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Bill Callahan - ein großer Singer/Songwriter in Dresden

Bill Callahan - ein großer Singer/Songwriter in Dresden

Was geschieht in Zwischenzeiten? Das Leben geht weiter. Viele Konzerte. Neue Künstler. Alte Helden, junge. Wundersame auch. Von 1991 bis 2007 war Bill Callahan Smog und gehörte zu den Wegbereitern eines inhaltsschweren, essenziellen, autonomen Blicks auf die gemäßigte, hoch spannende Form von Rock'n'Roll und Folk.

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Singer-Songwriter Bill Callahan kommt in die Reithalle.

Quelle: PR

Zusammen mit Kollegen wie Will Oldham (Bonnie Prince Billy), Jason Molina (Songs: Ohia), Mark Linkous (Sparklehorse) oder Kollegin Chan Marshall (Cat Power) ebnete er Wege, die Jüngere ausschritten und sich dabei immer respektvoll vor ihm und ihnen verneigten. Sie hassen das Grelle. Sie lieben das Geheimnis. Ihre Platten sind Begleiter, ihre seltenen Konzerte bewegende Momente.

"Apocalypse" (Drag City) ist die dritte CD, seit Smog gegen den Echtnamen des Chefs eingetauscht wurde. Sieben Stücke, die sich konsequent der Räume und Körper bemächtigen, in und an denen sie erklingen. Phasenweise wird das unheimlich: Spartanisch und komplex, warm und dann wieder zugig - einzigartig.Callahan ist Storyteller, unmissverständlicher Amerikaner, der die Literatur- und Folkloretraditionen seines Landes annimmt, der vom Heute schreibt und sich dabei Misstrauen und Zwiespalt gönnt. Die persönliche Ebene verlässt der 45-Jährige dabei nie, wird nicht zum Protestsänger. Seine Klinge ist feiner, zielt auf Seelenzustände. Im ewigen Versuchen sieht er einen Weg, frei zu sein.

Auch die neue Platte hält - nach dem Entschlüsseln - wunderbaren Wortfluss bereit. Wie Callahans zuletzt veröffentlichter Briefroman, "Letters To Emma Bowlcut". Dort fehlen natürlich diese flirrenden elektrischen Gitarren, die sanften akustischen, da lauern keine Flöten, Klaviere und Geigen, die - zählt man es einfach so auf - eher gängig klingen. Unter Bill Callahan wird daraus aber ein eigenes Universum der kunstvollen, nie künstlichen Zurückhaltung, der umspielten Barrikaden. Es wird Genuss. Und dann dieser Bariton!

Bill, endlich! Der Meister kommt wieder. Nach zwölf Jahren.

Bill Callahan, Vorprogramm: Neil Morgan, Sonntag, 21 Uhr, Reithalle (Straße E)

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.11.2011

Andreas Körner

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