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Aufatmen in Dresden: Verkehrsmuseum bis 2025 gesichert

Aufatmen in Dresden: Verkehrsmuseum bis 2025 gesichert

"Als ich vor drei Jahren begonnen habe, hieß es, wir müssten 2015 ausziehen. Dann wurde daraus 2020. Jetzt ist es Ende 2025. Eine gute Nachricht für uns", sagte Joachim Breuninger, Direktor des Verkehrsmuseums.

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Das Verkehrsmuseum bleibt bis 2025 im Johanneum.

Quelle: Archiv

Seit gestern hat er es schwarz auf weiß: Das Museum darf mindestens bis Ende 2025 im Johanneum im Herzen der Stadt bleiben. "Das ist schon ein großer Fortschritt. Wir streben aber weiter an, langfristig in dem Gebäude bleiben zu können."

2005 war das Verkehrsmuseum vom Freistaat Sachsen in städtische Hand überführt worden. Dazu wurde ein unbefristeter Mietvertrag für das Johanneum abgeschlossen. Problem: Der Vertrag ist jederzeit kündbar. Im Museumskonzept des Freistaats ist die Rede davon, dass die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) das Gebäude eines Tages nutzen und das Verkehrsmuseum ausziehen muss. Zuletzt war von 2020 die Rede (DNN berichteten).

Auf die Anfrage der CDU-Landtagsabgeordneten Aline Fiedler antwortete Finanzminister Georg Unland (CDU) nun: "Die aktuellen Überlegungen gehen von einer Vermietung des Johanneums an die Verkehrsmuseum Dresden GmbH bis zum 31. Dezember 2025 aus." Der Termin sei gewählt worden, so Stephan Gößl, Sprecher des Finanzministeriums, um der Stadt und dem Museum selbst Planungssicherheit zu ermöglichen. Schon Ende 2015 müsse die Schifffahrtausstellung aus dem Langen Gang am Johanneum ausziehen. Um die Dauerausstellung im Hauptgebäude präsentieren zu können, müsste das Museum viel Geld in die Hand nehmen. Das sei nur mit einer langfristigen Perspektive sinnvoll, so Gößl.

Der Sprecher räumte ein, dass der Freistaat im Moment auch andere Prioritäten bei seinen Kulturbauten setzen müsse. So seien in der Landeshauptstadt das Dresdner Schloss und die Gemäldegalerie Alte Meister derzeit wichtiger als ein Umbau des Johanneums für die SKD. Fiedler begrüßte die Aussage des Ministers: "Dresden kann jetzt in Ruhe die Großprojekte Kulturpalast und Kulturkraftwerk abarbeiten und sich dann um das Verkehrsmuseum kümmern." Es bestünde kein Handlungsdruck, die Stadt werde so nicht zu halbherzigen Lösungen gezwungen.

Holger Zastrow, Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion, forderte die Stadtverwaltung auf, trotzdem Ausweichvarianten zu prüfen und einen Alternativstandort für das Museum zu suchen. "Es ist leichtsinnig, die Augen zu verschließen und zu hoffen, dass sich der Termin, zu dem der Freistaat das Gebäude für eigene Zwecke zurückfordert, sich immer wieder ein Stückchen nach hinten verschiebt", mahnte er.

Der Lange Gang soll wieder seine ursprüngliche Bestimmung als Ahnen- und Gewehrgalerie des Hauses Wettin erhalten. Mit dem Innenausbau, für den laut dem Sächsischen Kunstministerium rund 7,55 Millionen Euro eingeplant sind, soll die historisch überlieferte Raumfassung wiederhergestellt werden. Die SKD hätten in ihren Depots die fast vollständigen und gut erhaltenen originalen Raummöbel, Gemälde und Ausstattungen gelagert.

Breuninger will Werkstatträume im Johanneum in die Museums-Außenstelle Zwickauer Straße auslagern und auf den frei werdenden Flächen die Schifffahrtausstellung unterbringen. Das kostet aber rund 1,5 Millionen Euro. "Dieses Geld kann die GmbH nicht aufbringen. Wir hoffen auf Unterstützung vom Freistaat", erklärte er.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.10.2013

Baumann-Hartwig, Thomas

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