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Big Band der TU Dresden feiert 45. Geburtstag

Big Band der TU Dresden feiert 45. Geburtstag

Mit Blasmusik an der TU Dresden fing alles an. Denn als die TU Big Band 1968 gegründet wurde, nannte sie sich noch ganz trocken "Blasorchester des Zentralen FDJ-Studentenclubs".

Genau 45 Jahre ist das jetzt her - und das soll mit einem Jubiläumskonzert am 30. November im Weberbau der TU Dresden auch groß gefeiert werden. Blasmusik wird dort allerdings wohl kaum erklingen, denn schließlich hat sich inzwischen nicht nur der Name, sondern auch das Repertoire der Band deutlich gewandelt. Spielte das sogenannte studentische Volkskunstkollektiv anno 1968 unter dem künstlerischen Leiter Heinz Krause noch vorrangig traditionelle Marsch- und Blasmusik, so wurde dies mit Helmut Vietze ab 1979 um Unterhaltungs- und Tanzmusik sowie mit dem Staatskapellen-Posaunisten Hans Hombsch sogar um Beatles-Stücke, Dixieland und Musicals erweitert.

Mit der Deutschen Wiedervereinigung 1990 kam dann auch für den studentischen Klangkörper die Wende. Aus dem ursprünglich auch politisch motivierten Kollektiv wurde nun ein Verein, aus dem Blasorchester die heutige TU Big Band. Das war auch jene Zeit, in der Wolfgang Ehmeier zum Studium der Elektrotechnik in Dresden weilte. Der heute 47-Jährige begann etwa im Alter von zehn Jahren Klarinette zu spielen und war schon zuvor im Blasorchester seiner Heimatstadt Schlotheim/Thüringen engagiert. Als er im Wohnheim Günzstraße ein Zimmer bezog, über dem wöchentlich die Big Band probte, blieb ihm kaum etwas anderes übrig, als mitzumusizieren. "Die Alternative wäre gewesen, jeweils für die Band- und Schlagzeugproben auszuziehen", erinnert sich Ehmeier lachend.

So spielte er ab 1992 eben einfach mit. Die Neuformierung zur TU Big Band war da gerade vollzogen, Polkas und Märsche zugunsten neuer Titel aus der Tanz- und Unterhaltungsmusik aus dem Repertoire geflogen und die Zwänge der freien Marktwirtschaft stellten auch die junge Band vor ganz neue Herausforderungen. Zum Glück fand sich das Studentenwerk Dresden als Unterstützer - es stellt bis heute sowohl finanzielle Zuschüsse als auch den Probenraum für die TU Big Band zur Verfügung. Und auch Wolfgang Ehmeier blieb Dresden und seiner Big Band über das Studium hinaus treu. "Ich habe dann zunächst an der Uni gearbeitet, später in einer Dresdner Firma als Ingenieur angefangen und bin froh, dass ich heute noch hier mitspielen darf", sagt er.

Nach wie vor finden sich die derzeit rund 30 aktiven Mitspieler einmal in der Woche zur Probe im Tusculum auf der August-Bebel-Straße zusammen. Wolfgang Ehmeier ist hier zwar der Dienstältteste, aber nicht der Einzige, der über das Studium hinaus in dem studentischen Klangkörper musiziert. Grundsätzlich sei das Orchester offen für jeden, seine Mitspieler sollten jedoch mehrheitlich Studenten aller Dresdner Hochschulen sein. Aufgrund der flexibleren, kürzeren Studiengänge heute ist die Fluktuation dabei freilich höher als vor zehn Jahren noch. Gleiches gilt von Anfang an für die musikalischen Leiter der TU Big Band. "Sechs Dirigenten habe ich, seit ich in der Band spiele, schon erleben dürfen", berichtet Ehmeier. Derzeit zeichnen der Musik- und Englischlehrer Bertram Liskowsky und Musikstudent Sebastian Haas für den richtigen Klang verantwortlich.

Von dem werden sich die Dresdner auch beim großen Jubiläumskonzert überzeugen können. Es ist einer von insgesamt etwa zehn Auftritten, die die Big Band jährlich bestreitet. Sowohl Abschlussbälle einzelner Fakultäten als auch private Veranstaltungen und öffentliche Dixieland- und Jazzkonzerte gehören dazu. Dieses Mal jedoch werden die Musiker - wie vor fünf Jahren schon - zusammen mit ihren Dirigenten eine hörbare Rückschau auf 45 Jahre Bandgeschichte darbieten. Eingeladen sind dazu auch zahlreiche Ehemalige, sowohl Dirigenten als auch Mitspieler. Und nicht nur Wolfgang Ehmeier wird dabei mit alten Bekannten zusammentreffen. Fragt man ihn, warum er der TU Big Band so lange getreu geblieben ist, muss er für die Antwort nicht lange überlegen: "Die Atmosphäre in der Band ist einfach schön und man erlebt immer wieder herrliche Konzerte gemeinsam."

Jubiläumskonzert am 30.11., 19 Uhr am Weberplatz 5, Saal 136, der Vorverkauf findet an den Servicepunkten der Alten und Neuen Mensa statt

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.11.2013

Nicole Czerwinka

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