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Ausstellung zu Rassismus-Wurzeln in Dresden

Lipsiusbau Ausstellung zu Rassismus-Wurzeln in Dresden

Die letzte Ausstellung der „Forschungsreisen ins Depot“ von Philosoph Wolfgang Scheppe bei den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschäftigt sich mit dem hochaktuellen Thema Rassismus.

Unter anderem ist die Skulptur "Gorilla, eine Frau raubend" von Emmanuel Fremiet im Dresdner Lipsiusbau zu besichtigen.

Quelle: dpa

Dresden. Die letzte Ausstellung der „Forschungsreisen ins Depot“ von Philosoph Wolfgang Scheppe bei den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschäftigt sich mit dem hochaktuellen Thema Rassismus. „Wir erleben um uns herum eine Renaissance von rassistischen Nationalismen und dass Parteien, die das vertreten, tatsächlich Zuspruch gewinnen“, sagte er vor der Eröffnung am Donnerstag im Lipsiusbau. „Die Vermessung des Unmenschen. Zur Ästhetik des Rassismus“ zeugt davon, wie Rassismus wissenschaftlich begründet werden sollte. Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) sprach von einer „wichtigen Ausstellung, denn rassistisches Denken ist nicht überwunden“.

Der Philosoph Wolfgang Scheppe widmet sich in der Reihe „Forschungsreisen ins Depot“ der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) dem hochaktuellen Thema Rassismus. „Wir erleben um uns herum eine Renaissance von rassistischen Nationalismen und dass Parteien, die das vertreten, tatsächlich Zuspruch gewinnen“, sagte er am Donnerstag im Lipsiusbau.

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Anhand bisher unbekannten Anschauungsmaterials aus der Nazi-Zeit beleuchtet die Ausstellung das Verhältnis wissenschaftlicher Versuche und volkstümlicher rassistischer Vorstellungen. Fotos von Affen und Menschen verschiedenster Herkunft, Skizzen von Schädeln und endlose Vermessungslisten zeigen, wie die vermeintliche Andersartigkeit einzig an biologischen Unterschieden festgemacht wurde. Stange ermutigte zum genauen Hinsehen, kritischer Reflexion und Weiterdenken über die Weltwahrnehmung in der Zukunft.

Die Materialien stammen aus dem rund 50 000 Bilder umfassenden unerforschten Archiv des Rassentheoretikers Bernhard Struck (1888-1971), der laut Scheppe zu den wichtigsten Rassepropagandisten der Nazis gehörte.

dpa

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