation mit "Wir gestalten Dresden", dem Branchenverband der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft. Dieser Wirtschaftsverband präsentiert die mittlerweile zweitgrößte Branche in Dresden und bemüht sich um eine bessere Wahrnehmung und Vernetzung der über 12 000 Kultur- und Kreativwirtschaftler in Politik, Verwaltung und Gesamtwirtschaft. Der Verband stellte auch den Kontakt zu den vier Trainern Christian Rost (Stadtentwicklung), Andreas Milles (Marketing), Katja Grosser (Kulturmanagement) und Josephine Hage (Kulturphilosophie) her, die alle Kurse leiten und auf Englisch halten werden.

Der Jugend- & Kulturprojekt e.V. und mit ihm sein Vorstandsmitglied Stefan Kiehne bieten die Plattform für Planung, Umsetzung und Durchführung solcher Projekte im Jugend-, Bildungs- und Kulturbereich. "Der Dresdner Verein wurde 2004 mit dem Ziel gegründet, den kulturellen Austausch zwischen den europäischen Ländern zu fördern und damit an der sozialen Integration von Jugendlichen und Erwachsenen beizutragen", steht in der Satzung. Für "Creative Entrepreneurship" konnte der Verein fast 16 000 Euro an Fördergeldern sammeln, die sich aus dem Programm "Jugend in Aktion", "Jugend für Europa" und dem Programm "Wir für Sachsen" vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz zusammensetzen. Geld das größtenteils für die kostspielige Anreise der Teilnehmer, für Unterbringung und Trainingskurse ausgegeben werden soll.

Neben der Chance, einmal in die Kreativlandschaft eines anderen und möglicherweise schon weiter entwickelten Landes reinzuschauen, wird der Veranstaltungsort eine konkrete Rolle spielen. "Ein wesentlicher Teil der Austauschprojekte besteht darin, die Teilnehmer mit der Stadt Dresden und ihrer besonderen Geschichte vertraut zu machen", sagt Vereinschef Kiehne. Vermutlich werden die Teilnehmer also auch oft durch die Stadt laufen und von interessierten Touristen kaum zu unterscheiden sein. Die Ergebnisse des Projektes sollen dann später auf der Vereinswebseite und einer DVD präsentiert werden.

Juliane Hanka

iVom 4. bis 12. April findet der internationale Workshops "Creative Entrepreneurship" im Konferenzraum des Hotels CityHerberge, Lingnerallee 3, statt. Mehr unter www.jkpev.de.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.04.2014

Juliane Hanka

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