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Breschke & Schuch stiften Kabarettpreis für Nachwuchs-Satiriker

Breschke & Schuch stiften Kabarettpreis für Nachwuchs-Satiriker

Mal abgesehen davon, dass Deutschland permanent den Superstar sucht, wird 2014 etwa darüber abgestimmt, wer im Sächsischen Landtag das Volk vertreten darf.

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So sieht der Entwurf für den Preis aus, den ein Künstler gestalten wird.

Quelle: Breschke & Schuch

Kein Jahr ohne Wahlen. Vor der Wahl ist nach der Wahl. Und die Qual der Wahl hat demnächst auch eine Jury. Ihre Aufgabe: Sie soll darüber befinden, wer den Dresdner Satire-Preis 2014 erhält.

50 Kabarett-Preise gibt es über den Daumen gepeilt in Deutschland, mit am renommiertesten ist das ScharfrichterBeil, das seit 1983 im Rahmen der Passauer Kabaretttage an Nachwuchskabarettisten vergeben wird. Gerade mal zehn Prozent dieser 50 Auszeichnungen werden im Osten vergeben. Da gibt es etwa den Rostocker Koggenzieher oder den mit exakt 5555,55 Euro dotierten Thüringer Kleinkunstpreis, der alljährlich in Meiningen verliehen wird.

Damit Dresden nicht länger ein weißer Flecken auf der Karte für Auszeichnungen für satirische Höchstleistungen ist, haben Manfred und Monika Breschke sowie Thomas Schuch vom Dresdner Kabarett Breschke und Schuch nun einen Dresdner Satire-Preis ins Leben gerufen, der vor allem dem Nachwuchs eine Chance geben soll. Es geht, so Manfred Breschke, darum, dem Newcomern ein Podium zu bieten und "dem Genre des politisch-gesellschaftskritischen Wortkabaretts" (Comedy bleibt ganz bewusst außen vor) eine Zukunft zu sichern. Große, etablierte Namen fehlen also. "Es ist ein Experiment", räumen die Initiatoren ein. Offen bleiben muss, ob der Preis künftig jährlich oder nur alle zwei Jahre vergeben wird. Das Preisgeld in diesem Jahr stiftet die Landskron Brauerei in Görlitz, die dafür bekannt ist (Stichwort: "Kulturbrauerei"), dass sie ein Herz und eine damit verbundene Schatulle für die Kultur hat.

Der Preis wird in zwei Kategorien vergeben. Der Jurypreis ist mit 1000 Euro und einem Auftritt bei Breschke und Schuch dotiert. Der Publikumspreis ist undotiert, aber auch hier darf der Zuschauerliebling auf den Bühnenbrettern des Hauses einen ganzen Abend lang sein satirisches Können unter Beweis stellen.

Bewerben können sich Einzelkünstler oder Gruppen, die bisher maximal zwei eigene Programme bzw. fünf Jahre Bühnenerfahrung besitzen. Eine Altersbeschränkung gibt es nicht, auch spätberufene ältere Semester dürfen also Arbeitsproben (Video oder DVD von etwa zehn Minuten Länge bzw. Youtube-Links) einreichen. Die Texte müssen aus eigener Feder stammen und explizit satirische Elemente aufweisen, wobei der Wortanteil überwiegen muss. Nach Ablauf der Bewerbungsfrist (28. Februar) findet eine Vorauswahl durch eine fünfköpfige Jury statt, die sich den Mühen der Ebenen unterzieht und aus allen Einsendungen sechs Bewerber für die Endrunde am 5. April "fischt". An diesem Tag wird auch der Preis überreicht.

Der Jury werden neben den drei Kabarettisten des Hauses, die insgesamt eine Stimme vergeben können, der Dresdner SPD-Stadtrat Wilm Heinrich und die Journalistin Nana Brink (Deutschlandradio Kultur) sowie Katrin Bartsch (Geschäftsführerin des Sponsors Landskron) und der Kabarettist und Schauspieler Wolfgang Stumph angehören. C. Ruf

@www.kabarett-breschke-schuch.de/satirepreis

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.01.2014

Christian Ruf

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