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Berliner Sammler Pietzsch schenkt Dresden Gemälde von Oelze

Berliner Sammler Pietzsch schenkt Dresden Gemälde von Oelze

Die Berliner Privatsammler Ulla und Heiner Pietzsch haben Dresden ein Hauptwerk des Malers Richard Oelze (1900-1980) geschenkt. Das 1958 entstandene Gemälde „Ort, an den man sich erinnern möchte“ wurde am Freitag in der Städtischen Galerie übergeben, wo es dauerhaft ausgestellt werden soll.

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Der Berliner Unternehmer, Kunstsammler und Mäzen Heiner Pietzsch und seine Frau Ulla haben der Stadt Dresden ein Gemälde von Richard Oelze geschenkt.

Quelle: Arno Burgi dpa

„Das Bild passt zu Dresden, man könnte sogar sagen, es gehört ganz einfach hierher“, sagte Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU). Damit setze das Ehepaar Pietzsch die große Tradition des Mäzenatentums in der Stadt fort.

Der gebürtige Dresdner Pietzsch ist in seiner Heimatstadt kein Unbekannter. Seit 1990 half er den Staatlichen Kunstsammlungen bei Ankäufen und schenkte Werke unter anderem von Rebecca Norn oder Gotthard Graupner. Seit er erfahren habe, dass es auch ein städtisches Museum für moderne Kunst gibt, wechsele er sein Engagement, erklärte er. „Das Bild war auf den wichtigsten Ausstellungen in New York oder Venedig, es passt wunderbar nach Dresden.“ Gekauft hatte das 80 mal 100 Zentimeter messende Werk bei einer Auktion in New York.

Dem Land Berlin hat Pietzsch seine wertvolle Surrealisten-Sammlung zugesagt. Nicht zuletzt deshalb will die verantwortliche Stiftung Preußischer Kulturbesitz jetzt ein neues Museum der Moderne am Potsdamer Platz bauen.

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Heiner Pietzsch und die Oberbürgermeisterin von Dresden, Helma Orosz, enthüllten gemeinsam das Gemälde.

Quelle: Arno Burgi dpa

„Mit Oelze bekommt unsere Sammlung großes Gewicht“, sagte der Direktor der Museen der Stadt Dresden, Gisbert Porstmann. Obwohl auf der Rückseite des Gemäldes Schottland vermerkt sei, könne die Ansicht auch die Elbestadt sein. Oelze sei neben Max Ernst der berühmteste deutsche Surrealist gewesen, auch wenn das Etikett für einen Maler mit eigenem Stil gar nicht passe. Sein Bild treffe in der Galerie nun auf Werke vieler Bekannter aus Oelzes Dresdner Zeit.

Der in Magdeburg geborene Künstler studierte am Bauhaus und lehrte in Dessau. 1926 kam er nach Dresden, wo er ins Netzwerk der Sammlerin Ida Bienert geriet. „Dresden war damals wie ein Siedekessel der internationalen Kunstentwicklung, ein Musenkosmos“, sagte Porstmann. Es waren drei bedeutende Jahre für Oelzes Schaffen, er bezeichnete sie selbst als seine „reichsten und fruchtbarsten“. 1929 ging Oelze in die Schweiz, wo er erste Werke des Surrealismus kennenlernte.

Die seit 1954 gewachsene Kunstsammlung der Pietzschs umfasst rund 900 Werke, zwei Drittel davon Surrealismus. Ihnen seien beim Sammeln immer auch Werke der zweiten Reihe wichtig gewesen, aber von der Qualität der ersten Reihe. „Kunst gehört nicht dem, der sie im Moment besitzt, sondern ist für alle da“, begründete der 83 Jahre alte Unternehmer sein Mäzenatentum. Auf Oelze müssen die Pietzschs in ihrem Haus nun aber nicht verzichten. „Wir haben noch einen.“

dpa

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