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Asisi-Panorama zeigt das zerstörte Dresden im Jahr 1945

Asisi-Panorama zeigt das zerstörte Dresden im Jahr 1945

Dresden. Das neueste Panorama von Yadegar Asisi, das die Stadt Dresden nach der Bombardierung 1945 im Zweiten Weltkrieg zeigt, ist ab Sonnabend im Panometer der sächsischen Landeshauptstadt zu sehen.

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Das Panorama zeigt das zerstörte Dresden im Jahr 1945.

Quelle: Nadine Steinmann

Dresden. Das neueste Panorama von Yadegar Asisi, das die Stadt Dresden nach der Bombardierung 1945 im Zweiten Weltkrieg zeigt, ist ab Sonnabend im Panometer der sächsischen Landeshauptstadt zu sehen. Unter dem Motto „Dresden 1945 – Tragik und Hoffnung einer europäischen Stadt“ wird dieses 3000 Quadratmeter große und 27 Meter hohe Kunstwerk für die kommenden fünf Jahre, immer über die Wintermonate, in der Elbmetropole zu sehen sein.

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Das neue 360°-Panorama im Dresdner Panometer.

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Bei der Präsentation des Panoramas steht der Betrachter wie vor 70 Jahren auf dem Turm des Dresdner Rathauses am Rande der Altstadt und beobachtet die Ausmaße der Zerstörung. Es ist der 15. Februar 1945, überall brennen noch Gebäude, mächtige Rauchsäulen ragen weit in den Himmel hinein, der Wind pfeift durch die leeren Gassen, die Frauenkirche ist vor zwei Stunden eingestürzt und aus der Silhouette der Stadt verschwunden. Untermalt wird die tragische Szenerie von bedrohlicher Musik und wechselnder Beleuchtung.

Über 50 Journalisten aus ganz Deutschland und sogar den Nachbarländern betrachten dieses Bild am Freitag bei der offiziellen Präsentation und sind - entgegen ihrer Natur - ruhig, lassen das Panorama auf sich wirken und sind selbst ergriffen. Nur leises Flüstern ist hier und da zu hören. An einem der Geländer steht der Zeitzeuge Hans-Jörg Schmidt, den es ebenfalls die Sprache verschlagen hat, dem Tränen beim Anblick dieser Szenerie in die Augen schießen und der auch ein Schluchzen nicht mehr zurückhalten kann.

Auf genau diese Emotionen hat Yadegar Asisi bei der Entwicklung seines Kunstwerkes gesetzt. „Nur wenn ich Gefühle transportiere, kann ich jemanden bewegen“, erklärte der Künstler nach der 15-minütigen Präsentation und fügt hinzu: „Wir begreifen den Krieg als etwas, das den anderen gehört, uns aber nicht betrifft, weil seit 70 Jahren Frieden herrscht.“ Das große Ziel sei es, dass sich die Besucher mit ihrer eigenen Geschichte auseinandersetzen, denn die „Geschichte ist zu wichtig, um sie den Historikern zu überlassen“, meint Dr. Gorch Pieken, wissenschaftlicher Leiter des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden. Das Panorama entstand in Zusammenarbeit mit dem Museum.

Die detailgetreuen Aufnahmen, die das Panorama abbildet, sind über mehrere Jahre gesammelt wurden. Zusätzlich startete der Künstler einen Aufruf in Dresden, dem rund 70 Einwohner gefolgt sind, um alte Fotos und Videoaufnahmen für die Arbeit von Asisi zur Verfügung zu stellen. „Einer der Zeugen berichtete uns auch, dass bei der Bombardierung die Tiere aus dem Zoo in den Großen Garten geflüchtet sind“, erklärt ein Sprecher der Asisi Panorama International GmbH. Eine Erinnerung, die dazu führte, das nun inmitten dieser Ruinen zwei farbenprächtige Papageien mit weit gespannten Flügeln gen Freiheit fliegen.

„Dresden 1945 – Tragik und Hoffnung einer europäischen Stadt“ ist bis zum 31. Mai, Dienstag bis Freitag von 10-17 Uhr sowie Sonnabend, Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr im Panometer Dresden zu sehen.

Wer Freikarten für einen Besuch im Panometer Dresden gewinnen möchte, sollte bei unserem Gewinnspiel vorbeischauen.

Viele weitere Informationen finden Sie auch in unserem Asisi-Special

Nadine Steinmann

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