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Auf den Stufen zum Ganges: Fotos von Sabine Schubert in der Galerie Felix in Dresden

Auf den Stufen zum Ganges: Fotos von Sabine Schubert in der Galerie Felix in Dresden

Im gelassenen Miteinander sitzen Frauen und Männer in ihren bunten Kleidern auf den Stufen zum Ganges. Würdevoll und bedächtig zeigt sich so ein Gesicht Indiens, das bewusst von der Dresdner Fotografin Sabine Schubert herausgearbeitet wurde: Festlich gestimmte, wohlbedachte Aufnahmen und zufällige Schnappschüsse vom bunten Alltag der Riesenmetropolen Neu Delhi, Bombay und Kalkutta bestimmen ihren Kamera-Blick, der Groteskes für unser Auge nicht ausschließt.

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Spielende Kinder, leuchtende Farben: Sabine Schuberts Fotografien zeigen ein fröhliches, lebendiges Asien.Repro eines von Schuberts Bildern

Sabine Schubert erwandert sich ihre Motive, vorwiegend in Asien, in Indien, in Indonesien auf Bali und Java, im Himalaya und in Malaysia. Als Globetrotterin versucht sie, sich in die Mentalität fremder Menschen einzufühlen und ihnen mit Respekt und Offenheit zu begegnen. So wird ihre Fotografie zum Erlebnis von Mensch und Natur, bei dem die dunklen Seiten, Armut und Not, eher außen vor bleiben. Frohe und lachende Kindergesichter, Heilige Kühe vor einer Tempeltür, hektisches Straßentreiben, kurze intime Blicke in die Seitenstraßen mit ihren Händlern und Handwerkern, Rikschafahrer und sich auf Brettergestellen ausstreckende Gurus sind Motive, die eher die schöne Seite des urbanen Chaos' vorführen.

Mit viel ästhetischem Gespür stellt Sabine Schubert digital und farbig eine andere Seite Asiens vor, die fern von den Vorurteilen westlicher Kultur-Pessimisten sich als vital und leben- dig erweist. Farbe wird zum Transportmittel für heftige Emotionen und Reflexion religiöser Tiefe. So geht von den zwei Dutzend Fotos von Sabine Schubert in der Galerie Felix eine Fröhlichkeit und Lebensfreude aus, die dem Lebensgefühl der Galeristin Lieselotte Rojas Sanoja entspricht und sich auf den Betrachter überträgt: Freundlichkeit, Empathie, Aufgeschlossenheit und Toleranz, die die Sympa-thie von Besuchern und Künstlern magisch anzieht. So hat sich die kleine Galerie am Elbhang innerhalb eines dreiviertel Jahres zu einem Refu- gium für Schönheits- und Ruhesuchende entwickelt, das Ambiente und Garten zu einem Gesamtkunstwerk macht.

Im Garten und in den Virtinen im Haus zeigt die Radebeuler Töpferin Ines Hoferick ihre jüngsten Raku-Keramiken. Ihre mit farbiger Glasur bemalten Katzen, Pinguine, Vögel, Fabelwesen aber auch ein Liebespaar sowie eine totemartige Stele schmücken den reich beflorten Garten der Galerie. Zahlreiche farbige Kugelgefäße und Skulpturen weisen das typische Krakelee des Raku-Brandes auf. "Freude an der Muse" ist die jahrhundertealte japanische Bezeichnung für diese niedrigbrennende Keramik. Im offenen Freibrandofen wird die Tonware zur Rotglut gebrannt und in Sägemehl reduziert. Was entsteht, ist nie genau vorherzusehen.

An zwei Tagen im Juni fand im Skulpturengarten der Galerie ein "Feuerfest" mit Demonstrationen des Brennvorganges statt, den die Künstlerin wie eine Performance oder ein Theaterstück inszenierte. Überraschend war dabei das Ergebnis, ein Abenteuer auch für die Besucher, die ihre eigenen Stücke brennen konnten, wenn das abgekühlte Objekt, mit dem Kratzer vom Ruß befreit, seine faszinierende Farbigkeit entfaltete.

Bis Ende Juli. Galerie Felix, Pillnitzer Landstraße 7, 01326 Dresden. Tel. 0351 32 25 57 27. D-Fr 15-18 Uhr, Sa/So 11-13 Uhr

www.galerie-felix.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.07.2012

Heinz Weißflog

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