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Buch zur Dresdner Neustadt im NOTschriftenverlag Radebeul

Buch zur Dresdner Neustadt im NOTschriftenverlag Radebeul

Kosima Kraft ist 40 Jahre alt (oder jung), lebt in der Äußeren Neustadt, glaubt an die Urkraft der "Allmutter" und hat sich daher spiritueller Arbeit verschrieben. Marion Schellong ist mit 38 Jahren nur unwesentlich jünger als Kosima Kraft.

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Eine der zahlreichen Neustadt-Szenerien, die das Buch üppig bebildern.

Quelle: Repro: Verlag/Zimmermann

Dresden. Sie kommt aus Niedersachsen, hat in Kassel Sozialwesen studiert und kam gemeinsam mit ihrer damals vierjährigen Tochter nach Dresden, genauer gesagt in die Neustadt. Michael Winkler wiederum ist gebürtiger Chemnitzer - das an seinem Geburtstag noch Karl-Marx-Stadt hieß - und gelangte 1994 über ein Studium an der hiesigen TU nach Dresden. In der Neustadt waren die Mieten relativ niedrig, ergo suchte er sich dort eine Bleibe. Lothar Lange stammt aus Baden-Württemberg und zog vor 25 Jahren nach Dresden in die Leipziger Vorstadt. Laut Statistik gilt er als obdachlos, hat sich mit diesem Status aber relativ gut abgefunden. Nicht zuletzt sei noch auf Swami Brahmanada verwiesen, der 1989 - dem Jahr der politischen Wende in Ostdeutschland - nach Dresden gelangte, um hier Architektur zu studieren. Doch ein Aufenthalt im Ashram von Berkeley in den USA machte aus ihm schließlich einen Yogalehrer.

Es sind insgesamt acht Männer und fünf Frauen, die in dem rund 145 Seiten starken und üppig bebilderten Buch mit dem Titel "Lebensart" ihre ganz persönliche Geschichte und damit zugleich auch die Geschichte des inzwischen deutschlandweit bekannten und auch sogenannten Dresdner Szeneviertels Äußere Neustadt erzählen. Die "Neustadt" - ein Mikrokosmos der besonderen Art - hat unzählige solcher Geschichten auf Lager. Wie z.B. die von der "Bunten Republik", dem grellen und bunten Fest der Dresdner Szene.

13 Biografien und eine Liebeserklärung

Heute gibt es sicher keinen Dresdner, der nicht wenigstens einmal durch die Neustadt gebummelt ist oder Gast in jener "Bunten Republik" war. Doch Moritz Schades Buch lässt über die zahlreichen Biografien nicht nur das bunte Spektrum der Neustadt-Bewohner lebendig werden. Er erzählt zugleich auch nicht gerade alltägliche, aber immer sehr menschliche Geschichten und verleiht auf diese Art den verschiedensten Biografien Lebenslust und Lebenskraft.

"Lebensart" - so der Titel des Buches" - ist jedenfalls ein unbedingtes Muss für jeden, der etwas mehr über die alternative Dresdner Lebensart erfahren möchte und zugleich auch eine Liebeserklärung an Dresden und sein buntestes Stadtviertel.

Moritz Schades Buch "Lebensart - Momentaufnahme eines Dresdner Stadtteils" kostet 16,90 Euro und ist sowohl im Buchhandel als auch direkt über den Radebeuler NOTschriftenverlag zu beziehen.

von Wolfgang Zimmermann

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