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Angenehm nah an der Moderne: Arstidir aus Island bei Musik zwischen den Welten

Angenehm nah an der Moderne: Arstidir aus Island bei Musik zwischen den Welten

Also, das ist nun wirklich so richtig schönes Zeugs! Irgendwas muss in diesem Island im Trinkwasser sein, dass das winzige Land so viele großartige Musiker hervorbringt.

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Árstídir müssen sich hinter den großen Björk und Sigor Ros nicht verstecken.

Árstídir reihen sich da nahtlos zwischen Björk und Sigur Rós ein, um nur die bekanntesten zu nennen. Und präsentieren dabei doch ihr ganz eigenes Ding. Dank Hallgrímur Jóna Jenssons Cello fühlt man sich durchaus häufiger an die australischen Naked Raven erinnert, vor allem das vorletzte Stück der aktuellen CD "Svefns og vöku skil", nutzerfreundlich mit dem englischem Titel "Shades", lässt diese Assoziationen - auch wegen Karl Aldinsteinn Restkas Geige sowie der großartigen Brüche und Unvorhersehbarkeiten - aufkommen.

Im Sommer 2008 entstand sozusagen der Kern der Formation, als Trio absolvierten sie die ersten Auftritte. Dann wurde das Instrumentarium verdoppelt - und damit auch die besonderen musikalischen Möglichkeiten. Welche Combo hat schon eine Bariton-Gitarre in ihren Reihen? Neben zwei weiteren akustischen Gitarren. Aber: keinerlei Schlagwerk, weder Drums noch Percussions. Auch das macht den besonderen, den eigenen Sound aus.

Alle sechs Band-Mitglieder singen, einige besser als die anderen, das liegt wohl in der Natur der Sache. Vielleicht treffen die sechs in dem Punkt ja doch auch noch mal eine Entscheidung, für die Identifikation mit einer Gruppe ist es nicht ganz unwichtig, eine oder zwei Stimmen zu haben, die man zuordnen kann. Gut möglich, dass Árstídir derlei Tipps ablehnen. Immerhin haben sie so, in der für sie bewährten Formation, bereits drei CDs herausgebracht, und gleich das Debüt erreichte Platz eins der isländischen Charts. Da kann man also auch beim Bewährten bleiben.

Apropos Bewährtes. Die sechs passen vortrefflich in die Reihe Musik zwischen den Welten, bei der sie am Sonntag mit ihrem ersten Auftritt in Dresden präsentiert werden. Wobei sie bei den Polen Tradition und Moderne angenehm nah an der Moderne sind. Selbstständig, unabhängig arbeiten sie mit dem Material des Folk - durchaus nicht nur des skandinavischen, benutzen es als Basis, als Fundament für ihren eigenen Klang. Ein Klang, der sich wohlig anfühlt, dabei aber niemals seicht. Richtig schönes Zeugs eben!

Beate Baum

Árstídir, Sonntag, 16. September 20 Uhr, Dreikönigskirche. Tickets 16, ermäßigt 14 Euro.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.09.2012

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