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Cineplex hat das Rundkino von Fantasia übernommen

Cineplex hat das Rundkino von Fantasia übernommen

Das Rundkino hat einen neuen Betreiber: Die "Fantasia" Nürnberg hat das Dresdner Großkino an der Prager Straße an die Wuppertaler Cineplex-Gruppe übertragen.

Das teilte Theaterleiterin Susann Postel auf DNN-Anfrage mit. Der Wechsel sei bereits am 27. Oktober vollzogen worden.

"An unserem Programm und unserer Ausrichtung wird sich kaum etwa ändern", versicherte Postel. Allerdings wolle man etwa weg vom Image als 3D-Kino. Zudem seien nun einige kleinere Umbauten geplant. "Wir wollen das Rundkino zum Beispiel durch eine bessere Beleuchtung außen optisch wieder zurück auf die Prager Straße rücken", nannte sie ein Beispiel - derzeit wirke das Filmtheater etwas versteckt hinter den Nachwende-Neubauten. Auch möchte sie innen den Tresen "informationsfreundlicher" gestalten. Zudem wird das Haus nicht mehr "Neues Rundkino - Cinemagnum" heißen, sondern schlicht wieder "Rundkino Dresden."

Der Betreiberwechsel habe persönliche, keines betriebswirtschaftlichen Gründe gehabt, betonte die Theaterleiterin. Fantasia-Chef Wolfram Weber selbst konnte oder wollte keine Auskunft dazu geben - er weile derzeit im Ausland, hieß es auf Anfrage im Nürnberger Unternehmen. Cineplex hat aber alle Mitarbeiter des Rundkinos übernommen. Inklusive der Pauschalkräfte sind rund 40 Mitarbeiter in dem Filmtheater tätig.

Das Rundkino ging 1972 erstmals in Betrieb, damals hatte es einen der größten Vorführsäle (1018 Plätze) der DDR und war auch ein Premierenkino. 1991 übernahm die Ufa das Haus und baute im Keller fünf weitere Kinosäle ein. 1998 errichtete das Unternehmen den Kristallpalast nebenan. Die Augustflut 2002 überschwemmte das Filmtheater dann, die Säle im Keller blieben wirtschaftliche Totalschäden. Die Ufa gab das Haus danach auf.

Nach fünfjähriger Schließzeit mietete Weber 2007 das Haus vom Eigentümer, der Tetris Grundbesitz GmbH, an und baute zunächst den großen Saal zum 3D-Kino um. Allerdings blieb die zunächst Resonanz unter den Erwartungen: Hatte Weber ursprünglich mit etwa 250 000 Jahresbesuchern für einen profitablen Betrieb kalkuliert, so kamen tatsächlich nur rund 100 000. Auf Webers Betreiben richtete Tetris im Jahr 2008 mit einem Investitionsaufwand von zwei Millionen Euro die fünf Säle im Keller wieder ein. Zuletzt verbesserten sich die Zahlen dadurch anscheinend, die Rede war von etwa 300 000 Besuchern im vergangenen Jahr. Heiko Weckbrodt

Mehr Infos: www.rundkino.com und (zur Geschichte) www.rundkino-dresden.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.11.2011

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