Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Comödie Dresden geht mit fünf Premieren in die neue Spielzeit 2012/13

Comödie Dresden geht mit fünf Premieren in die neue Spielzeit 2012/13

Einen Kalender wollen Annie und Chris machen, zwei Frauen in den besten Jahren, die im örtlichen Frauenclub sonst Basare organisieren und für gute Zwecke basteln.

Aber nachdem Annies geliebter Mann an Leukämie stirbt, will sie ihm ein ungewöhnliches Denkmal setzen: mit einer Krebs-Stiftung, die natürlich ein gewisses Grundkapital braucht. Also nimmt das Projekt Pin-up-Kalender nach anfänglicher Empörung der Club-Vorsitzenden peu à peu Gestalt an, allerdings wird die Freundschaft von Annie und Chris dann auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Mit von der Partie sind u.a. Angelika Mann und Walfriede Schmitt.

2003 wurde die Komödie von Tim Firth mit Helen Mirren und Julie Waters in den Hauptrollen verfilmt und war ein großer Publikumserfolg. Nun hofft die Comödie Dresden, dass es Dominik Paetzoldts Inszenierung von "Kalender Girls" nicht minder wird, wobei die Premiere am 8. März 2013 angesetzt ist. Eröffnet wird die neue Spielzeit 2012/13 am 31. August mit dem Stück "Paul auf hoher See", mit dem man an den Erfolg der Inszenierung "Rentner haben niemals Zeit" anknüpfen will. Die riss die Leute so von den Socken, dass man damit auf Tournee ging, bei der dann bei 46 Terminen 46 mal "ausverkauft" gemeldet werden konnte.

Feucht-fröhliches Chaos

Wieder spielt Publikumsliebling Herbert Köfer mit, der trotz seiner 91 Jahre eben "nicht wie ein rohes Ei behandelt" werden wolle, wie Stefan Schepnitz, einer der beiden Comödien-Direktoren, gestern versicherte. Köfer schlüpft an der Seite seiner Tochter Mirjam (mit der er zum ersten Mal seit zehn Jahren gemeinsam auf der Bühne steht) in eine seiner Paraderollen: Er ist der Rentner Paul Schmidt, der niemals Zeit hat, was in der DDR zum geflügelten Wort wurde. Intendant Christian Kühn hat Köfer die in ein feucht-fröhliches Chaos mündende Geschichte, in der auch ein "durchgeknallter" Naturschützer einen Auftritt haben wird, "auf den Leib geschrieben".

Kühn wartet in der Spielzeit 2012/13 mit fünf Premieren auf, daneben gibt es ein Wiedersehen mit etlichen Produktionen, die sich bewährt haben, wie "Die Hexe Baba Jaga und Zar Wasserwirbel" oder auch "Rock'n'Roll High School" mit 85 bzw. 77 Prozent Auslastung. Zählte man in der Comödie im Jahr 2011 rund 58 000 Besucher, was Schepnitz unumwunden ein "schlechtes Ergebnis" nennt, so hat man diese Zahl bereits jetzt Mitte Juli erreicht. Schepnitz, sein Partner Olaf Maatz sowie Kühn wollen bewusst viel Neues bieten, nicht auf Standard-Stücke setzen, die ohnehin landauf, landab ständig strapaziert werden. Man will ein neues, junges, aufgeschlossenes Publikum ins Haus holen, das alte aber auch nicht vergraulen. Ein Spagat.

Die Mischung soll's machen

Die Mischung soll es auch machen bei der Auswahl der Schauspieler. Kämpen wie Köfer sollen nicht minder für ein volles Haus sorgen, wie heutige TV-Stars wie Oli P. (also Oliver Petszokat), der nicht nur durch seine 4,5 Millionen verkauften Schallplatten, sondern auch seine Tätigkeit als Moderator und TV-Schauspieler vor allem vielen jüngeren Semestern ein Begriff ist. Petszokat steht in dem Stück "Elling" auf der Bühne, zusammen mit Christian Kühn, der sich Swentja Krumscheidt ins Inszenierungsteam holt.

Am 5. Oktober hebt sich der Vorhang für die Komödie "Meine Braut, sein Vater und ich" von Gérard Bitton und Michel Munz, wobei Kühn bei dieser deutschen Erstaufführung selbst Regie führen wird. Der Frauenheld wie eingefleischte Junggeselle Henri kann nur dann das Millionerbe einstreichen, wenn er innerhalb eines Jahres heiratet. Auf Anraten seines Anwalts Norbert ehelicht Henris seinen Freund, den arbeitslosen und finanziell völlig in der Bredouille steckenden Schauspieler Dodo. Die vermeintlich problemlose (Homo-)'Scheinehe' mutiert schon bald zum rosaroten Alptraum-

Am 1. Juni 2013 hat die Comödie dann ein Auswärtsspiel: im Glücksgasstadion. Getreu dem Sprichwort "Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, muss der Prophet zum Berg gehen", holt man mit dem auf dem Grünen Rasen gespielten Theaterstück "11 Mann im Abseits" die Fans von Dynamo Dresden dort ab, wo sie besonders gern sind: im Stadion. Was Mario Barth kann, nämlich Stadien füllen, das wollen die Leute von der Comödie auch. Mit dem 60 Jahre Dynamo-Geschichte reflektierenden Werk wolle man laut Maatz zudem zeigen, dass nicht alle Fans Chaoten sind, deutlich machen, dass Dresden nicht nur Kunst- und Kultur-, sondern auch Sportstadt ist.

Eingeführt wurde auch ein neues "Viellacher-Paket" (Kühn). Man kann drei Stücke sehen und nur zwei bezahlen (spart also 33 Prozent), ausgewiesene Sparfüchse wie Theaterliebhaber fahren mit dem Angebot "10 für 5" besonders gut. Man kann zehn Stücke sehen, muss aber nur fünf bezahlen, spart also 50 Prozent. Christian Ruf

www-comoedie-dresden.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.07.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur News

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr