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Chemnitzer Archäologie-Museum vor Eröffnung - Ministerin: Schau ist richtungsweisend

Chemnitzer Archäologie-Museum vor Eröffnung - Ministerin: Schau ist richtungsweisend

Einen Tag vor der offiziellen Eröffnung des neuen Staatlichen Museums für Archäologie in Chemnitz hat sich Kunstministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) zufrieden gezeigt.

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Vom Neandertaler zum heutigen Menschen: Im ehemaligen Kaufhaus Schocken informieren ab Freitag mehr als 6.000 Exponate über rund 300.000 Jahre Menschheitsgeschichte.

Quelle: dpa

„Das neue Museum wird über die Landesgrenzen hinaus strahlen“, sagte sie am Mittwoch bei einem Rundgang einen Tag vor der offiziellen Eröffnung. Fachlich und gestalterisch sei es richtungsweisend für den mitteleuropäischen Raum. Archäologie werde modern und spannend präsentiert. „Es wird den Ruf Sachsens als Kulturland weiter festigen.“

Das neue Museum wird nach etwa viereinhalbjähriger Bauzeit im ehemaligen Chemnitzer Kaufhaus Schocken am Donnerstag festlich eröffnet. Auf etwa 3000 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden dort mit rund 6000 Exponaten sowie hochmoderner Technik fast 300.000 Jahre Menschheitsgeschichte dargestellt. Laut Ministerin sind die Kosten für die Einrichtung der Ausstellung von veranschlagten 13,5 Millionen Euro auf etwa 15 Millionen Euro gestiegen. Das sei - inflationsbereinigt - vorbildlich. Die Umbaukosten des nach Plänen von Erich Mendelsohn (1887-1953) errichteten Hauses beliefen sich auf fast 32 Millionen Euro.

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Ins ehemalige Chemnitzer Kaufhaus Schocken ist das Staatliche Museum für Archäologie eingezogen.

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Gäste der Eröffnung sind unter anderen Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (beide CDU). Laut Ministerin werden auch Mitglieder der jüdischen Unternehmerfamilie Schocken erwartet, denen das einstige Kaufhaus gehört hat. Das Haus sei so auch ein Beitrag zur Aussöhnung und solle an jüdisches Leben in Deutschland vor der Nazi-Herrschaft erinnern, sagte die Ministerin.

Die Eröffnung war auf den 15. Mai gelegt worden, weil auch das Kaufhaus am 15. Mai 1930 eröffnet wurde. Für Besucher ist das Museum ab Freitag zugänglich. Vor dem Haus wollen Leipziger Archäologie-Studenten zur Eröffnung gegen die geplante Schließung ihres Instituts protestieren. Die Universität Leipzig will unter anderem bis 2017 die Klassische Archäologie schließen, um Sparvorgaben der Regierung zu erfüllen.

dpa

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