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Authentischer Rock aus Dresden

Alice Roger Authentischer Rock aus Dresden

Rotziger, erdiger Rocksound schallt aus einem kleinen Probenraum im Industriegebiet Nord. Die vier Dresdner Jungs von Alice Roger proben für ihren großen Auftritt heute Abend in der Tante Ju: Es wird die Record Release Party zu ihrem deutschsprachigen Debütalbum „Wir fliehen vor der Zeit“

Das sind Alice Roger (v.l.n.r.): Tobias Bronner (Leadgitarre), Friedemann Spindler (Gesang, Rhythmusgitarre), Rick Hanisch (Drums) und Marc Ströer (Bass).

Quelle: PR

Dresden. Rotziger, erdiger Rocksound schallt aus einem kleinen Probenraum im Industriegebiet Nord. Die vier Dresdner Jungs von Alice Roger proben für ihren großen Auftritt heute Abend in der Tante Ju: Es wird die Record Release Party zu ihrem deutschsprachigen Debütalbum „Wir fliehen vor der Zeit“ – darauf arbeiten Sänger Friedemann Spindler, Gitarrist Tobias Bronner, Bassist Marc Ströer und Schlagzeuger Rick Hanisch schon eine ganze Weile hin.

Nicht der große Durchbruch solle es werden, sondern der erste große, der nächste Schritt, erklärt Friedemann. Nachdem sich die Band 2012 gründete, damals suchte der gelernte Tontechniker Friedeman – mit einer Handvoll geschriebener Songs – über Flugblätter und Internetportalen nach Mitstreitern, rockten die Dresdner Jungs bereits auf Bühnen im regionalen Bereich. Regelmäßigen Besuchern des Beat- und des Ostpols dürfte der Name Alice Roger daher bekannt sein. Auch international spielte die Band schon auf, etwa bei „Rock on the Rocks“ in Tschechien, „Liga Rocka“ in Polen oder dem „Fête de la Musique“ in Dresdens Partnerstadt Straßburg. Sogar einige Gigs als Vorband zu Christina Stürmer oder Purple Schulz durften Alice Roger mit ihrem authentisch daher kommenden Deutsch-Rock schon spielen.

2013 erschien die erste EP „Digitale Liebe“. 2014 gewannen die Dresdner den „Sound of Dresden“, Airplays bei Radio Sputnik und Radio Fritz folgten. 2015 beginnend, kam dann ein kleiner personeller Umbruch. Tobias Bronner, der bereits viel Bühnenerfahrung, unter anderem als Tourvertretung bei der französischen Death-Metal-Band Massacra mitbrachte, ersetzte den Gitarristen. Und während die Jungs gerade mitten in der Vorbereitung für ihr Debütalbum steckten, musste auch noch kurzfristig der Bassist ersetzt werden. Marc Ströer komplettiert nun seit Anfang des Jahres die vierköpfige Band aus Dresden.

„Wir haben jetzt das Gefühl, dass es passt und wir in dieser Kombination viel erreichen können“, erzählt Gitarrist Tobias. Das Debütalbum, dem, wie Friedemann verrät, ein längerer „Evolutionsprozess“ vorausging – immerhin beschäftigten sich die Musiker über ein Jahr mit dem Liedmaterial – wurde Anfang des Jahres innerhalb weniger Tage im Castle Studio Röhrsdorf aufgenommen. „Dort steht noch ein originales 66er Neve Mischpult, von denen es auf der Welt nur noch eine Handvoll gibt. Da kommt echte Leidenschaft auf“, schwärmt Tobias. Und genau diese Leidenschaft, gepaart mit einem hohen Grad an Authentizität, ist auch auf der Platte zu hören. Teils kantiger, dreckiger Altrock, mal derber, mal poppiger, mit einfachen, aber vielsagenden Hooklines, die zum Mitsingen anregen und definitiv Ohrwurmcharakter besitzen, gepaart mit deutschen Texten, die sich durch eine einheitliche Linie und klare, starke Gedanken auszeichnen.

„Back to the roots“, sei das Motto gewesen, erklären die Jungs. Und in der Tat erinnert die Platte an den erfolgreichen Deutsch-, wenn nicht sogar den Punkrock der vergangenen Jahrzehnte. Inhaltlich starke Texte, die erstaunlich scharf den Zeitgeist treffen und auch vor politischen Themen nicht zurückschrecken, unterlegt mit schnörkellosen Riffs und Drums.

„Wir haben auch jazzige Elemente in einigen Lieder eingebaut, auch eine Klavierballade ist auf dem Album. Uns gefällt Pop ebenso, dafür schämen wir uns nicht. Aber natürlich steht der erdige, kantige Rock im Vordergrund – ich bin halt ein Ärzte-Kind“, so Sänger Friedemann, der gesanglich facettenreich bei fast jedem Titel überzeugen kann. Und genau diese Musik wollen die Jungs bei ihrer Record Release heute Abend in der Tante Ju unter die Leute bringen. „Dem alltäglichen Wahnsinn entfliehen, den „Schalter umlegen und dann den Wahnsinn wieder zurück auf die zu Bühne bringen“, sei dabei das Motto der vier Dresdner. Und das, ohne sich Gedanken zu machen. Ganz im Sinne von Alice Roger – alles roger eben. Besonders freut sich die Band auf ihr Stück „Niemandsland“, das sowohl gesanglich als auch instrumentell harte Töne verspricht und auf den aktuellen Geschehnissen rund um das Thema Flüchtlinge und Pegida beruht.

Mit ihrem Debütalbum, das ab heute vorerst online und bei Live-Konzerten zu kaufen ist, deuten Alice Roger ihr großes Potenzial an. Doch zunächst steht bei den Jungs die Freude an der Musik im Vordergrund, man hofft wenigstens die Produktionskosten für das Album, die weit über 7000 Euro lagen, teilweise wieder einzuspielen, erklärt Gitarrist Tobias. Dennoch träumen die Jungs von dem ein oder anderen größeren Gig in der Zukunft, um dann wiederum den „nächsten“ Schritt zu gehen.

Heute Abend ab 19 Uhr in der Tante Ju; Mit dabei Asyl For Insane; Support: Amphibious; Karten für zwölf Euro an der Abendkasse.

www.aliceroger.de

Von Sebastian Burkhardt

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