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Anne Härtel, Lehrerin am Gymnasium in Klotzsche, siegt beim Lyrikwettbewerb "Frühling im Palais"

Anne Härtel, Lehrerin am Gymnasium in Klotzsche, siegt beim Lyrikwettbewerb "Frühling im Palais"

Sie strahlt übers ganze Gesicht, freut sich über die vielen positiven Reaktionen auf ihr Frühlingsgedicht. Anne Härtel, Lehrerin für Englisch und Französisch am Gymnasium Dresden-Klotzsche, ist die Siegerin des Lyrikwettbewerbes im Rahmen der Blumenschau "Dresdner Frühling im Palais" im Großen Garten.

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Anne Härtel mit ihrem Werk. Fürs Foto durften wir das kalligraphisch gestaltete Gedicht kurz von der Wand abnehmen.

Quelle: Dietrich Flechtner

"Die Verse kamen mir am frühen Morgen in der Phase des Aufwachens in den Sinn", erzählt die 33-Jährige. "Damit ich sie nicht verliere, bin ich sofort aufgestanden, um sie aufzuschreiben." Dann sei sie wieder ins Bett gegangen. "Später am Morgen nach dem Aufstehen habe ich vielleicht noch drei oder vier Worte geändert und dann war das Gedicht fertig."

"Leg Dein Ohr an die Erde" ist Anne Härtels zweites Gedicht. Das erste, das sie "Novemberlied" nannte, sei der Jahreszeit entsprechend eher traurig. Beide Gedichte entstanden "in einem Ruck". "Ich hatte mir nicht vorgenommen, sie zu schreiben. Sie kamen mir einfach in den Sinn." Sie habe sehr mit sich gerungen, ihre Frühlingsverse überhaupt bei dem Wettbewerb einzureichen. "Ich dachte, dass es vielleicht vermessen wäre, dass sie nicht gut genug sind. Dann aber habe ich mir überlegt: Was kann schon passieren, wenn ich es doch tue?" Und so habe sie sich dann doch getraut. Umso größer war die Überraschung, als sie wenige Tage vor Eröffnung der Blumenschau einen Anruf bekam, in dem man ihr mitteilte, dass sie als Siegerin aus dem Wettbewerb hervorgegangen sei.

Immerhin wurden insgesamt 90 Beiträge eingereicht. Die jüngste Teilnehmerin ist neun Jahre alt, die älteste 89 Jahre. Die Einsendungen kamen überwiegend aus Dresden, aber auch aus Thüringen, Berlin, Nordrhein-Westfalen und sogar aus der Schweiz, teilte der Landesverband Gartenbau Sachsen, Veranstalter der Blumenschau, mit. "Wir waren überwältigt - sowohl von der Menge als auch von der Qualität der Gedichte", sagt Gartenbauverbandspräsident Winfried Kaiser.

Die Thüringer Designerin und Kalligraphin Bea Berthold, von der auch das Konzept für die Blumenschau stammt, setzte Anne Härtels Verse zum Erwachen der Natur kalligraphisch um und gab dem Werk in der Ausstellung einen Platz nahe der Treppe in der oberen Etage. Viele Besucher verweilen davor. Manche machen ein Foto mit dem Handy, andere schreiben es ab. Auch alle anderen eingereichten lyrischen Arbeiten liegen in der Ausstellung zum Lesen bereit.

Zu Kopf steigt Anne Härtel ihr Sieg beim Lyrikwettbewerb nicht. Dafür ist sie viel zu bescheiden. "Ich genieße es, dass ich jetzt hier dabei sein darf, ja. Ehrlich gesagt habe ich nie damit gerechnet, dass ich andere Menschen mit meinen Versen berühren kann." Aber als Autorin sehe sie sich nicht. Noch nicht? "Vielleicht fange ich endlich an, die Geschichten, die ich im Kopf habe, aufzuschreiben." Ein schönes Heft dafür hat sie schon. "Mein Mann hat es mir letztes Jahr Ostern geschenkt."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.03.2014

Catrin Steinbach

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