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Christian Thielemann: Der Maestro ist mehr als ein Chefdirigent

Christian Thielemann: Der Maestro ist mehr als ein Chefdirigent

Dresden: Kein deutscher Dirigent ist in der Musikwelt derzeit so begehrt wie Christian Thielemann (54). Der gebürtige Berliner hat sich mit herausragenden Interpretationen im deutsch-romantischen Opern- und Konzertrepertoire einen Namen gemacht und gilt als ausgesprochener Spezialist des Werkes von Richard Wagner.

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Christian Thielemann mit der Staatskapelle Dresden in der Carnegie Hall.

Quelle: Arno Burgi

Seit seinem Bayreuth-Debüt im Jahr 2000 ist er eine feste Institution auf dem Grünen Hügel. 2013 übernahm er die Künstlerische Leitung der Osterfestspiele Salzburg. Seit 2011 ist er Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London sowie Ehrendoktor der Musikhochschule in Weimar.  

Dabei hat Thielemann wie kaum ein Dirigent seiner Generation die Karriere wohldosiert aufgebaut. 1978 begann er als Korrepetitor an der Deutschen Oper Berlin. Nach Stationen in Gelsenkirchen, Karlsruhe, Hannover und Düsseldorf trat er 1988 als jüngster Generalmusikdirektor (GMD) Deutschlands in Nürnberg an. 1997 wurde er GMD der Deutschen Oper Berlin, von 2004 bis 2011 leitete er in gleicher Position die Münchner Philharmoniker. Seit Sommer 2012 amtiert er als Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. IM Gespräch ist er auch für die Nachfolge von Sir Simon Rattle als Chef der Berliner Philharmoniker.  

Thielemann wird nachgesagt, seine Verträge knallhart zu verhandeln. So hat er auch in Dresden alle Dinge, die seine Arbeit als Dirigent der Sinfoniekonzerte und bei Opernaufführungen betreffen, klar geregelt. Im aktuellen Konflikt mit dem jetzt gekündigten designierten Dresdner Opernintendanten Serge Dorny geht es mehr um ein strukturelles Thema - die Stellung der Staatskapelle im Opernhaus. Dorny sah im Orchester mehr eine Sparte der Oper, Thielemann pocht auf eine Autonomie seiner „Kapelle“.  

Kompetenzgerangel gab es auch schon bei seinen beiden letzten Positionen vor Dresden. Als GMD an der Deutschen Oper kam es zum Streit mit Intendant Udo Zimmermann. In München ging es um den Konflikt, welche Stücke Gastdirigenten mit den Philharmonikern aufführen dürfen. Mitunter wird Thielemann vorgeworfen, keinen „Gott neben sich“ zu dulden. Nach dem Rauswurf von Dorny dürfte es für die Sächsische Staatsoper nicht einfach werden, einen Nachfolger zu finden, der zu einer Persönlichkeit wie Christian Thielemann passt.

dpa

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