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Ausstellung mit Aquarellen von Helen Mortlock und Renate Sunko (Venezuela) in der Galerie Felix

Ausstellung mit Aquarellen von Helen Mortlock und Renate Sunko (Venezuela) in der Galerie Felix

Die beiden Malerinnen aus Venezuela, Helen Mortlock und Renate Sunko Huber, deren Werke jetzt in einer Ausstellung in der Galerie Felix zu sehen sind, haben sich auf ganz unterschiedliche Weise leidenschaftlich dem Aquarell verschrieben und bestätigen, was man mit der subtilen Technik der Wasserfarbenmalerei alles anfangen kann.

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Helen Mortlock, Orquídeas Entres Vidrios, 2010.Repro: Helen de Gil

Die Künstlerinnen stellten bereits in Lieselotte Rojas Sanochas ehemaliger Galerie in Carracas aus, Helen 1989 und Renate zwei Jahre später. Nun ist in Dresden ihr erster Auftritt. Beide Malerinnen widmen sich mit Begeisterung der heimatlichen Natur, den Tropen, ihren Urwäldern, Wasserfällen und Pflanzen - grandiose Ansichten, wie man sie in Bildbänden, die in der Galerie ausliegen, nachvollziehen kann. Eine Serie von zwei mal acht Aquarellen demonstriert die unterschiedliche Herangehensweise der beiden Künstlerinnen, aber auch das verschiedenartige Temperament im Umgang mit Pinsel und Farbe.

Helen Mortlock setzt mit einem sehr kleinen Pinsel behutsam Farbe an Farbe auf dickes Papier. Jede Komposition ist ausgeklügelt; geschickt wird das Papierweiß ohne zusätzliches Weiß in die Malerei einbezogen, jeder Strich kontrolliert, das Motiv genau und intensiv beobachtet. Aus der immer famosen Zeichnung herausgearbeitet, wirken die Blätter fast wie koloriert. Weiße Blüten auf feinsten Spitzendecken, einfache Blumenarrangements in zarten Glasvasen, sind ihre bevorzugten Themen. Immer und immer wieder blühen seltene Orchideen in ihren Bildern auf, aber auch die stark farbige Paradiesvogelblüte in schlanker Glastülle.

Anders gestaltet sind die großformatigen Wegesrandbilder, üppig Grünblühendes neben welkendem Braun, Hinweise auf den jahreszeitlichen Wechsel, auf Regen-und Trockenzeit, dichten Wildwuchs in einer besonderen Artenvielfalt. Helene Mortlock formt ihre Bilder nach der tropischen Natur, ohne fotografische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Große Blattformen, Blütenstiele, Blumen und Gras durchdringen einander in urwaldartiger Dichte und Opulenz südlicher Breitengrade.

Die Tafelberge in den Steppengebieten, bizarre Landschaften und Wasserfälle mit ihrem "Schwarzwasser" sind das Thema von Renate Sunko Huber, die flüssigere Farben auf dünnem, saugfähigem Papier aufträgt, diaphane Flächen erzeugt, in die sie das Zufällige einbezieht. Dabei lässt sie sich vom besonderen Erlebnis vor der Landschaft inspirieren.

Verblüffend ist der fast magische Zusammenhang: Hier wird Wasser als dynamisches Arbeitsmittel des Malens zum Bildthema selbst, meist aber in abstrakter Form, als Wesen von Licht und Farbe herausgearbeitet. In ihren atmosphärischen Aquarellen von Urwaldlichtungen, zwischen Nebellicht und vegetabilder Dunkelheit, formt sich der Lichteinbruch zur optischen Sensation, zum fast überirdischen Erlebnis.

Bis 8. Juni. Galerie Felix, Pillnitzer Landstraße 7. Di-Fr 15-18 Uhr, Sa/So 11-13 Uhr.

Tel 0351/ 32 25 57 27 oder 0160/ 2 15 68 42.

www.galerie-felix.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.05.2012

Heinz Weißflog

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