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Baselitz-Rückforderung wird schwerer Verlust für Dresdner Albertinum - Gerhard Richter wartet noch ab

Baselitz-Rückforderung wird schwerer Verlust für Dresdner Albertinum - Gerhard Richter wartet noch ab

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) werden die zehn Dauerleihgaben von Georg Baselitz in den nächsten Tagen an den Maler und Bildhauer zurückschicken.

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Georg Baselitz 2014 im Haus der Kunst in München vor seinem Gemälde «Elke 1», das seine Frau zeigt.

Quelle: Andreas Gebert

„Es ist ein schwerer Verlust der Gegenwartskunst im Albertinum und von Werken von Baselitz, den wir auch erstmal nicht ausgleichen können“, sagte Generaldirektor Hartwig Fischer am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die Abhängung wird bereits geplant.

Der Künstler hatte Fischer vergangenen Freitag informiert, dass er die neun Gemälde und eine Skulptur zurückhaben möchte. „Diesem Wunsch werden wir so schnell wie möglich entsprechen.“ Mit dem Verschwinden der Werke ist der Baselitz-Saal im Albertinum Geschichte. „Der Raum wird so nicht mehr weiter existieren“, sagte Fischer. „Man sollte diese Woche ins Albertinum gehen, wenn man die Werke nochmal sehen will.“

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SKD-Generaldirektor Hartwig Fischer

Quelle: dpa

Maler Gerhard Richter will wegen des Kulturgutschutzgesetzes vorläufig keine Dauerleihgaben aus deutschen Museen abziehen. „Er wird abwarten, was daraus wird“, sagte Dietmar Elger, Leiter des Gerhard Richter Archivs an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Elger hat nach eigenen Angaben mit Richter darüber gesprochen, dass Georg Baselitz seine Dauerleihgaben aus deutschen Museen zurückholt. „Herr Richter wartet erstmal ab, ist aber froh, dass das Thema auf dem Tisch ist.“

Auch Elger sieht manche Punkte des Gesetzentwurfs als bedenklich an. Aber die Erfahrung lehre ja, dass Gesetzesvorhaben oft nicht so durchgehen, wie sie geplant seien. Wenn doch, wäre das „tatsächlich eine ziemliche Katastrophe“.

„Die Ankündigung von Herrn Baselitz, seine Kunstwerke aus den Museen auch in Sachsen zurückzuziehen, hat mich sehr schockiert“, teilte Sachsens Kunstministerin Eva-Maria Stange. „Ich unterstütze die Absicht des Gesetzes, national herausragende Kulturgüter vor der Abwanderung aus Deutschland zu schützen und vor allem den illegalen Handel aus Krisengebieten zu unterbinden. Noch liegt aber kein offizieller Gesetzentwurf der Bundesregierung vor, daher sind überzogene Reaktionen nicht angebracht.“ Sie gehe davon aus, dass der Entwurf noch verändert werde.

dpa/sl

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