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Ausgelassene Stimmung beim 42. Dixieland-Festival

Ausgelassene Stimmung beim 42. Dixieland-Festival

Auch in diesem Jahr meinte es das Wetter gut mit dem Dresdner Dixieland-Festival. Die sommerlichen Temperaturen am vergangenen Wochen- ende lockten zum Finale des 42. Jahrgangs noch einmal zahlreiche Besucher zu den Konzerten.

Die Organisatoren gehen davon aus, dass an den acht Festivaltagen die Marke von einer halben Million Besuchern erreicht wurde. Diese konnten sich über 170 Stunden Old Time Jazz, Boogie, Blues und andere Stilrichtungen freuen, die von 41 Bands und Solisten aus neun Ländern dargebracht wurden.

Besonders beliebt war erneut die Jazzmeile zwischen Hauptbahnhof und Altmarkt. 21 Bands und Solisten aus sieben Ländern präsentierten dort am Sonnabend und Sonntag ihr Können. Dicht gedrängt standen die Besucher bei schweißtreibenden Temperaturen vor den sieben Bühnen und ließen sich von heiteren Dixieklängen anstecken. Bei Bratwurst und Bier stimmten sie mit ein, wenn beispielsweise Papas Finest Boogie Band beschwingt verkündete: We are the Boogie Band.

Auch die 34-jährige Dresdnerin Sabine Kluge genoss zusammen mit ihrer kleinen Tochter die Atmosphäre: "Bei dem wunderbaren Wetter ist die Jazzmeile besonders schön. Mir gefällt es, dass alle Leute so gut drauf sind." Ähnlich ging es Barbara und Michael Blumhagen aus Nossen: "Wir sind bereits zum 9. Mal beim Dixieland und kommen gerne immer wieder", erzählten die Senioren. Eine spezielle Lieblingsband hätten sie aber nicht.

Interessant war in diesem Zusammenhang, dass in diesem Jahr nach Angaben des Veranstalters so viele junge Musiker auf den Bühnen standen wie nie zuvor. Dafür bot sich vor den Bühnen trotz gelegentlicher junger Paare mit kleinen Kindern ein ganz anderes Bild, und man wähnte sich auf Dresdens größter Ü50 oder gar Ü60-Party. Der Stimmung tat das freilich keinen Abbruch, auch wenn gelegentlich einmal der eine oder andere Dixie-Fan hitzebedingt kollabierte.

Trotz der überwiegend positiven Einschätzungen, gab es aber auch kritische Stimmen: "Mir sind es in diesem Jahr zu viele deutsche Gruppen. Ich hätte es gern internationaler", ärgerte sich die 69-jährige Ute Heller. Zudem bedauerte sie, dass der Kulturpalast im nächsten Jahr als Veranstaltungsort nicht mehr zur Verfügung steht: "Der Kulturpalast ist besser als beispielsweise der Alte Schlachthof, weil er so zentral gelegen ist." Auch Festival-Besucherin Renate Fink teilte diese Meinung: "Das Dixieland-Festival aus der Stadtmitte herauszunehmen, ist eigentlich absurd."

Genau so wird es wegen der bevorstehenden Schließung des Kulturpalastes aber kommen. Nach 42 Jahren muss die Dixielandkaravane weiter ziehen und sich ein neues Domizil suchen: "Wir werden ab 2013 den Alten Schlachthof durch entsprechende Bestuhlung zur neuen Spielstätte für die großen Konzerte unseres Festivals ausbauen", gab Festivalleiter Joachim Schlese bekannt. Außerdem sei geplant, ab dem nächstem Jahr die Scheune auf der Alaunstraße und die gesamte Centrum-Galerie als neue Spielstätten zu nutzen.

So wird es in der Centrum-Galerie eine sogenannte "Fantastische Nacht des Dixieland" geben und in der Scheune präsentieren sich beim "Neustadt Jazz" Dresdner Solisten und Forma- tionen. Das 43. Internationale Dixieland-Festival beginnt am 14. Mai 2013 und endet traditionell mit der Dixielandparade am 19. Mai.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.05.2012

Stephan Hönigschmid

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